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Einzelhändler im Vereinigten Königreich bereiten sich darauf vor, Arbeitsstunden zu kürzen, Überstunden zu reduzieren und Arbeitsplätze abzubauen, da steigende Arbeitskosten die Einstellungsentscheidungen beeinflussen.

Neue Daten vom British Retail Consortium zeigen, dass Beschäftigungskosten Unternehmen dazu zwingen, Belegschaftspläne neu zu bewerten.

Diese Veränderungen erfolgen zu einer Zeit, in der die wirtschaftliche Zuversicht schwach bleibt und der Wettbewerb zunimmt.

Einzelhändler passen den Personalbestand an, während sie in Technologie investieren, um Kosten zu kontrollieren.

Diese Veränderung spiegelt eine breitere Transformation wider, wie Einzelhandelsunternehmen arbeiten, wobei Arbeitskosten zu einer der bedeutendsten finanziellen Belastungen in diesem Sektor werden.

Die Arbeitskosten stiegen im Jahr 2025 um 5 Milliarden Pfund, nach Erhöhungen der Arbeitgeberbeiträge zur National Insurance und einem höheren gesetzlichen Mindestlohn.

Führungskräfte im Einzelhandelsfinanzen sehen Arbeitskosten nun als eine zentrale Herausforderung an, die Rentabilität und Einstellungen beeinflusst.

Stellenabbau

Laut der Umfrage planen 61% der Führungskräfte im Einzelhandelsfinanzen, Arbeitszeiten zu reduzieren oder Überstunden abzubauen.

In der Zwischenzeit rechnen 55% damit, Stellen in der Zentrale abzubauen, und 42% beabsichtigen, die Belegschaft in den Filialen zu reduzieren.

Diese Kürzungen folgen auf einen Rückgang der Beschäftigung im Einzelhandel in den letzten Jahren.

Der Sektor hat im vergangenen Jahr bereits 74.000 Arbeitsplätze verloren. In den vergangenen fünf Jahren ist die Beschäftigung im Einzelhandel um 250.000 Stellen zurückgegangen.

Weniger Einzelhandelsjobs werden voraussichtlich jüngere Arbeitnehmer am stärksten treffen.

Einzelhandel und Gastgewerbe bieten traditionell Einstiegsjobs, aber verringerte Einstellungen könnten Chancen einschränken und Druck auf politische Entscheidungsträger erhöhen, die Jugendbeschäftigung zu unterstützen.

Technologischer Wandel

Einzelhändler setzen zunehmend auf Automatisierung und digitale Werkzeuge, um die Abhängigkeit von Arbeitskräften zu verringern.

KI-gestützte Marketing-Systeme, automatisierte Kassen und digitale Lagerverwaltungsplattformen helfen Unternehmen, die Effizienz zu verbessern und den Personalbedarf zu senken.

Die Einführung von Technologie beschleunigt sich, da Unternehmen auf steigende Lohnkosten und regulatorische Änderungen reagieren.

Einzelhändler priorisieren Produktivitätssteigerungen, um höhere Beschäftigungskosten auszugleichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Diese Veränderungen tragen zur Umstrukturierung der Einzelhandelsjobs bei, da Automatisierung traditionelle Rollen ersetzt und die Anforderungen an die Belegschaft neu gestaltet.

Nachfragedruck

Einzelhändler sehen sich auch mit schwächerer Verbrauchernachfrage und zunehmendem Wettbewerb konfrontiert.

Online-Plattformen wie Shein, Vinted und Temu ziehen Käufer weiterhin mit niedrigeren Preisen an und erhöhen den Druck auf traditionelle Einzelhändler.

Haushalte bleiben vorsichtig, da höhere Kosten für Lebensmittel und Energie das Ausgabeverhalten beeinflussen.

Viele Verbraucher sparen aufgrund unsicherer Beschäftigungslage und geopolitischer Risiken mehr, wodurch diskretionäre Käufe reduziert werden.

Die wirtschaftliche Stimmung unter Führungskräften im Einzelhandelsfinanzen hat sich verschlechtert.

Die Umfrage ergab, dass 69% sich als pessimistisch oder sehr pessimistisch in Bezug auf die wirtschaftlichen Bedingungen einschätzen, verglichen mit 56% im Juli des letzten Jahres.

Nur 14% gaben an, optimistisch zu sein, etwas höher als 11%.

Arbeitskosten zählen nun zu den größten Sorgen im gesamten Sektor.

Insgesamt gaben 84% der Finanzchefs Arbeitskosten unter den drei größten Herausforderungen an, verglichen mit 21% zuvor.

Politische Unsicherheit

Einzelhändler überwachen auch neue Beschäftigungsrechtsreformen, die ab April in Kraft treten sollen.

Diese Veränderungen werden in den kommenden Jahren schrittweise Arbeiterschutzmaßnahmen einführen.

Unternehmen sagen, dass die Details dieser Maßnahmen die Einstellungsentscheidungen und die Flexibilität der Belegschaft beeinflussen werden.

Einstiegspositionen und Teilzeitstellen bleiben für den Sektor wesentlich, aber steigende Kosten und regulatorische Änderungen zwingen Einzelhändler dazu, Personalmodelle zu überdenken.

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