Die Aktie des Halbleiterherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing konnte nach unserem letzten Update vor zwei Wochen wieder deutlich an Fahrt gewinnen. Die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen die operative Stärke und nähren Erwartungen an weiteres Wachstum des taiwanesischen Konzerns in einem sich wandelnden Halbleitermarkt.
Deutlicher Kursanstieg nach starken Quartalszahlen
Die Anteilsscheine von TSMC legten im April bisher knapp zweistellig zu. Anfang des Monats veröffentlichte das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal 2026 und übertraf die Erwartungen klar. Der Umsatz lag mehr als 400 Millionen US-Dollar über den Prognosen, während der Gewinn je Aktie die Schätzungen um 0,16 US-Dollar übertraf.
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Effizienzgewinne trotz begrenzter Kapazitäten
TSMC steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 6,4 Prozent und im Jahresvergleich um 40,6 Prozent auf 35,9 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich sowohl sequenziell als auch im Jahresvergleich deutlich auf 66,2 Prozent. Treiber dieser Entwicklung ist insbesondere der Hochlauf der 3-Nanometer-Technologie.
Gleichzeitig belastet die geografische Expansion die Margen leicht. Neue Produktionsstandorte außerhalb Taiwans benötigen Zeit, um Effizienz und Skaleneffekte zu erreichen. Entsprechend liegen die Margen dieser Werke noch unter dem Niveau der etablierten Anlagen im Heimatmarkt.
Auch die operative Marge zog deutlich an und erreichte 58,1 Prozent. Die ausgelieferten Wafermengen nahmen zu, doch das Umsatzwachstum ist nicht allein volumengetrieben. Ein verbesserter Produktmix, insbesondere durch modernere Fertigungsprozesse, trägt wesentlich zur Entwicklung bei.
Fortschreitender Technologiewechsel zugunsten von 3 Nanometern
Der Anteil moderner Fertigungstechnologien wächst kontinuierlich. Chips im Bereich von 7 Nanometern und kleiner machen inzwischen 74 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Innerhalb dieses Segments verliert die 7- und 5-Nanometer-Technologie an Bedeutung, während 3 Nanometer stark zulegen und mittlerweile 34 Prozent ausmachen.
Bereits im Vorquartal war ein deutlicher Anstieg sichtbar, der sich nun fortsetzt. Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird erwartet, dass die 3-Nanometer-Produktion positiv zur Marge beiträgt. Zudem besteht Potenzial, ältere Produktionskapazitäten auf die neue Technologie umzustellen.
Impulse aus Rechenleistung und vernetzten Geräten
Die wichtigsten Impulse kamen im Quartalsvergleich aus den Bereichen Hochleistungsrechnen und dem „Internet der Dinge“. Das Smartphone-Segment verzeichnete dagegen einen Rückgang um 11 Prozent, was vor allem saisonalen Effekten und höheren Speicherpreisen zugeschrieben wird.
Auch der Automobilbereich zeigte eine leichte Schwäche, während digitale Unterhaltungselektronik kräftig zulegte. Insgesamt stammen mehr als 90 Prozent des Umsatzes aus den drei Kernbereichen Hochleistungsrechnen, Smartphones und IoT.
Ausblick signalisiert zweistelliges Wachstum
Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen Erlöse zwischen 39 und 40,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von 8,6 bis 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Bruttomarge soll zwischen 65,5 und 67,5 Prozent liegen, die operative Marge zwischen 56,5 und 58,5 Prozent.
Der weitere Ausbau der 3-Nanometer-Produktion dürfte die durchschnittlichen Verkaufspreise erhöhen und die Margenstruktur verbessern. Mit zunehmender Skalierung sollte der anfängliche Margendruck nachlassen und sich im Jahresverlauf sogar ins Positive drehen.
Kapazitätsausbau und Blick auf die nächste Technologiestufe
TSMC rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent. Die Nachfrage nach 3-Nanometer-Chips bleibt sehr hoch und erfordert einen massiven Ausbau der Produktionskapazitäten.
Neue Werke sind bereits in Planung oder im Bau, darunter zusätzliche Kapazitäten in Taiwan, den USA und Japan. Parallel bereitet sich das Unternehmen auf die Einführung der 2-Nanometer-Technologie vor, die zunächst auf die Margen drücken dürfte. Gleichzeitig investiert TSMC verstärkt in Packaging-Technologien, um Engpässe in der Weiterverarbeitung zu reduzieren.
Höhere Bewertungen und attraktives Kurspotenzial
Die Bewertungsperspektiven haben sich weiter verbessert. Auf Basis angepasster Bewertungsmodelle ergibt sich ein Kurspotenzial von über 25 Prozent mit einem Ziel von 467,34 US-Dollar. Die Aktie wird derzeit etwa im Einklang mit den erwarteten Gewinnen für 2026 gehandelt.
Die Prognosen für EBITDA wurden für 2026 und 2027 angehoben. Bis 2028 wird ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 27 Prozent erwartet, begleitet von einem EBITDA-Anstieg von 29 Prozent und einem Wachstum des freien Cashflows von 23 Prozent jährlich.
Solide Finanzlage trotz steigender Investitionen
Die Margen dürften im laufenden Jahr deutlich steigen, bevor der Übergang zur 2-Nanometer-Produktion ab 2027 temporär belastet. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine internationalen Kapazitäten weiter aus.
Der freie Cashflow wird langfristig deutlich wachsen, auch wenn steigende Investitionen kurzfristig Druck ausüben. Besonders im laufenden Jahr ist ein Anstieg der Kapitalausgaben zu erwarten, um Kapazitäten auszubauen und Engpässe zu beseitigen.
Die Bilanz bleibt dabei äußerst robust. Bis 2028 könnte der Kassenbestand auf rund 190 Milliarden US-Dollar anwachsen. Diese finanzielle Stärke schafft Spielraum für weitere Investitionen und theoretisch auch für Aktienrückkäufe, die bislang jedoch keine zentrale Rolle spielen.
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Positive Perspektiven
Trotz zunehmender Diskussionen über die Rentabilität von Investitionen in künstliche Intelligenz zeigt sich das operative Geschäft von TSMC weiterhin stark. Eine vergleichbare Entwicklung ist auch bei ASML zu beobachten, dessen Technologien die Herstellung moderner Chips ermöglichen.
Die Kombination aus steigender Nachfrage, technologischem Vorsprung und gezielten Investitionen spricht für eine anhaltend positive Entwicklung. Die Aktie bleibt daher weiterhin attraktiv bewertet.
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