Der Persimmon-Aktienkurs ist in diesem Jahr eingebrochen, da mehrere große Gegenwinde zusammengekommen sind. PSN rutschte am Dienstag auf 1,075p ab, deutlich unter dem Jahreshoch von 1,550p. Dieser Rückgang folgte auf das schwache Trading-Statement von Taylor Wimpey, seinem wichtigsten Konkurrenten.

Persimmon-Aktie fällt, da Herausforderungen im Wohnungsbau fortbestehen

Taylor Wimpey, ein führender US-Hausbauer, veröffentlichte ein Trading-Statement, das in der Branche für Erschütterungen sorgte. Darin wies das Unternehmen auf sein langsames Umsatzwachstum hin, möglicherweise weil die Hypothekenzinsen auf einem erhöhten Niveau verharren.

Gleichzeitig teilte das Unternehmen mit, dass sein Geschäft aufgrund des andauernden Kriegs im Iran mit höheren Kosten konfrontiert ist. Treibstoff- und andere Kosten sind stark gestiegen, was die Profitabilität beeinträchtigt.

Weitere Unternehmen in dieser Branche sehen sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber, die anhalten könnten, da die Ölpreise stark steigen. Daten zeigen, dass Brent bzw. West Texas Intermediate (WTI) auf über $110 bzw. $100 gestiegen sind. Auch die Arbeitskosten sind in diesem Jahr weiter gestiegen.

Die stark gestiegenen Preise bedeuten, dass die britische Inflation auf einem erhöhten Niveau bleiben wird, was die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch die Bank of England (BoE) erhöht. Ökonomen erwarten, dass die Bank die Zinsen morgen (30. April) unverändert lässt, aber einen restriktiven Ton beibehält.

Gleichzeitig sind die Hauspreise in den vergangenen Monaten eingebrochen, da die Nachfrage nachließ. Im Fall von Taylor Wimpey sanken die Hauspreise im letzten Quartal um 1%.

Die aktuellsten Zahlen zeigten, dass Persimmon letztes Jahr trotz der erheblichen Herausforderungen gut abgeschnitten hat. Es verkaufte 11,905 Häuser zu einem durchschnittlichen Preis von £278k, deutlich mehr als £268k ein Jahr zuvor. Auch der operative Gewinn stieg auf £478 Millionen von zuvor £405 Millionen. 

Der nächste wichtige Katalysator für den Persimmon-Aktienkurs wird das Trading-Statement am Donnerstag sein. Dieser Bericht wird mehr Informationen zum Geschäft liefern und dazu, wie das Management mit den gestiegenen Kosten umgeht.

Der Kurs wird zudem auf die bevorstehende Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) am Donnerstag reagieren. Ökonomen gehen davon aus, dass die Bank die Zinsen bei 3.75% unverändert lässt, da die Inflation weiter steigt.

Technische Analyse des Persimmon-Aktienkurses

PSN-Aktienkurschart | Quelle: TradingView

Das Drei-Tage-Diagramm zeigt, dass der PSN-Kurs von einem Hoch von 1,548p im Februar auf aktuell 1,074p gefallen ist. Der Supertrend-Indikator ist bereits von Grün auf Rot umgeschlagen, ein Zeichen dafür, dass die Bären das Ruder behalten.

Die Aktie liegt zudem unter dem 100-Tage-Durchschnitt, ebenfalls ein Hinweis auf die Dominanz der Bären. Außerdem sind der Relative Strength Index (RSI) und andere Oszillatoren weiter gefallen.

Daher wird die Aktie voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise bis zur wichtigen Unterstützungsmarke bei 1,000p. Ein Bruch unter diese Unterstützung würde auf weiteres Abwärtspotenzial hinweisen, möglicherweise bis 900p. 

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