options data reveals how oracle stock may respond to q4 earnings

Oracle (ORCL)-Aktien stehen im Fokus vor den Q4-Ergebnissen des KI(Infrastruktur)-Anbieters, die morgen, 10. Juni, nach Börsenschluss veröffentlicht werden. 

Der Konsens geht davon aus, dass das Unternehmen bereinigte Gewinne je Aktie (EPS) von $1,96 auf 19,1 Milliarden USD (ca. 16,7 Milliarden €) Umsatz melden wird – rund 20% Wachstum beim Umsatz und 15% beim Ergebnis.

Vor dem Quartalsbericht gilt die Oracle-Aktie als signifikanter „Outperformer“ und liegt derzeit fast 50% über ihrem jüngsten Tief von etwa $137.

Wohin Optionsdaten auf eine Entwicklung der Oracle-Aktie hindeuten

Wie zu sehen ist, hat das in Austin ansässige Unternehmen in den vergangenen Monaten bereits einen rasantem Anstieg erlebt, doch der Derivatemarkt glaubt, dass noch nicht alle Potenziale erschöpft sind. 

Das Put‑Call‑Verhältnis für Kontrakte mit Verfall am 12. Juni (einen Tag nach den Ergebnissen) liegt zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 0,46 und signalisiert damit eine starke bullische Schieflage.

Der obere Ausübungspreis dieser Kontrakte liegt derzeit bei rund $224, was darauf hindeutet, dass ORCL-Aktien nach der Quartalsmeldung mehr als 10% über dem aktuellen Niveau notieren könnten.

Auch die technische Lage spricht für anhaltende Dynamik: Oracle notiert deutlich über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs), und ein RSI im niedrigen 50er-Bereich deutet auf noch vorhandenes Aufwärtspotenzial, bevor „überkauft“ erreicht wird.

Warum ORCL-Aktien risikobehaftet sein können

Bullen verweisen auf Oracles 553 Milliarden USD (ca. 482,4 Milliarden €) verbleibendes Auftragsvolumen (RPO) – doch Skeptiker beobachten etwas weitaus Beunruhigenderes: die Bilanz.

Die langfristigen Verbindlichkeiten des Riesen sind auf über 124 Milliarden USD (ca. 108,2 Milliarden €) gestiegen, die Zinsaufwendungen kletterten um 32% im Jahresvergleich, und der nachlaufende freie Cashflow liegt bei einem stark negativen 24,7 Milliarden USD (ca. 21,5 Milliarden €).

Um sein Capex-Programm von 50 Milliarden USD (ca. 43,6 Milliarden €), deutlich mehr als die 12,1 Milliarden USD (ca. 10,6 Milliarden €) im vergleichbaren Neunmonatszeitraum des Vorjahres, zu finanzieren, kündigte Oracle im Februar Pläne an, bis zu 50 Milliarden USD (ca. 43,6 Milliarden €) über Anleihen und wandelbare Vorzugsaktien aufzubringen.

Das Unternehmen hat außerdem zusätzliche Rechenzentrums-Mietverpflichtungen in Höhe von 261 Milliarden USD (ca. 227,7 Milliarden €) offengelegt, die noch nicht in der Bilanz abgebildet sind.

Die Current Ratio hat sich naturgemäß deutlich verschlechtert und fiel auf 0,62, was bedeutet, dass kurzfristige Verbindlichkeiten nun die kurzfristigen Vermögenswerte deutlich übersteigen.

Jede nennenswerte Abschwächung der KI‑Nachfrage, eine Störung in der GPU‑Lieferkette oder ein Bonitäts-/Finanzierungsereignis könnte somit Oracles Wachstumsnarrativ in eine schmerzhafte Entschuldungsgeschichte verwandeln.

Wie ist die Konsensmeinung zu Oracle Corp?

Abgesehen von den Verschuldungsbedenken ist das fundamentale Momentum jedoch schwer zu ignorieren. Q3 war das erste Quartal seit über 15 Jahren, in dem das Unternehmen gleichzeitig organisches Wachstum von über 20% beim Umsatz und beim Ergebnis verzeichnete.

Deshalb bleiben die Wall‑Street‑Häuser vor den Ergebnissen so bullisch wie eh und je gegenüber ORCL.

Die Konsensbewertung für den KI‑Infrastruktur‑Anbieter lautet derzeit „Strong Buy“ – das durchschnittliche Kursziel von $254 weist ein Potenzial von fast 25% vom aktuellen Niveau aus.

Zudem macht eine Dividendenrendite von knapp 1% Oracle Corp als langfristige Anlage noch attraktiver.

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