
Brent- und WTI-Rohölpreise sanken deutlich auf Hyperliquid, nachdem Präsident Donald Trump die geplanten Angriffe gegen den Iran gestoppt hatte und sich dabei auf Bitten aus Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens berief. WTI fiel auf $81, bei einem 24‑Stunden‑Volumen von $181 Millionen.
Brent, der globale Benchmark, fiel auf $83 und damit deutlich unter den Höchststand des letzten Monats von $100. Die beiden Benchmarks liegen weiterhin deutlich unter dem Niveau während des Höhepunkts des Krieges.
Trump sagt geplanten Angriff auf den Iran ab
Die Brent‑ und WTI‑Ölpreise brachen ein, nachdem Präsident Donald Trump sich gegen einen Schlag gegen den Iran entschied, wie die meisten Medien vorhergesagt hatten. CBS und das Wall Street Journal berichteten, Trump habe sich schließlich entschieden, iranische Energie‑ und sonstige Infrastrukturprojekte zu bombardieren. Der Angriff sollte am Samstag beginnen und sich über mehrere Wochen erstrecken, mit dem Ziel, Druck auf die Iraner auszuüben, damit sie ein Abkommen mit den USA eingehen.
Trotz der Drohungen entschied Trump, die Angriffe zu pausieren, mit Verweis auf Bitten aus Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens. Axios berichtete jedoch, dass er die Angriffe nach einem Anruf des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman aussetzte. Weitere Golfverbündete wie Katar, die VAE, die Türkei und Pakistan drängen Trump ebenfalls zur Deeskalation. Diese Situation ist als TACO bekannt (Trump zieht sich immer zurück).
Ein Angriff auf Irans kritische Infrastruktur würde eine gefährliche neue Phase des Konflikts einläuten, mit weitreichenden Folgen für die globalen Energiemärkte. Iran hat wiederholt gewarnt, dass es Vergeltungsmaßnahmen ankündigt, indem es kritische Infrastrukturen im gesamten Golfgebiet ins Visier nimmt, einschließlich Öl‑ und Gasanlagen, Brücken, Kraftwerke und Entsalzungsanlagen.
Angriffe auf Entsalzungsanlagen wären besonders verheerend, da die Golfstaaten in hohem Maße auf sie für den Großteil ihrer Süßwasserversorgung angewiesen sind und dies neben weitreichenden wirtschaftlichen Störungen eine schwere humanitäre Krise auslösen könnte.
Der Iran hat sich in diesem Krieg als ernstzunehmender Gegner erwiesen. Das Land hat großangelegte Angriffe auf US‑Stützpunkte im Nahen Osten gestartet und dabei Ausrüstung im Wert von Milliarden Dollar zerstört.
Iran wies die Behauptungen von Präsident Trump zurück, wonach Verhandlungen im Gange und im Fortschritt seien, und betonte, dass keine direkten Gespräche zwischen Washington und Teheran stattfänden. Iranische Beamte verwiesen auf die jüngsten US‑Schläge als Beleg dafür, dass die diplomatischen Bemühungen faktisch gescheitert seien.
Diese Angriffe beendeten das zuvor erzielte Memorandum of Understanding (MoU) und stellten außerdem das dritte Mal dar, dass die Trump‑Administration militärische Maßnahmen gegen den Iran ergriff, während Berichten zufolge Verhandlungen im Gange waren.
Inzwischen gibt es Befürchtungen über die Einsatzbereitschaft des US‑Militärs. Erst kürzlich warnte der Leiter des European Command das Pentagon, dass ihm nicht genügend Marinekräfte zur Verfügung stünden, um Israel weiterhin vor einfliegenden ballistischen Raketen zu schützen.
Technische Analyse des Rohölpreises

Brent‑Rohölpreis‑Chart | Quelle: TradingView
Das Vier‑Stunden‑Chart zeigt, dass Brent auf $83 auf Hyperliquid gefallen ist. Er fiel vom Freitagshoch bei $91 und testete erneut die obere Begrenzung der Cup‑and‑Handle‑Formation. Er notiert unter den 50‑ und 100‑Perioden‑Exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA), ein Anzeichen dafür, dass die Bären vorherrschen.
Daher dürften die Preise unter Druck bleiben und in Richtung der $80‑Marke oder noch tiefer fallen. Das Hauptrisiko für diese Einschätzung ist, dass der Konflikt hochdynamisch bleibt und die Märkte so für starke Ausschläge in beide Richtungen anfällig sind. Jede weitere militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran könnte die Stimmung rasch drehen und in den kommenden Tagen zu erhöhter Volatilität führen.
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