space stocks crumble as spacex goes live at $150 per share

SpaceX (SPCX)—das KI- und Raumfahrtinfrastrukturunternehmen des Milliardärs Elon Musk—ging heute an der Nasdaq an den Start und eröffnete bei satten $150 pro Aktie.

Das entspricht einem Aufschlag von 11 % gegenüber dem IPO-Preis und bewertet den Konzern auf knapp $2 trillion.

Doch der historische Börsengang hat eine sofort spürbare, schmerzhafte Nebenwirkung für die gesamte Raumfahrtbranche.

Wettbewerber wie Rocket Lab (RKLB), Virgin Galactic (SPCE), Intuitive Machines Inc (LUNR) und EchoStar (SATS) eröffneten heute allesamt tief im Minus und gaben einen Großteil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab.

Darum stehen Raumfahrtaktien unter Druck

Monatelang hatten Anleger, die an der kommerziellen Raumfahrtökonomie partizipieren wollten, keine andere Wahl als Proxy-Werte zu kaufen—RKLB als „Mini‑SpaceX“, SATS als Direktbeteiligung, SPCE als reine Wette auf Raumfahrttourismus.

Diese Dynamik löste sich in dem Moment auf, als SpaceX-Aktien auf den Handelsbildschirmen auftauchten.

Fondsmanager und Privatanleger begannen, Aktien der Peers zu verkaufen, um Liquidität für das massive Angebot freizumachen.

SpaceX verkaufte über 555 Millionen Aktien in einem Deal, der einer $75 billion-Kapitalbeschaffung entspricht—komfortabel der größte Börsengang der Marktgeschichte und damit größer als Saudi Aramcos Rekord von 2019.

Bei einem solchen Kapitalabruf war eine Umschichtung in Portfolios unvermeidlich.

Warum einen Proxy halten, wenn man das Original besitzen kann? Der Rotationshandel ist ein Lehrbuchbeispiel: die Erwartung hebt den gesamten Sektor, die tatsächliche Emission entzieht ihm Kapital.

Die Rocket-Lab-Aktie etwa lag Ende Mai im Jahresverlauf 100 % im Plus, ausschließlich getrieben vom SPCX-Momentum – und jetzt, da das Original selbst live ist, löst sich diese Prämie schnell auf.

Warum Virgin Galactic am stärksten einbrach

Virgin Galactic wird heute Morgen am stärksten getroffen, da Anleger auf die nackten Fundamentaldaten blicken.

Das Unternehmen erzielte im letzten Quartal nur $227.000 Umsatz bei einem Nettoverlust von $64.7 million.

Für Q2 prognostiziert es einen negativen freien Cashflow von $87 million, mit einer schrittweisen Verbesserung in jedem Quartal bis 2026.

Das Management hat Testflüge der Delta-Klasse für Q3 2026 und den ersten kommerziellen Raumflug für Q4 2026 bekräftigt, doch das sind bislang Versprechen – keine Umsätze.

Da SpaceX nun öffentlich gehandelt wird und etwa 12 Millionen bezahlte Starlink-Abonnements vorweisen kann gegenüber Virgins Hunderten ungenutzter $450.000-Ticketreservierungen, ist der Unterschied in der Größenordnung kaum zu übersehen.

Wie es weitergeht: der Post-IPO-Kater

Der heutige Ausverkauf bei Raumfahrt‑Proxys ist wahrscheinlich das erste Kapitel einer längeren Neubewertung und kein einmaliges Tagesereignis.

Die Bewertung von SpaceX hat bei einigen Anlegern Bedenken ausgelöst, und die Nervosität rund um den Börsengang belastete die Peers bereits vor dem heutigen Debüt.

Nun, da SPCX-Aktien gehandelt werden, müssen die spekulativen Aufschläge in Namen wie Rocket Lab und EchoStar direkt mit dem Original konkurrieren – und SpaceXs Argumentation ist gewichtig.

Sein IPO-Filing gibt einen insgesamt adressierbaren Markt von $28.5 trillion an, wobei ein erheblicher Teil an KI-Unternehmensanwendungen über die Starlink-Konnektivitätsinfrastruktur gebunden ist.

Bei einer Bewertung von $2 trillion würde SpaceX mit einem Kurs‑Umsatz‑Verhältnis von etwa 104x gehandelt—steil, aber immer noch unter Rocket Labs 123x und AST SpaceMobiles 409x. Das wirft für Anleger die Frage auf: Wenn SpaceX ein besseres Geschäft zu einem niedrigeren Multiple ist, wofür zahlt man dann bei den Proxies?

Kurz gesagt: Der Sektor benötigt frische operative Katalysatoren—den Neutron-Start von Rocket Lab und den ersten kommerziellen Flug von SPCE—um außerhalb des SpaceX-Schattens wieder eine eigenständige Identität zu gewinnen.

The post Raumfahrtaktien brechen ein: SpaceX startet bei 150 $ pro Aktie appeared first on Invezz