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Santander hat Pläne zur Schließung von fast einem Fünftel seiner britischen Filialen im Rahmen einer umfassenderen Netzwerkreform angekündigt, wodurch 750 Arbeitsplätze gefährdet sind.

Die Einzelhandelsbank wird bis Juni 95 ihrer 444 Filialen schließen und an über 50 weiteren Standorten die Dienstleistungen oder Öffnungszeiten reduzieren.

Der Schritt zielt darauf ab, sich an die veränderten Kundengewohnheiten anzupassen, da das digitale Banking weiterhin rasant wächst.

Der Kreditgeber hatte im Januar zuvor erklärt, dass er für 2025 keine dauerhaften Schließungen plane.

Die jüngste Entscheidung markiert jedoch eine bedeutende Strategieänderung.

Neben den Schließungen werden 18 Filialen auf Selbstbedienung umgestellt, während 36 Filialen mit reduzierten Öffnungszeiten betrieben werden.

Zunehmendes digitales Banking führt zu Filialschließungen.

„Die Schließung einer Filiale ist immer eine sehr schwierige Entscheidung, und wir verbringen viel Zeit damit, zu beurteilen, wo und wann wir dies tun und wie wir die Auswirkungen auf unsere Kunden minimieren können“, sagte ein Sprecher von Santander UK.

„Als Unternehmen müssen wir uns mit unseren Kunden weiterentwickeln und unsere Investitionen auf alle Bereiche verteilen, in denen wir mit ihnen interagieren, um ihnen jetzt und in Zukunft das Beste zu bieten.“

Die Bank nannte die „rasche Verlagerung“ der Kunden zum digitalen Banking als Schlüsselfaktor.

Seit 2019 sind digitale Transaktionen um 63 % gestiegen, während die Zahl der Transaktionen in Filialen um 61 % zurückgegangen ist.

Mehr als ein Fünftel der Girokonten werden mittlerweile online eröffnet, und die Zahl der Nutzer von Mobile Banking ist im gleichen Zeitraum um 56 % gestiegen.

Neues Servicemodell zur Unterstützung der Kunden

Nach der Umstrukturierung wird Santander in Großbritannien 349 Filialen betreiben, darunter 290 Vollservice-Standorte, 36 mit reduzierten Öffnungszeiten und 18 Filialen ohne Schalter.

Die Bank führt außerdem ihr „Work Café“-Konzept ein, das als Community-Hub mit Coworking-Space, Highspeed-WLAN und Veranstaltungsräumlichkeiten fungieren wird.

Um die Auswirkungen der Schließungen abzumildern, wird Santander „Gemeindebankberater“ einsetzen, die in Bankzentren persönliche Unterstützung anbieten und die betroffenen Gebiete wöchentlich besuchen werden.

Die Bank erklärte, dass selbst nach den Schließungen 93 % der britischen Bevölkerung weiterhin innerhalb von 10 Meilen von einer Santander-Filiale wohnen würden.

Branchenweiter Trend zum Filialabbau

Santanders Schritt folgt einem breiteren Trend unter britischen Banken, ihre physische Präsenz zu reduzieren und sich an den Kostendruck und die Effizienzanforderungen anzupassen, die der digitale Bankenwandel mit sich bringt.

Es gibt branchenweite Bemühungen, das persönliche Bankgeschäft mit der zunehmenden Nutzung von Online- und Mobilfunkdiensten in Einklang zu bringen.

Die Lloyds Banking Group gab kürzlich Pläne zur Schließung von 136 Filialen ihrer Marken Lloyds, Halifax und Bank of Scotland bekannt.

Bis Ende 2025 wird Lloyds noch 756 Filialen haben, gegenüber 932 zuvor.

Santander bekräftigt Präsenz in Großbritannien trotz Übernahmegerüchten

Trotz Medienberichten, die darauf hindeuteten, dass Santander seine Aktivitäten in Großbritannien überprüfte, hat die Bank bekräftigt, dass ihre britische Einheit weiterhin ein Kernbestandteil ihres globalen Geschäftsmodells ist.

Berichten zufolge hatte Barclays Anfang des Jahres eine mögliche Übernahme von Santander UK geprüft, die Gespräche gingen jedoch nicht über Vorgespräche hinaus.

Santander, das in Großbritannien rund 18.000 Mitarbeiter beschäftigt, bleibt trotz der jüngsten Umstrukturierungsmaßnahmen seinen Aktivitäten verpflichtet.

Die Veränderungen verdeutlichen jedoch den anhaltenden Wandel im Bankensektor, in dem digitale Dienstleistungen traditionelle Filialen in der Innenstadt zunehmend verdrängen.

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