Russia blacklists WhiteBIT over claims of financial support for Ukraine.

Die russischen Behörden haben Kryptobörse WhiteBIT und dessen Muttergesellschaft W Group offiziell als “unerwünschte Organisationen” eingestuft und auf deren angebliche finanzielle und logistische Unterstützung für die ukrainische Verteidigungsinfrastruktur verwiesen.

Die am Montag von der Generalstaatsanwaltschaft gemachte Ankündigung setzt ein vollständiges Verbot der Aktivitäten von WhiteBIT in Russland durch.

Nach dem Urteil dürfen beide Unternehmen keine Bankkonten führen, Transaktionen abwickeln oder Dienstleistungen für russische Einwohner anbieten.

Jede Verbindung zu ihnen stellt nun nach russischem Recht eine Straftat dar.

Die Behörden warfen der Plattform vor, Kapitalabflüsse durch sogenannte “graue Schemata” zu unterstützen, und wiesen auf ihre Zusammenarbeit mit ukrainischen staatlich verbundenen Einrichtungen hin.

Russische Staatsanwälte behaupteten außerdem, dass der Austausch technische und finanzielle Unterstützung für Initiativen zur Unterstützung des ukrainischen Militärs bereitgestellt habe, darunter Spenden in Höhe von insgesamt 11 Millionen Dollar im Jahr 2022.

Die gleiche Zahl ist auch auf der Website von WhiteBIT aufgeführt.

Von diesem Betrag wurden laut russischer Seite angeblich 900.000 Dollar für den Kauf von Drohnensystemen bereitgestellt.

Russische Offizielle verknüpften die Börse zudem mit United24, der vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestarteten Krypto-Fundraising-Initiative.

Schon vor der Einstufung hatte WhiteBIT russische Nutzer, einschließlich Bewohner besetzter ukrainischer Gebiete, im Rahmen seiner Anti-Geldwäsche-(AML)-Politik verboten.

Das Unternehmen verweist auf die Einhaltung der EU-Sanktionen, die nach der Invasion 2022 gegen Russland verhängt wurden.

WhiteBIT, das in Charkiw, Ukraine, vom Unternehmer Volodymyr Nosov gegründet wurde, hat nun seinen Sitz in Vilnius, Litauen, und hat kürzlich eine Krypto- Broker gestartet, die speziell auf den US-Markt zugeschnitten ist.

Im vergangenen Jahr eröffnete es neue Büros in New York im Rahmen seines globalen Expansionsplans.

Trotz des Verbots hat die Plattform laut CoinGecko-Daten in den letzten 24 Stunden ein Handelsvolumen von über 1,1 Milliarden US-Dollar abwickelt.

Russland nimmt die ukrainischen Krypto-Bemühungen ins Visier

Die schwarze Liste ist die jüngste Eskalation in Russlands legaler Kampagne, die sich gegen Krypto-Unternehmen richtet, die Russland als Untergrabung seiner geopolitischen und finanziellen Kontrollen ansieht.

Das Etikett “unerwünscht” ist der strengste Rechtsmechanismus des Kremls, der verwendet wird, um jede inländische Interaktion mit einem Unternehmen zu kriminalisieren.

Frühere Ziele umfassen nicht nur Börsen, sondern auch politisch verbundene Organisationen und Krypto-Spender.

Kuna, eine ukrainische Börse, die eng mit dem 100-Millionen-Dollar-“Kryptofonds für die Ukraine” verbunden ist, steht ebenfalls unter Druck.

Obwohl nicht offiziell verboten, sind Kunas Dienste in Russland gesperrt, und seine Geldbörsen werden aktiv überwacht.

Der Gründer der Börse, Michael Chobanian, hat lautstark gefordert, dass Russland von den Kryptomärkten ausgeschlossen wird.

Die russischen Behörden verfolgen auch einzelne Nutzer im Rahmen von Anti-Extremismus- und Hochverratsgesetzen.

In einem bemerkenswerten Fall aus dem Jahr 2025 wurde ein Bürger aus Jakutsk zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er Kryptowährungen an die ukrainischen Streitkräfte übergeben hatte, was die Staatsanwaltschaft als gleichbedeutend mit der Unterstützung eines feindlichen Militärs darstellte.

In den vergangenen Jahren hat der Kreml auch Krypto-Unternehmen ins Visier genommen, um Kapitalflucht und digitalen Dissens einzudämmen.

Gleichzeitig hat es staatlich ausgerichtete Alternativen wie die rubelgestützte Stablecoin A7A5 gefördert, die Berichten zufolge internationale Beschränkungen umgehen und gleichzeitig Kapitalflüsse unter inländischer Aufsicht stellen soll.

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