Jerome Powell

Die Aktienkurse stiegen am Freitag, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, in einer Rede angedeutet hatte, dass Zinssenkungen bevorstehen könnten.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 279 Punkte oder 0,7 %, während der S&P 500 um 0,9 % und der Nasdaq Composite um 1,3 % zulegten.

Powells Bemerkungen, die er auf dem mit großer Spannung erwarteten jährlichen Symposium im Jackson Hole in Wyoming machte, wurden von Investoren und Marktanalysten weltweit aufmerksam verfolgt.

„Es ist an der Zeit, die Politik anzupassen“, sagte Powell beim jährlichen Treffen der internationalen Zentralbanker der Fed.

„Die Richtung ist klar und der Zeitpunkt und das Tempo der Zinssenkungen werden von den eingehenden Daten, den sich entwickelnden Aussichten und der Risikoverteilung abhängen“, sagte Powell in seiner Rede.

Powells Rede in Jackson Hole: Ein Signal für einen Politikwechsel?

Das Jackson Hole Symposium, ein hochrangiges Wirtschaftstreffen, das Notenbanker aus aller Welt anzieht, ist dafür bekannt, den Ton für die künftige Geldpolitik anzugeben. Die diesjährige Veranstaltung in Wyoming bildete da keine Ausnahme, und Powells Rede am Freitag, dem 23. August, stand im Mittelpunkt.

Besonders gespannt waren die Anleger auf Powells Ansichten zur Inflation und möglichen Zinssenkungen.

Da die Inflation in den letzten Monaten Anzeichen einer anhaltenden Abkühlung zeigt, gibt es zunehmend Spekulationen, dass die Fed bereits im September eine Senkung der Zinsen in Erwägung ziehen könnte. Powells Äußerungen wurden als Signal dafür gewertet, dass die Fed sich darauf vorbereitet, ihren Fokus auf den Arbeitsmarkt zu verlagern, der Anzeichen einer Abschwächung zeigt.

Die Wall Street wartete gespannt auf Powells Rede und hoffte auf Klarheit hinsichtlich der Haltung der Fed zu Inflation und Zinsen.

Die positive Reaktion an der Börse lässt darauf schließen, dass die Anleger Powells Äußerungen als einen Schritt in Richtung einer lockereren Geldpolitik interpretierten.

Einige Vertreter der US-Notenbank haben angedeutet, dass eine Senkung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt wahrscheinlicher werde, wenn der am 6. September fällige Beschäftigungsbericht weitere Anzeichen einer Verlangsamung der Einstellungstätigkeit zeige.

In seiner letzten geldpolitischen Entscheidung erwähnte Powell, dass bei einem weiteren Rückgang der US-Inflation bei der nächsten Fed-Sitzung im September eine Senkung des Leitzinses „auf dem Tisch liegen könnte“.

Wie geht es weiter mit der Fed?

Während das Symposium weitergeht, werden die Marktteilnehmer aufmerksam alle weiteren Kommentare von Fed-Vertretern und anderen Notenbankern verfolgen. Der Fokus wird weiterhin auf dem Arbeitsmarkt und seinem möglichen Einfluss auf die Entscheidungen der Fed in den kommenden Monaten liegen.

Da der nächste Arbeitsmarktbericht vor der Tür steht, werden die Daten wahrscheinlich eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der Fed-Politik spielen. Sollte die Einstellungsquote deutlich zurückgehen, könnte dies die Argumente für eine Zinssenkung stärken und den Aktienmarkt weiter stützen.

Inzwischen haben Powells Äußerungen in Jackson Hole den Boden für einen möglicherweise bedeutenden Kurswechsel in der US-Geldpolitik bereitet und die Anleger warten gespannt auf den nächsten Schritt der Fed.

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