Die US-Börsenaufsicht SEC hat Klage gegen Patrick Orlando eingereicht, den ehemaligen CEO von Digital World Acquisition Corp. (DWAC), einem Blankoscheck-Unternehmen, das mit Trump Media fusionierte.

Die SEC wirft Orlando vor, falsche Angaben zu den Fusionsplänen des Unternehmens mit Donald Trumps Social-Media-Startup Truth Social gemacht zu haben.

Klage der SEC wirft Licht auf angebliche Falschaussagen

In der bei einem Bundesgericht in Washington, D.C. eingereichten Klage behauptet die SEC, dass Orlando in öffentlichen Unterlagen gelogen habe, indem es behauptete, dass DWAC keine potenziellen Fusionsziele kontaktiert hätte und keine konkreten Fusionspläne habe.

Die SEC behauptet, dass Orlandos Aussagen wissentlich falsch waren, da er mehrere Monate lang umfangreiche Gespräche mit Vertretern von Trump Media geführt hatte.

Die SEC möchte, dass Orlando auf alle unrechtmäßig erworbenen Gewinne verzichtet, zivilrechtliche Strafen verhängt und ihm ähnliches Verhalten dauerhaft untersagt wird.

Hintergrund der Fusion und Vorwürfe

Die Fusion zwischen Digital World Acquisition Corp. und Trump Media, dem die Plattform Truth Social gehört, wurde im März abgeschlossen und ermöglichte dem Unternehmen den Handel an der Nasdaq unter dem Börsenkürzel DJT.

Der Zivilklage der SEC zufolge zielten die angeblichen Falschaussagen von Orlando darauf ab, Investoren über die Art und den Status der Fusionsverhandlungen zu täuschen.

In der Klage wird behauptet, Orlando habe bereits Monate vor der öffentlichen Anmeldung zahlreiche ausführliche Gespräche mit Vertretern von Trump Media geführt und das Unternehmen als Fusionskandidaten ins Visier genommen.

Mögliche Folgen für Orlando und Auswirkungen auf DWAC

Ziel der Klage der SEC ist es, Orlando für die ihm vorgeworfenen Verstöße zur Verantwortung zu ziehen. Der Kläger muss sämtliche unrechtmäßig erworbenen Gewinne aufgeben und erhält zivilrechtliche Strafen.

Die SEC strebt eine dauernde Unterlassungsverfügung an, um Orlando in Zukunft daran zu hindern, sich ähnlich zu verhalten.

Der Ausgang dieses Falls könnte erhebliche Auswirkungen auf Orlandos Karriere und den Ruf der Digital World Acquisition Corp. haben.

Größere Auswirkungen auf SPACs und die Marktintegrität

Die Klage gegen Orlando ist Teil einer umfassenderen Anstrengung der SEC, die Aktivitäten von Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) zu überprüfen und die Einhaltung der regulatorischen Standards sicherzustellen.

SPACs (auch als Blankoscheck-Unternehmen bekannt) erfreuen sich als alternativer Weg für Unternehmen zum Börsengang zunehmender Beliebtheit.

Das schnelle Wachstum von SPACs hat Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit der Offenlegung und des Potenzials für Interessenkonflikte geweckt. Die Durchsetzungsmaßnahmen der SEC zielen darauf ab, diese Bedenken auszuräumen und die Marktintegrität zu verbessern.

Reaktion von Trump Media und Digital World

Weder Trump Media noch Digital World Acquisition Corp. reagierten umgehend auf Anfragen um einen Kommentar zur Klage der SEC.

Der Abschluss der öffentlichen Fusion war für beide Unternehmen ein wichtiger Meilenstein, doch die Vorwürfe gegen Orlando werfen einen Schatten auf die Transaktion.

Es bleibt abzuwarten, wie die Unternehmen auf die Vorwürfe der SEC reagieren und welche möglichen Auswirkungen dies auf ihre Geschäftstätigkeit und Aktienentwicklung haben könnte.

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