
Pop Marts jüngste Ergebnisse haben eine Neubewertung der Unternehmensbewertung ausgelöst, da Anleger weniger auf das Schlagzeilenwachstum und mehr auf die Abhängigkeit des Unternehmens von einer einzigen Figur achten.
Die Aktien des in Peking ansässigen Spielzeugherstellers fielen am Mittwoch um mehr als ein Fünftel, obwohl er starke Zahlen vorlegte.
Die Reaktion deutet auf Sorgen hin, ob das Unternehmen das durch Labubu getriebene Momentum aufrechterhalten kann, einem sammelbaren Plüschcharakter, der seine Expansion befeuert hat.
Da das Wachstum im letzten Quartal nachließ und neuere Figuren noch nicht dieselbe Größenordnung erreicht haben, belasten Zweifel an der Nachfrage zunehmend die Stimmung.
Starke Ergebnisse heben die Stimmung nicht
Pop Mart meldete für 2025 einen Jahresumsatz von 37,1 Milliarden Yuan (rund 5,4 Mrd. $), was einem Anstieg von 185 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Zahl lag leicht unter den LSEG-Schätzungen von 38 Milliarden Yuan.
Der Nettogewinn stieg auf 12,8 Milliarden Yuan, mehr als vervierfacht im Jahresvergleich und über den Prognosen von 12,6 Milliarden Yuan.
Trotz dieser Zahlen blieb die Marktreaktion negativ.
Anleger reagierten auch auf die Senkung der Ausschüttungsquote auf 25 % von 35 % im Vorjahr.
Labubu führt zu Umsatzkonzentration
Die Umsatzstruktur des Unternehmens macht seine Abhängigkeit von Labubu deutlich.
The Monsters, eine IP‑Familie, zu der der Charakter Labubu gehört, trug 2025 38 % zum Gesamtumsatz bei, nach 23 % ein Jahr zuvor.
Während andere Produktlinien gewachsen sind, bleiben sie kleinere Umsatzträger.
Die Verkäufe von Skullpanda mehr als verdoppelten sich auf 3,54 Milliarden Yuan, während Crybaby und Dimoo sich jeweils etwa verdreifachten.
Neuere Figuren wie Twinkle Twinkle und Hirono erzielten 2,06 Milliarden Yuan bzw. 1,74 Milliarden Yuan.
Diese Zahlen liegen jedoch weiterhin unter dem Beitrag der Monsters‑Franchise, die 14,2 Milliarden Yuan beisteuerte.
Die Konzentration der Umsätze auf eine einzelne Franchise hat Fragen aufgeworfen, ob Pop Mart den Erfolg von Labubu auf ein breiteres Portfolio übertragen kann.
Investoren uneins über Tragfähigkeit des Wachstums
Der Gewinnbericht hat die Kluft unter den Anlegern weiter verstärkt.
Einige konzentrieren sich weiterhin auf die Fähigkeit des Unternehmens, geistiges Eigentum zu monetarisieren und international zu expandieren.
Andere sind vorsichtiger und verweisen auf Risiken im Zusammenhang mit Produktzyklen und sich ändernden Verbraucherpräferenzen.
Die jüngsten Ergebnisse haben diese Bedenken nicht ausgeräumt.
Das verlangsamte Abschneiden gegen Jahresende verstärkt die Ansicht, dass die Nachfrage, die an eine einzelne Figur gebunden ist, möglicherweise nicht nachhaltig ist.
Während des Ergebnisgesprächs betonte CEO Wang Ning, dass das Portfolio des Unternehmens über Labubu hinausgehe, und hob die Entwicklung neuer Figuren hervor.
Die Marktreaktion deutet jedoch darauf hin, dass Anleger weiterhin unüberzeugt sind.
Rally lässt nach, Stimmung schwächt sich
Der jüngste Rückgang von Pop Mart folgt einer Phase von Kursgewinnen, die die Bewertung in die Höhe getrieben hatten.
Die Aktie hat sich seit ihrem August‑Hoch um etwa 50 % zurückgezogen, nachdem sie 2024 um mehr als 340 % gestiegen und im vergangenen Jahr fast 110 % zugelegt hatte.
Der Ausverkauf spiegelt auch eine breitere Stimmungsverschiebung wider, die sich in den letzten Monaten aufgebaut hat.
Anleger, die auf einen Rückgang der Aktie gesetzt und Short‑Positionen aufgebaut hatten, begannen Anfang dieser Woche, diese Positionen aufzulösen, was die Volatilität zusätzlich erhöhte.
Mit nachlassendem Momentum hat sich der Fokus von der Expansion hin zur Frage der Nachhaltigkeit der Nachfrage und zur Fähigkeit des Unternehmens verlagert, mehrere Franchises aufzubauen.
Vorerst bleibt Labubu zentral für die Geschichte, und diese Konzentration beeinflusst, wie Anleger die Bewertung von Pop Mart einschätzen.
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