Der Schwab US Dividend Equity ETF (SCHD) hat sich in den vergangenen Wochen seitwärts bewegt, da die jüngste Rallye ins Stocken geraten ist. Nach dem Höchststand bei $35 und dem Aufstieg zum größten Dividenden-ETF ist er auf $34,55 zurückgefallen und hat mehrere bärische Muster ausgebildet, die kurzfristig zu einer leichten Korrektur führen könnten. 

Technische Indikatoren des SCHD-ETF deuten auf kurzfristigen Rückzug hin

Das Tageschart zeigt, dass der SCHD-ETF im August bei $35,33 ein Hoch bildete, als die starke Rallye an Fahrt gewann. Seitdem bewegt er sich seitwärts, bleibt dabei aber über den 50-Tage- und 100-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA). Das Verbleiben über diesen Durchschnitten deutet darauf hin, dass die Bullen vorerst die Kontrolle behalten.

Das Risiko besteht jedoch darin, dass die technischen Indikatoren Warnsignale senden. Beispielsweise ist der Relative-Stärke-Index (RSI) vom überkauften Niveau von 74 auf aktuell 57 gefallen und zeigt weiterhin nach unten. 

Die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) haben ein bärisches Crossover gebildet und zeigen ebenfalls nach unten. Das Histogramm dieses Indikators liegt seit dem 27. August unter der Nulllinie. 

Diese Oszillatoren deuten darauf hin, dass der ETF eine bärische Divergenz ausgebildet hat, ein in der technischen Analyse verbreitetes Umkehrsignal. 

Gleichzeitig bildete der Fonds eine Insel-Umkehr-Formation. Dabei handelt es sich um eine typische Umkehrformation, die entsteht, wenn ein Asset eine Kurslücke bildet und anschließend konsolidiert. In diesem Fall entstand eine kleine Lücke am 19. August, und seitdem setzte die Konsolidierung fort.

Daher ist in den kommenden Tagen wahrscheinlich ein bärischer Ausbruch zu erwarten. Sollte dies eintreten, liegt die nächste wichtige Marke bei $33. Ein Anstieg über den Widerstand bei $35,33 würde den bullischen Ausbruch bestätigen und könnte Kursziele bis $40 eröffnen.

SCHD ETF

SCHD-ETF-Chart | Quelle: TradingView

Schwab US Dividend Equity ETF läuft auf Hochtouren

Trotz der schwachen technischen Indikatoren gibt es Anzeichen, dass der Schwab US Dividend Equity ETF in diesem Jahr auf Hochtouren läuft, da Investoren ihn als Absicherung gegen Risiken durch künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Denn im Gegensatz zu anderen breiten ETFs, etwa solchen, die den S&P 500 und den Nasdaq 100 abbilden, hält SCHD keine Positionen in typischen KI-Firmen wie Micron und SanDisk.

Stattdessen gehören zu den größten Bestandteilen Unternehmen wie Merck & Co, Amgen und Abbott Labs. Merck stellt Arzneimittel und Impfstoffe her, darunter Keytruda und Gardasil. Zudem fokussiert sich das Unternehmen auf Infektionskrankheiten und Tiergesundheit. 

Amgen konzentriert sich auf Biotechnologie und biologische Arzneimittel in der Allgemeinmedizin, bei seltenen Krankheiten, Entzündungen und in der Onkologie. Abbot Laboratories bietet medizinische Geräte, Diagnostik und Ernährungsprodukte an. 

Der Fonds hält außerdem bedeutende Positionen in Unternehmen wie Coca-Cola, Chevron, ConocoPhillips, Verizon Communications und UnitedHealth Group. Die meisten dieser Firmen haben sich in diesem Jahr gut entwickelt, was von ihrem Marktanteil und der Nachfrage begünstigt wurde.

Laut Angaben auf seiner Website macht Informationstechnologie nur einen kleinen Teil des Portfolios aus. Zu den wichtigsten Technologiepositionen zählen Unternehmen wie Texas Instruments, ADP, Qualcomm, IBM, Cisco, Microchip, Paychex und HP. Gute Namen, aber nicht diejenigen, die in diesem Jahr Schlagzeilen machen. 

Investoren haben in diesem Jahr viel Kapital in den SCHD-ETF gesteckt; die Zuflüsse stiegen auf über $20 Milliarden. Dieses Wachstum hat ihn zum größten Dividendenfonds der Welt gemacht und den Vanguard Dividend Appreciation (VIG) überholt.

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