
Die südkoreanischen Finanzbehörden verstärken die Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML), um Finanzkriminalität zu bekämpfen, da sich das Land zu einem wichtigen globalen Zentrum für den Handel mit Kryptowährungen entwickelt.
Die Financial Intelligence Unit (FIU), die der Financial Services Commission (FSC) untersteht, berief am 5. März den AML Inspection Trustee Council ein, um ihre Inspektionsstrategie für 2025 zu erläutern.
Unter Beteiligung von 11 Aufsichtsbehörden unterstrich das Treffen die Dringlichkeit, die mit der raschen Ausweitung von Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten verbundenen finanziellen Risiken anzugehen.
Südkorea trägt 30 % zum globalen Krypto-Handelsvolumen bei, wobei fast 4 % der Bevölkerung digitale Vermögenswerte besitzen.
Da sich Finanzkriminalität mit neuen digitalen Zahlungsmethoden weiterentwickelt, verschärfen die Behörden die Aufsicht über virtuelle Transaktionen und Hochrisiko-Geldwechselbetreiber.
Die neuesten Initiativen der FIU konzentrieren sich auf die Stärkung der AML-Rahmenbedingungen zur Erkennung neuer Bedrohungen, darunter betrügerische Überweisungsdienste und der Missbrauch digitaler Konten.
Strengere AML-Maßnahmen
Die Aufsichtsbehörden priorisieren die Strafverfolgung von Finanzkriminalität, die die Öffentlichkeit direkt betrifft, wie z. B. Betrug, illegales Glücksspiel und drogenbezogene Transaktionen.
Die FIU plant in Zusammenarbeit mit der Finanzaufsichtsbehörde und Finanzinstituten die Einrichtung eines gemeinsamen Reaktionsteams für Geldwäscheverbrechen gegen die Öffentlichkeit.
Dieses Team, das alle zwei Monate tagt, wird verdächtige Transaktionen überwachen und die Akteure der Branche zeitnah warnen.
Die Behörden konzentrieren sich insbesondere auf die Identifizierung neuer Geldwäschemethoden, die durch digitale Finanzdienstleistungen ermöglicht werden, darunter virtuelle Konten und einfache Überweisungsdienste.
Um diesen Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein, wird die FIU regelmäßig die sich entwickelnden Kriminalitätsmuster bewerten und ihren Regulierungsansatz verbessern. Rückmeldungen aus der Branche und Medienberichte werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der AML-Prüfstrategie spielen.
Hochrisiko-Geldwechselstuben
Die Finanzaufsichtsbehörde hat Pläne zur Ausweitung der Aufsicht über Finanzinstitute angekündigt, die in letzter Zeit keine AML-Prüfungen durchlaufen haben.
Dies umfasst Unternehmen, die zuvor wegen schwacher Compliance-Maßnahmen aufgefallen sind.
Die Aufsichtsbehörden werden die Effektivität der Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Geldwäschebekämpfung und Verbraucherschutz bewerten, um sicherzustellen, dass Finanzinstitute illegale Transaktionen effizienter erkennen und verhindern können.
Der koreanische Zoll hat außerdem einen alarmierenden Trend bei Verstößen gegen die Geldwäschebekämpfung unter Geldwechslern gemeldet.
Von den 77 im vergangenen Jahr kontrollierten Betreibern verstießen 45 gegen die Geldwäschevorschriften, insbesondere diejenigen, die Online- oder unbemannte Dienste anbieten.
In diesem Jahr werden die Behörden diese Betreiber in Hochrisiko- und Niedrigrisikokategorien einteilen, wobei diejenigen, die große Transaktionsvolumina abwickeln oder Anzeichen von Finanzkriminalität aufweisen, einer strengeren Überprüfung unterzogen werden.
Anpassung an finanzielle Bedrohungen
Die FIU verstärkt ihre Bemühungen zur Stärkung der finanziellen Transparenz, da die Technologie die Landschaft der Geldwäsche neu gestaltet.
Regulierungsbehörden, darunter das Ministerium für Inneres und Sicherheit und die Hauptverwaltung der Post, bewerten die Risikomanagementmaßnahmen bei genossenschaftlichen Finanzinstituten mit Schwerpunkt auf der Einhaltung der Pflichten zur Kundenidentifizierung.
FIU-Direktor Park Kwang betonte die Bedeutung einer proaktiven AML-Strategie und forderte die Behörden auf, wachsam zu bleiben, da Finanzkriminalität immer raffinierter werde.
Die Behörden werden strenge Strafen gegen nicht konforme Unternehmen verhängen und gleichzeitig die AML-Rahmenbedingungen kontinuierlich verfeinern, um die Risiken im Zusammenhang mit digitalen Transaktionen und virtuellen Vermögenswerten zu bekämpfen.
Da Südkorea eine wichtige Rolle im globalen Kryptowährungshandel spielt, wird die regulatorische Kontrolle zunehmen, um sicherzustellen, dass das Finanzsystem des Landes transparent und widerstandsfähig gegen illegale Aktivitäten bleibt.
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