
Der Platinpreis stieg am Dienstag leicht an, blieb jedoch vor den US-CPI-Daten innerhalb einer Spanne. Obwohl Anleger weiterhin vorsichtig sind, haben nachlassende Wetten auf eine Zinserhöhung im September den Edelmetallen Unterstützung gegeben.
In den folgenden Sitzungen werden Angst, etwas zu verpassen (FOMO), vorsichtiges Trading und technische Momentum eine Rolle spielen. Dies wird die Stabilität der wichtigen Widerstandsniveaus bei $1,800 und $1,830 prüfen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notierte der Platinpreis bei $1,776.
Platinpreis konsolidiert vor den US-CPI-Daten
Der Platinpreis stieg leicht an, nachdem die Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September nachgelassen hatten. Technische Indikatoren und fundamentale Faktoren deuten jedoch weiterhin auf vorsichtiges Trading in nächster Zeit hin.
In dieser Woche richtet sich der Markt besonders auf die US-Inflationsdaten, um Hinweise auf den weiteren Zinskurs der Fed zu erhalten. Anleger erwarten insbesondere die Zahlen zum US-Verbraucherpreisindex (CPI), die am Mittwoch veröffentlicht werden sollen. Dies folgt auf die überraschenden Arbeitsmarktdaten, die den US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni drückten.
Ende letzter Woche fiel der Greenback auf ein Sieben-Wochen-Tief als Reaktion auf die negative Überraschung im Nonfarm-Payrolls-Bericht. Die Nettobeschäftigung ging im Juli um 23k zurück, statt wie erwartet um 80k zu steigen. Dies ergänzt die deutliche Abwärtsrevision der Stellengewinne der beiden vorangegangenen Monate.
Vor den US-Inflationsdaten scheint der Markt seine Hoffnungen auf eine Fed-Zinserhöhung im September zurückgefahren zu haben. Die nachlassenden Wetten haben dem Platinpreis und anderen zinslosen Edelmetallen Unterstützung geliefert. Tatsächlich liegt der Fear-&-Greed-Index, der die Marktstimmung misst, mit 65 am gierigen Ende der Skala. Zum Vergleich: In der vorherigen Sitzung stand der Index bei 64 und vor einer Woche bei 59.
Dennoch bleiben Anleger vor den US-CPI-Daten vorsichtig. Der Markt rechnet mit Zahlen, die zeigen werden, dass die Inflation etwas nachlässt. Mit nachlassendem Gegenwind wird der Platinpreis voraussichtlich seitwärts tendieren, bis die Bullen genügend Momentum gesammelt haben, um wichtige Widerstandsniveaus zu durchbrechen.
Platinpreis technische Analyse
Der Platinpreis konsolidierte zu Beginn des Dienstags, während Anleger auf weitere Orientierung durch die US-CPI-Daten dieser Woche warten. Trotz der leichten Entspannung liegt er nahe dem vor knapp einer Woche markierten Sieben-Wochen-Hoch.
Einerseits stützt die Angst, bei einem möglichen Ausbruch etwas zu verpassen, das Asset. Andererseits scheuen sich Anleger offenbar, vor den entscheidenden Inflationsdaten große Wetten einzugehen.
Ein Blick auf das Daily-Chart deutet in unmittelbarer Zeit auf Seitwärtsbewegungen hin, da $1,790 ein starker Widerstand bleibt. Damit wird die Handelsspanne zwischen diesem Widerstand und der Unterstützung entlang des 50-Tage-EMA bei $1,707 eingegrenzt.
Obwohl ein Ausbruch möglich ist, deuten die technischen Indikatoren auf stabilen Widerstand hin. Beispielsweise liegt der mittelfristige 50-Tage-EMA seit der Ausbildung des bärischen Todeskreuzes Mitte März über dem kurzfristigen 25-Tage-EMA. Zudem könnte ein RSI von 59 Gewinne an entscheidenden Widerstandsniveaus begrenzen.
Jenseits des aktuellen Widerstands von $1,790 werden die Bullen einen Sprung über die psychologisch wichtige Zone von $1,800 anstreben. Mögliche Gewinne dürften jedoch bei $1,830 gebremst werden.
Auf der Kehrseite könnte ein Rückgang unter das Unterstützungsniveau der Spanne bei $1,707 die Unterstützung entlang des 25-Tage-EMA bei $1,675 oder tiefer bei $1,630 aktivieren.
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