Der Invesco QQQ ETF, der den Blue‑Chip‑Index Nasdaq‑100 abbildet, hat sich in dieser Woche angesichts der Hoffnung, dass Donald Trump den Krieg mit Iran beenden werde, was er in seiner Fernsehansprache an die Nation erneut bekräftigte, 

Der QQQ stieg auf $585 und liegt damit leicht über dem Jahrestief von $556.

Es besteht jedoch das Risiko, dass diese Erholung nur ein Dead‑Cat‑Bounce ist, da der Krieg mit Iran länger dauern dürfte als von Trump prognostiziert.

QQQ-Rallye könnte ein Dead‑Cat‑Bounce sein 

Die Aktienrallye dieser Woche wurde durch wachsenden Optimismus angetrieben, dass die USA ihren Krieg gegen Iran beenden werden.

Trump hat wiederholt gesagt, der Krieg werde in den nächsten Wochen enden, da er nun „vor dem Zeitplan“ liege.

Einige Analysten sind jedoch der Ansicht, dass der Krieg noch lange dauern könne, da die USA nicht alle Entscheidungen treffen und Trumps jüngste Botschaften den Eindruck erwecken, er werde besonders hinsichtlich der Straße von Hormuz verzweifelt.

In einem Truth Social-Beitrag am Mittwoch wiederholte er, Irans „neuer Präsident“ habe um einen Waffenstillstand gebeten, worauf die USA ihn aufgefordert hätten, zuerst die Straße zu öffnen.

Iran wies zurück, einen Waffenstillstand mit den Vereinigten Staaten anzustreben. Stattdessen nannten Regierungsvertreter fünf Bedingungen, die erfüllt sein müssten, damit der Krieg endet.

Iran ist der Ansicht, die Oberhand zu haben. Es erzielt bereits höhere Einnahmen als vor Beginn des Kriegs, und 80 % seiner Raketen treffen Ziele in Israel.

Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass Israel seine Abfangraketen rationiert, obwohl Iran seine Raketenangriffe auf das Land verstärkt.

Gleichzeitig verlegt Trump weiterhin Truppen in die Region, und Analysten erwarten, dass er Donnerstagabend strategische Angriffe starten könnte, da die US-Märkte am Freitag und über das Wochenende geschlossen sind.

Diese Befürchtungen erklären, warum die Rohölpreise weiter steigen, wobei Brent auf $107 kletterte und der West Texas Intermediate (WTI) auf $106 stieg.

Daten von AAA zeigen, dass der durchschnittliche Benzinpreis in den USA auf $4.06 gestiegen ist.

Gleichzeitig ziehen Anleger weiterhin Geld aus dem QQQ-ETF.

Daten zeigen, dass der Fonds in diesem Jahr über $10 Milliarden abgegeben hat, wodurch sein Gesamtvermögen auf über $372 Milliarden gesunken ist.

QQQ-ETF

Zu- und Abflüsse des QQQ‑ETFs | Quelle: ETF

Nasdaq‑100‑Index erholt sich mit der Zeit 

Der technologielastige Nasdaq‑100‑Index und seine ETFs dürften in den kommenden Wochen unter Druck bleiben, solange der Krieg andauert.

Positiv ist, dass sich der Index und seine ETFs langfristig erholen werden. Zum einen könnte der Krieg zwar länger andauern, wird aber voraussichtlich in den kommenden Monaten enden.

Eine solche Entwicklung dürfte zu einer starken Erholung am Aktienmarkt führen.

Historisch neigt der Aktienmarkt dazu, bei einem großen Black‑Swan‑Ereignis einzubrechen und sich nach dessen Ende zu erholen.

Zwei Beispiele sind die COVID‑19‑Pandemie und Trumps Gegenzölle.

Zudem werden US-Unternehmen durch das starke Gewinnwachstum gestützt.

Daten von FactSet zeigen, dass das durchschnittliche Gewinnwachstum im S&P‑500‑Index im 1. Quartal bei 13 % liegen wird, das sechste aufeinanderfolgende Quartal mit zweistelligem Gewinnwachstum.

Es gibt zudem Anzeichen dafür, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr trotz der erhöhten Inflation senken wird.

Sie werde dies tun, da sie dem Arbeitsmarkt Priorität einräume, der sich in den vergangenen Monaten deutlich abgeschwächt habe.

Der Aktienmarkt notiert heute ebenfalls günstig, wobei das Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (KGV) des S&P‑500‑Index unter 20 gefallen ist.

Daher dürften Anleger in den kommenden Monaten auf Schnäppchenjagd gehen.

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