Die SCHD- und JEPI-Aktien sind in den vergangenen Wochen zurückgegangen, da der US‑Iran‑Krieg eskaliert ist. Der Schwab US Dividend Equity ETF fiel auf 30,6 USD, damit über 3,17 % unter seinem diesjährigen Höchststand, während der JPMorgan Equity Premium Income ETF von seinem Jahreshoch bei 59,58 USD auf 56 USD zurückging. 

Das sind die Hauptgründe, warum sich diese Fonds kurzfristig erholen werden.

SCHD- und JEPI-ETFs erholen sich, wenn der US‑Iran‑Krieg endet 

Ein Grund, warum JEPI, SCHD und der breitere Aktienmarkt sich in diesem Jahr erholen werden, ist, dass es Anzeichen dafür gibt, dass der anhaltende US‑Iran‑Krieg in den kommenden Wochen enden wird.

In einer Erklärung am Dienstag sagte Präsident Donald Trump, er erwarte, dass der Krieg zwei bis drei Wochen andauern werde, also im April.

Die Vereinigten Staaten haben hier nicht alle Karten in der Hand; auch Iran spielt eine Rolle bei der Entscheidung, wann der Krieg enden wird. 

Zeichen, dass Trump einen Ausstieg wünscht, könnten jedoch zu Verhandlungen zwischen beiden Seiten führen, was eine Erholung des Aktienmarkts auslösen würde.

Ein Hauptkatalysator dafür ist, dass der Angst‑und‑Gier‑Index auf den Bereich extremer Angst von 16 gefallen ist. In den meisten Fällen tendiert der Aktienmarkt dazu, sich zu erholen, wenn große Angst herrscht.

Diese Sicht stützt sich auf das bekannte Zitat von Warren Buffett, der empfiehlt, zu kaufen, wenn die Marktteilnehmer ängstlich sind, und zu verkaufen, wenn die meisten gierig sind.

Angst-und-Gier-Index

Der Angst‑und‑Gier‑Index ist stark gefallen | Quelle: CNN Money 

Die Geschichte zeigt, dass der US‑Aktienmarkt sich nach einem großen Schock häufig gut entwickelt. Ein gutes Beispiel dafür war der April im Vorjahr, als er einbrach, nachdem Donald Trump seine „reziproken Zölle“ angekündigt hatte.

Die Aktien fielen auch im März 2020, als COVID‑19 zur globalen Pandemie erklärt wurde. Anschließend erholten sie sich deutlich und erreichten ein Rekordhoch.

US-Unternehmensgewinne stehen vor einem Boom

Ein weiterer wichtiger Katalysator für JEPI, SCHD und andere US‑Aktien‑ETFs ist, dass die Berichtssaison Mitte des Monats beginnt, wobei Unternehmen wie Citigroup, JPMorgan, Morgan Stanley und BlackRock ihre Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen.

FactSet-Daten zeigen, dass Analysten an der Wall Street optimistisch sind, dass die Unternehmensgewinne im ersten Quartal weiterhin gut ausfallen werden. 

Der durchschnittliche Analystenschätzwert liegt bei 13 %. In den meisten Fällen fällt das tatsächliche Umsatzwachstum üblicherweise deutlich höher aus als die durchschnittliche Schätzung. Daher besteht die Möglichkeit, dass die Gewinnschätzung für den S&P 500 Index über 17 % liegen wird.

Außerdem erwarten Analysten, dass der S&P 500 Index in den nächsten 12 Monaten um 29 % zulegen wird, wobei der Technologiesektor die Gewinne anführt. 

US-Unternehmen sind unterbewertet 

Ein weiteres Argument für eine Erholung dieser ETFs ist, dass US‑Unternehmen nach den jüngsten Rückgängen günstig bewertet sind.

Der oben zitierte FactSet-Bericht zeigt, dass das durchschnittliche erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis für den S&P 500 Index bei 19.o liegt, was dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht.

Ähnlich weist der SCHD‑ETF ein Kurs‑Gewinn‑Verhältnis von 18 auf, ein Zeichen dafür, dass er ebenfalls ein Schnäppchen ist, in das Anleger investieren werden, sobald der andauernde Krieg endet.

Technische Analyse legt nahe, dass sich JEPI- und SCHD-ETFs erholen werden 

JEPI-Aktie

JEPI-Kurschart | Quelle: TradingView 

Das Tageschart zeigt, dass der JEPI‑Kurs in den vergangenen Wochen zurückgegangen ist und sich von einem Hoch von 59,56 USD im Februar auf ein Tief von 55 USD bewegt hat. 

Näher betrachtet hat sich ein fallendes Keilmuster gebildet, ein gängiges Umkehrsignal der technischen Analyse.

Die Aktie bildete außerdem ein Harami‑Kerzenmuster, was bedeutet, dass sie eine starke Erholung hinlegen könnte, möglicherweise bis zum bisherigen Jahreshoch von 60 USD in den nächsten Wochen.

Technische Analyse der SCHD-Aktie 

SCHD-Aktie

SCHD‑ETF‑Kurschart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass sich der SCHD‑Kurs in den letzten Tagen stabilisiert hat. Blickt man genauer hin, erkennt man ein invertiertes Kopf‑Schulter‑Muster, das ein gängiges bullisches Umkehrsignal in der technischen Analyse ist.

Zudem notiert er weiterhin oberhalb der 50‑ und 100‑Tage‑EMA. Daher wird der Kurs voraussichtlich kurzfristig weiter steigen, möglicherweise bis zum wichtigen Widerstand bei 31,65 USD.

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