
Der DAX‑Index stieg auf ein Rekordhoch von €82.883, nachdem mehrere bedeutende deutsche Unternehmen wie BMW, Deutsche Bank, Mercedes‑Benz und BASF gemischte Quartalszahlen veröffentlichten und Investoren zu nicht auf KI fokussierten Firmen rotierten.
Er liegt damit fast 20% über seinem diesjährigen Tief, während sich der Fokus nun auf einige Schlüsselunternehmen wie Bayer, Siemens Energy, Siemens, Rheinmetall, Commerzbank, Allianz, Munich Re und Daimler Truck verlagert.

Commerzbank veröffentlicht Zahlen vor Hintergrund von Übernahmegerüchten um Unicredit
Die Commerzbank‑Aktie hat sich in den vergangenen Monaten seitwärts bewegt. Am Freitag wurde sie bei €37,8 gehandelt und liegt damit nahezu 30% über ihrem diesjährigen Tief.
Die Aktie steht nächste Woche im Fokus, wenn das Institut seine Zahlen veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Kennzahlen zeigen, dass das Geschäft auch im zweiten Quartal weiter florierte.
In einer Erklärung dieser Woche stellte die Deutsche Bank, ihr wichtigster Wettbewerber, fest, dass ihr Gewinn im letzten Quartal um 10% auf €1,9 Milliarden gestiegen ist. Das war ihr bestes Quartal überhaupt; das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg um fast 20% auf €0,57.
Die Commerzbank‑Aktie dürfte auch auf jede Fortschritte bei Unicredit reagieren, der großen italienischen Bank, die an einer Übernahme interessiert ist. Nach Angaben von Reuters hat Commerzbank‑CEO Bettina Orlopp den Mitarbeitern mitgeteilt, dass das Unternehmen die Gespräche mit Unicredit über einen möglichen Zusammenschluss fortsetzen werde. Das ist eine bedeutende Entwicklung, da Orlopp und ihr Management einem Zusammenschluss bislang stets ablehnend gegenüberstanden.
Rheinmetall veröffentlicht Zahlen, während sich die Aktie erholt
Rheinmetall ist ein weiteres DAX‑Unternehmen, das nächste Woche seine Zahlen vorlegt. Die Veröffentlichung erfolgt, während die Aktie versucht, sich von einem Rückgang auf €901 zu erholen. Von ihrem diesjährigen Tief hat sie sich inzwischen um nahezu 30% erholt.
Rheinmetall gehört zu den Hauptnutznießern der anhaltenden Verteidigungsausgaben in Europa. Kürzlich stürzte die Aktie jedoch an einem Tag zweistellig ab, nachdem Deutschland die Bestellung der F126‑Fregatten gestrichen hatte. In der Folge senkten Morningstar‑Analysten ihre Schätzungen für den Marineumsatz der Gesellschaft im Jahr 2030 von €5 Milliarden auf €3 Milliarden.
Die Rheinmetall‑Aktie zog an, nachdem das Management Investoren zugesichert hatte, dass das Geschäft gut dastehe. In einer Erklärung dieser Woche teilte das Unternehmen mit, dass es ausgewählt worden sei, die 143 Meter lange Fregatte BAYERN zu modernisieren, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.
Das Unternehmen wird nächste Woche seine Halbjahreszahlen melden. Obwohl diese Zahlen wichtig sind, hat das Management bereits Hinweise auf die Erwartungen gegeben. In einer Erklärung dieser Woche hieß es, das bereinigte Ergebnis sei im zweiten Quartal auf 562 Millionen Euro gestiegen, während der Umsatz auf €3,3 Milliarden kletterte.
Weitere DAX‑Aktien, die zu beachten sind
Siemens Energy hat in den vergangenen Monaten an Momentum verloren und ist vom Jahreshoch von €191 auf aktuell €151 gefallen. Dieser Rückgang erfolgte, als einige der großen Profiteure des KI‑Booms zurücknahmen.
Siemens Energy zählt zu den Hauptnutznießern der steigenden Nachfrage nach Energie. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Auftragsbuch auf über €17,7 Milliarden angestiegen ist, getrieben von Gasdienstleistungen und Netztechnologien. Der Gewinn stieg auf über €1,16 Milliarden.
Allianz ist eine weitere Aktie, die im Fokus steht; sie notiert nahe ihrem Allzeithoch von €436. Sie liegt damit mehr als 28% über ihrem diesjährigen Tief, und die Marktkapitalisierung stieg auf über €165 Milliarden. Schätzungen zufolge stieg das operative Ergebnis auf €4,6 Milliarden.
Weitere DAX‑Unternehmen, die nächste Woche ihre Zahlen veröffentlichen, sind Munich Re, Daimler Truck, Deutsche Post und Merck.
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