
Finanzangaben des US Office of Government Ethics zeigen, dass die Anlagekonten von Präsident Donald Trump in diesem Jahr über 6.100 Transaktionen vorgenommen haben.
Zwar werden diese Konten von unabhängigen „Third‑Party“-Managern verwaltet – ihre Entscheidungen bieten jedoch einen faszinierenden Einblick in das aktuelle KI-Spielbuch der Wall Street.
Der auffälligste Trend? Trumps Manager sind systematisch Nettoverkäufer des Speicherchip-Unternehmens Micron (MU), während sie aggressiv Anteile des KI‑Führers Nvidia (NVDA) aufgebaut haben.
Für Privatanleger, die sich in der volatilen KI‑Landschaft zurechtfinden wollen, wirft diese Divergenz in einem prominenten Portfolio eine zentrale Frage auf: Warum zieht man 2026 einen Technologie‑Giganten dem anderen vor?
Warum Trumps Manager Micron-Aktien verkaufen
Dass Trumps Manager MU‑Aktien abstoßen, hat wahrscheinlich nichts mit finanzieller Schwäche oder strukturellen Problemen zu tun.
Schließlich meldete der Speicherchipspezialist kürzlich beeindruckende Q3‑Ergebnisse – mit einem mehr als vierfachen Umsatzanstieg auf $41.4 billion, da eine weltweite Knappheit die Preise für Speicherchips verdoppelte.
Micron Technology Inc. dämpft außerdem seine Boom‑und‑Bust‑Zyklen durch den Abschluss mehrjähriger Verträge, die stabile, langfristige Preise sichern.
Dennoch haben Trumps Manager Bestände um bis zu $116,000 reduziert, wahrscheinlich weil Micron eine überzogene Bewertung erreicht hat.
Da erwartet wird, dass das Speicherangebot bis 2028 die Nachfrage einholt, rechnet die Wall Street mit einer möglichen Preisbereinigung. Das veranlasste versierte Manager dazu, massive Gewinne zu sichern, bevor die zyklische Abkühlung einsetzt.
Das gesagt, Wall‑Street‑Analysten bleiben wie eh und je bullisch für die Micron‑Aktie in den nächsten 12 Monaten.
Das Konsens‑Rating für MU bleibt bei „Kaufen“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von $1,579, so das WSJ, was ein Potenzial von fast 60% gegenüber dem aktuellen Niveau signalisiert.
Warum Trumps Manager Nvidia-Aktien aufstocken
Obwohl NVDA‑Aktien in diesem Jahr für einen KI‑Liebling vergleichsweise verhalten waren, haben die Trump‑Konten Aktien im Wert von bis zu $3.7 million gekauft.
Warum? Vielleicht, weil das Unternehmen nach wie vor der unangefochtene Goldstandard für KI‑Infrastruktur ist – mit über 80% Anteil am Accelerator‑Markt.
Sein jüngster Finanzbericht wies einen spektakulären Umsatzsprung von 85% auf, auf knapp unter $82 billion, getrieben von hoher Nachfrage aus Rechenzentren.
Außerdem sind Nvidias Chips am effizientesten und bringen für Kunden die niedrigsten Betriebskosten pro Token.
Da die ultra‑leistungsfähige Vera‑Rubin‑Plattform in die Serienproduktion geht und der neue RTX Spark Superchip kurz davorsteht, den PC‑Markt zu verändern, sehen Investmentmanager die Nvidia‑Aktie wahrscheinlich als einen sichereren, dominanteren langfristigen Wachstumswert, zumal das erwartete Bewertungsvielfache derzeit deutlich unter den historischen Durchschnittswerten liegt.
Auch die Wall‑Street‑Häuser sind in Bezug auf Nvidia‑Aktien ebenso bullisch.
Das Konsens‑Rating bleibt bei „Kaufen“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa $314, was ein Aufwärtspotenzial von rund 50% ab hier signalisiert.
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