France court blocks bid to suspend Shein amid safety probe, calling action disproportionate despite illegal listings findings.

Der Versuch Frankreichs, Sheins Marktplatz zu stoppen, ist auf einen weiteren rechtlichen Rückschlag gestoßen, wobei ein Pariser Berufungsgericht den Antrag der Regierung zurückwies, die Plattform auszusetzen.

Die Entscheidung folgt auf monatelange Prüfungen, nachdem Aufsichtsbehörden Angebote festgestellt hatten, die ernsthafte Sicherheitsbedenken aufwarfen.

Die Behörden hatten eine vorübergehende Abschaltung der chinesischen E‑Commerce‑Plattform gefordert und argumentiert, dass Risiken für den Verbraucherschutz ein dringendes Eingreifen rechtfertigten.

Das Gericht schloss sich jedoch einer früheren Entscheidung an und bestätigte die Grenzen dessen, wie weit Aufsichtsbehörden gehen können, wenn es darum geht, umfassende Beschränkungen für in Frankreich tätige digitale Marktplätze zu verhängen.

Gericht weist Aussetzungsantrag zurück

Das Pariser Berufungsgericht wies am Donnerstag den Antrag der französischen Regierung zurück, Sheins Marktplatz für drei Monate auszusetzen.

Die Berufung folgte darauf, dass ein unteres Pariser Gericht denselben Antrag bereits im Dezember abgelehnt hatte.

In seiner früheren Entscheidung befand das Gericht, dass eine vollständige Aussetzung der Plattform in ganz Frankreich unverhältnismäßig wäre.

Die Regierung focht diese Schlussfolgerung an, doch das Berufungsgericht bestätigte dieselbe Begründung.

Das Urteil bedeutet, dass Shein trotz anhaltender regulatorischer Bedenken bezüglich seines Marktplatzes weiterhin in Frankreich tätig sein kann.

Feststellungen der Verbraucherschutzbehörde führen zu schärferen Maßnahmen

Der Rechtsstreit geht auf Feststellungen der französischen Verbraucherschutzbehörde im November zurück.

Die Behörde identifizierte Angebote auf Sheins Marktplatz, darunter Sexpuppen, die Kindern ähneln, sowie verbotene Waffen.

Diese Entdeckungen lösten unmittelbar Besorgnis bei den Behörden aus und führten zu Forderungen nach entschiedeneren Maßnahmen gegen die Plattform.

Die Regierung reagierte, indem sie eine vorübergehende Aussetzung beantragte, während Ermittlungen und Durchsetzungsmaßnahmen fortgesetzt wurden.

Der Fall hat die Risiken hervorgehoben, die mit Drittanbietern auf großen Online-Marktplätzen verbunden sind, bei denen die Aufsicht über tausende Angebote variieren kann.

Er hat auch die Debatte darüber verstärkt, wie Plattformen Verkäufer prüfen, bevor sie ihnen das Einstellen von Produkten erlauben.

Shein reagiert mit Richtlinienänderungen

Nach den Feststellungen der Aufsicht verschärfte Shein die Kontrollen seines Marktplatzes.

Am 3. November verbot das Unternehmen alle Sexpuppen auf seiner Plattform und setzte seine Kategorie für Erotikartikel weltweit aus.

Diese Änderungen wurden als Teil umfassenderer Bemühungen eingeführt, regulatorische Bedenken auszuräumen und den Verkauf verbotener Artikel zu verhindern.

Das Unternehmen hat sich zudem darauf konzentriert, die Überwachungssysteme für Verkäufer und Produkte zu verbessern.

Shein erklärte am Donnerstag, es habe in den letzten Monaten seine Kontrollen deutlich verstärkt, um ein sichereres Einkaufsumfeld für Verbraucher in Frankreich zu gewährleisten.

Dialog mit Aufsichtsbehörden geht weiter

Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass es in engem Austausch mit französischen und europäischen Behörden steht, während die Prüfung von Online-Marktplätzen zunimmt.

Der Fall spiegelt einen breiteren Vorstoß in Europa wider, digitale Plattformen für die über ihre Ökosysteme verkauften Waren zur Verantwortung zu ziehen.

Während die Gerichtsentscheidung die unmittelbare Gefahr einer Aussetzung beseitigt, beendet sie den regulatorischen Druck nicht.

Es wird erwartet, dass die Behörden die Einhaltung und Durchsetzungsstandards weiterhin überwachen.

Das Urteil entzieht Frankreich die Möglichkeit, eine pauschale Abschaltung von Shein zu verhängen, richtet aber weiterhin den Fokus darauf, wie Aufsichtsbehörden Risiken angehen können, ohne rechtliche Grenzen zu überschreiten.

Weitere regulatorische Prüfungen könnten beeinflussen, wie ähnliche Fälle in der Europäischen Union gehandhabt werden.

The post Shein entgeht Verbot: Pariser Gericht lehnt dreimonatige Abschaltung ab appeared first on Invezz