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Nachdem Tesla im Januar enttäuschende Verkaufszahlen in Europa gemeldet hatte, blieben die Modelle 3 und Y im Februar in Großbritannien sehr beliebt und gehörten zu den drei meistverkauften Automodellen des Monats.

Laut Daten der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) wurden fast 4.000 Teslas verkauft, womit das Model 3 und das Model Y nach dem Mini Cooper die zweit- und dritthäufigsten verkauften Autos waren.

Der britische Automarkt insgesamt verzeichnete einen leichten Rückgang, wobei die Gesamtzahl der Neuzulassungen um 1 % auf 84.054 Fahrzeuge sank.

Batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) übertrafen jedoch den Markt, wobei die Verkäufe um fast 42 % stiegen.

Elektrofahrzeuge (BEVs) machten ein Viertel aller Neuzulassungen aus, angetrieben von Verbrauchern, die eine bevorstehende Steuererhöhung auf teure Elektroautos vermeiden wollten.

Die Steuer, die im April in Kraft tritt, wird die Kosten von Elektrofahrzeugen mit einem Listenpreis über 40.000 £ um 2.125 £ über sechs Jahre erhöhen.

Branchenanalysten vermuten, dass viele Käufer vor Ablauf der Frist schnell noch Elektroautos erwarben, was zu einem kurzfristigen Absatzanstieg führte.

Änderungen der Steuern auf Elektrofahrzeuge befeuern kurzfristigen Verkaufsanstieg

Trotz des Anstiegs der BEV-Zulassungen warnen Branchenführer davor, dass die Nachfrage nach Inkrafttreten der neuen Steuer nachlassen könnte.

Der seit 2017 unveränderte Zuschlag für teure Autos (ECS) wirkt sich unverhältnismäßig stark auf Elektrofahrzeuge aus, die tendenziell höhere Produktionskosten haben als ihre Benzin- und Diesel-Pendants.

Mike Hawes, Geschäftsführer des SMMT, sagte, der britische Markt für Elektrofahrzeuge brauche mehr staatliche Anreize statt finanzieller Strafen.

Top-Modelle im Februar in Großbritannien, Quelle: SMMT

„Obwohl die Zahlen vom Februar einen insgesamt verhaltenen Markt zeigen, ist die gute Nachricht, dass die Akzeptanz von Elektroautos zunimmt, wenn auch mit enormen Kosten für die Hersteller in Bezug auf die Marktunterstützung“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass die Steueränderungen die Einführung von Elektrofahrzeugen „perverserweise“ behindern und sowohl den Neu- als auch den Gebrauchtwagenmarkt schädigen könnten, wodurch der Übergang Großbritanniens zur Elektromobilität verlangsamt würde.

Nach den Daten vom Januar widerlegen die britischen Daten vom Februar die Befürchtungen.

Daten des Europäischen Automobilherstellerverbandes (ACEA) vom letzten Monat zeigten, dass Teslas europäische Verkäufe im Januar fast halbiert wurden, wodurch sein Marktanteil auf nur noch 1 % sank.

In Großbritannien verlor das Unternehmen erstmals Marktanteile an den chinesischen Konkurrenten BYD, obwohl der gesamte Markt für Elektrofahrzeuge (EV) um 42 % wuchs.

Analysten vermuteten, dass Musks jüngste Aktionen – darunter seine offene Unterstützung für die rechtsextreme AfD in Deutschland, kontroverse öffentliche Gesten und Angriffe auf europäische Politiker – potenzielle Käufer abgeschreckt hätten.

Seine engen Verbindungen zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump haben ebenfalls Bedenken hervorgerufen, insbesondere bei liberal eingestellten Verbrauchern in wichtigen europäischen Märkten.

Die britischen Daten vom Februar konnten diese Bedenken vorerst zerstreuen.

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