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Occidental Petroleum (OXY) hat gerade seinen bisher größten Emissionszertifikatsvertrag mit dem Technologiegiganten Microsoft (MSFT) unterzeichnet. Gemäß dem Vertrag wird der amerikanische Ölproduzent in den nächsten 6 Jahren eine halbe Million Emissionszertifikate an Microsoft verkaufen. Der genaue Dollarbetrag des Vertrags wurde noch nicht bekannt gegeben.

Der Bedarf der großen Technologieunternehmen an Emissionszertifikaten

Die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz haben den großen Technologieunternehmen in den letzten Jahren Auftrieb gegeben. Doch dieser Aufschwung hat seinen Preis: höhere CO2-Emissionen.

Die Emissionen von Microsoft sind in den letzten 4 Jahren um 33 % gestiegen. Die Emissionen von Google sind in den letzten 5 Jahren um 50 % gestiegen. Beide Unternehmen haben ehrgeizige Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2030, was bedeutet, dass sie nach Lösungen suchen müssen, um ihre Emissionen schnell auszugleichen.

Die Kohlenstoffentfernungstechnologie ist noch relativ neu und für manche noch nicht effizient genug, um ernst genommen zu werden. Die fragliche Technologie ist Direct Air Capture (DAC), das im Prozess zu viel Energie verbraucht und daher recht teuer ist.

Im Moment ist das eher ein Problem für OXY und weniger für die Technologieunternehmen, die den KI-Trend ausnutzen.

OXY expandiert in das Kohlendioxidmanagement

OXY hat vor einigen Jahren erkannt, dass die Entfernung von Kohlenstoffdioxid eine lukrative Geschäftsmöglichkeit sein kann. Aus diesem Grund hat das Unternehmen das Kohlenstoffmanagementunternehmen 1PointFive übernommen.

Es handelt sich um ein wachsendes Unternehmen, das derzeit vom KI-Boom profitiert, wenn auch auf unerwartete Weise. Im September letzten Jahres unterzeichnete das Unternehmen einen ähnlichen Vertrag mit Amazon über 250.000 Emissionsrechte über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Die Unternehmensleitung ist trotz aller Kritik zuversichtlich, dass ihre Technologie zur CO2-Entfernung Unternehmen dabei helfen wird, ihre Klimaziele zu erreichen.

Der Energiebedarf der gesamten Technologiebranche steigt und wir sind davon überzeugt, dass die direkte Luftabscheidung (Direct Air Capture, DCA) hervorragend geeignet ist, um Rest-Emissionen zu beseitigen und die Klimaziele zu erreichen.

Michael Avery, Präsident und GM 1PointFive

1PointFive rechnet damit, den Preis pro Tonne CO2-Entfernung um 50 % von derzeit 800 auf 1.200 Dollar pro Tonne zu senken. Wenn das Unternehmen das schafft, werden viele Kritiker verstummen und Unternehmen auf der ganzen Welt dabei helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu kontrollieren.

Die im Rahmen des Microsoft-Deals verkauften Gutschriften stammen aus OXYs erstem DAC-Projekt in West-Texas. Es trägt den Namen „Stratos“ und wird die weltweit größte Direct Air Capture-Anlage sein, wenn sie irgendwann im nächsten Jahr in Betrieb geht.

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