Der S&P 500 Index setzte seine starke Abwärtsbewegung in der vergangenen Woche fort und erreichte sein niedrigstes Niveau seit dem 17. Dezember des Vorjahres. Er schloss die Woche bei $6,740, deutlich unter dem bisherigen Jahreshöchststand von $7,000. Im Folgenden betrachten wir einige der wichtigsten Katalysatoren für die ETFs SPY, IVV und VOO in dieser Woche.

US-Inflationsbericht 

Ein zentraler Katalysator für den S&P 500 und seine ETFs in dieser Woche wird der am Mittwoch erscheinende US-Verbraucherinflationsbericht sein.

Dies ist ein wichtiger Bericht, der nach dem Arbeitsmarktbericht die zweite Säule der Aufgaben der Federal Reserve bildet. 

Daten, die am Freitag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Wirtschaft im Februar über 92,000 Stellen abgebaut hat, der schlechteste Wert seit Jahren. Die Arbeitslosenquote sprang auf 4.4%, während das Lohnwachstum stabil blieb.

Ökonomen erwarten, dass der kommende US-Inflationsbericht zeigen wird, dass der headline Consumer Price Index (CPI) im Februar auf 2.5% gestiegen ist, während der Kern‑CPI unverändert bei 2.5% blieb.

Ein höher als erwarteter Inflationsbericht würde es der Federal Reserve erschweren, die Zinsen wie von Donald Trump vorgeschlagen zu senken. Der S&P 500 Index und andere Indizes schneiden in der Regel besser ab, wenn die Fed die Zinsen senkt.

USA‑Iran‑Krieg 

Der wichtigste Katalysator für den S&P 500 Index ist der anhaltende Krieg im Iran, der sich am Wochenende verschärfte, nachdem Israel eine wichtige iranische Raffinerie bombardiert hatte. 

Dieser Krieg hat zu einem Anstieg der Energiepreise in den USA und anderen Ländern geführt. Brent, der globale Referenzpreis, ist vom Jahrestief von $55 auf über $100 gestiegen. Ebenso ist der US‑Ölbenchmark weiter gestiegen, da der Verkehr in der Straße von Hormus nachlässt.

Auch die Preise für andere Energieprodukte wie Erdgas und Benzin sind in diesem Jahr weiter gestiegen, was zu einer höheren Inflationsrate in den USA führen wird.

Während Energieunternehmen im S&P 500 Index profitieren, stehen andere Sektoren, insbesondere Transport und Industrie, angesichts des anhaltenden Krieges unter erheblichem Druck.

Anzeichen für ein Ende des Krieges wären positiv für den S&P 500 und andere US‑Indizes. Ein Beispiel dafür war der Mittwoch der vergangenen Woche, als Medien berichteten, Iran habe Kontakt zu den Vereinigten Staaten für Gespräche zur Beendigung des Krieges aufgenommen.

Wichtige Unternehmenszahlen 

Ein weiterer wichtiger Katalysator für den S&P 500 sowie die ETFs SPY, IVV und VOO sind die anstehenden Unternehmenszahlen in den USA. 

Obwohl die Berichtssaison weitgehend abgeschlossen ist, werden diese Woche noch einige wichtige Unternehmen ihre Zahlen veröffentlichen.

Hewlett-Packard Enterprise und Casey’s General Stores veröffentlichen ihre Zahlen am Montag. Oracle, ein führender Akteur im KI‑Sektor, legt seine Ergebnisse am Dienstag vor.

Die Ergebnisse von Adobe am Donnerstag sind wichtig, weil sie zeigen werden, ob KI‑Tools von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic das Geschäft von Adobe stören.

Weitere wichtige Unternehmensberichte, die zu beachten sind, kommen von Dollar General, Ulta Beauty, Lennar Corporation, UiPath und Campbell’s Soup.

S&P 500 Index: aufsteigendes Keilmuster 

S&P 500 Index
S&P 500 Index-Chart | Quelle: TradingView 

Ein weiterer wichtiger Katalysator für den S&P 500 Index sind seine technischen Indikatoren, die kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial signalisieren. 

Wie das obige Chart zeigt, hat der Index eine aufsteigende Keilformation ausgebildet, die aus zwei aufsteigenden und konvergierenden Trendlinien besteht. Er ist bereits unter die untere Begrenzung dieser Formation und die Strong-, Pivot- und Reverse‑Level des Murrey‑Math‑Lines‑Werkzeugs gefallen.

Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Index weiter fällt, möglicherweise bis zum nächsten wichtigen Unterstützungsniveau bei $6,000.

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