
Der S&P 500-Index setzte in der vergangenen Woche seinen ausgeprägten Abwärtstrend fort, da der Iran‑Konflikt andauerte und die Rohöl‑ sowie Erdgaspreise nach oben trieb.
Der SPX-Index fiel auf $6,368, den niedrigsten Stand seit August des Vorjahres. Er hat in den letzten fünf Wochen in Folge nachgegeben.
S&P 500-Index im Fokus, da der Iran‑Konflikt eine neue Wendung nimmt
Der S&P 500-Index und andere US‑Indizes wie der Dow Jones und der Nasdaq 100 stehen diese Woche im Mittelpunkt, da der US‑Iran‑Konflikt eine neue Wendung nimmt.
Die jemenitische Ansah Allah, landläufig als Houthis bekannt, trat am Freitag in den Konflikt ein, indem sie Raketen in Richtung Israel abfeuerte.
Die Gruppe hat sich verpflichtet, die Kämpfe in den kommenden Wochen fortzusetzen, was die Passage von Öltankern durch das Rote Meer erschweren könnte.
Gleichzeitig hat die USA Truppen in die Region verlegt, mit dem übergeordneten Ziel, die Kontrolle über Kharg Island und die Straße von Hormus zu erlangen.
All diese Ereignisse deuten darauf hin, dass der Konflikt in absehbarer Zeit anhalten wird und die Energiepreise in den kommenden Wochen deutlich steigen könnten.
Bereits jetzt zeigen Daten, dass Brent und das West Texas Intermediate (WTI) auf $112 bzw. $100 gestiegen sind, über 100% mehr als zum niedrigsten Stand in diesem Jahr.
Eine Fortsetzung dieses Konflikts würde zu einem niedrigeren S&P 500-Index führen.
US‑Nonfarm‑Payrolls (NFP)
Ein weiterer entscheidender Katalysator für den S&P 500-Index werden die anstehenden US‑Nonfarm‑Payrolls (NFP) sein, die am Freitag dieser Woche veröffentlicht werden.
Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt im März nach dem Verlust von tausenden Arbeitsplätzen im Vormonat wahrscheinlich erholt hat.
Die Durchschnittsschätzung liegt bei 60.000 neu geschaffenen Stellen im März, nach einem Rückgang um 92.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich von 4,4% auf 4,5% steigen.
Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten jedoch weitgehend abgeschwächt, ein Trend, der sich in den kommenden Monaten fortsetzen könnte, da der Iran‑Konflikt erhebliche Erschütterungen für die Wirtschaft mit sich bringt.
Tatsächlich wird der erwartete Anstieg teilweise auf die Rückkehr von über 30.000 Beschäftigten bei Kaiser Permanente im Gesundheitswesen zurückgeführt, die ihren Streik beendet haben.
Ein schwächerer Beschäftigungsbericht wäre bullisch für den Aktienmarkt, da er den Druck auf die Federal Reserve erhöhen könnte, die Zinsen zu senken. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, dass die USA sich in einer Stagflation befinden, gekennzeichnet durch hohe Inflation und langsames Wirtschaftswachstum.
Neben den Arbeitsmarktdaten wird der S&P 500-Index auf die anstehenden Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Produktion und Dienstleistungen aus den USA reagieren. Ökonomen erwarten, dass diese Zahlen im März leicht zurückgegangen sind, da der Iran‑Konflikt die Energiepreise nach oben getrieben hat.
Technische Analyse des SPX‑Index: Todeskreuz bildet sich

S&P 500 index Index chart | Source: TradingView
Der Tageschart zeigt, dass der S&P 500-Index in den vergangenen Wochen eingebrochen ist und sich von einem Hoch von $7,000 im Februar auf aktuell $6,368 bewegt hat.
Er ist unter das 23,6%-Fibonacci‑Retracement‑Niveau gefallen. Zudem hat der Index ein Todeskreuz ausgebildet, da sich der 50‑Tage‑ und der 200‑Tage gewichtete gleitende Durchschnitt (WMA) gekreuzt haben.
Der Average Directional Index (ADX) ist auf 40 gestiegen, ein Zeichen dafür, dass der Abwärtstrend an Dynamik gewinnt. Er liegt unter dem Supertrend‑Indikator.
Folglich wird der Index voraussichtlich weiter fallen; das nächste wichtige Ziel ist das 38,2%-Retracement‑Niveau bei $6,130.
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