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Wie Bloomberg berichtete, hat Ola Electric über 1000 Mitarbeiter und Vertragsarbeiter entlassen, um steigende Verluste einzudämmen.

Die Kürzungen betreffen mehrere Abteilungen, darunter Beschaffung, Fulfillment, Kundenbeziehungen und Ladeinfrastruktur.

Dies ist die zweite große Entlassungsrunde innerhalb von weniger als fünf Monaten, nachdem im November bereits rund 500 Mitarbeiter entlassen wurden.

Die jüngsten Stellenstreichungen betreffen über ein Viertel der 4.000 Mitarbeiter von Ola (Stand März 2024), wobei die Einbeziehung von Vertragsarbeitern bedeutet, dass die tatsächlichen Auswirkungen größer sind als öffentlich bekannt gegeben.

„Wir haben unsere Front-End-Prozesse restrukturiert und automatisiert, wodurch wir die Margen verbessert, Kosten gesenkt und das Kundenerlebnis gesteigert haben, während gleichzeitig redundante Rollen abgeschafft wurden“, sagte ein Ola-Sprecher.

Das Unternehmen bestätigte jedoch nicht die Gesamtzahl der betroffenen Mitarbeiter.

Der Aktienkurs von Ola Electric Mobility fiel am Montag um mehr als 5 %. In den letzten sechs Monaten ist die Aktie um über 52 % gefallen.

Restrukturierungsmaßnahmen und Automatisierung treiben voran

Im Rahmen seiner Umstrukturierung automatisiert Ola Electric mehrere Aspekte seiner Kundendienstprozesse.

Das Unternehmen überarbeitet außerdem seine Logistik- und Lieferstrategie, was zu Stellenabbau in seinen Ausstellungsräumen, Servicezentren und Lagerbetrieben geführt hat.

Laut dem Bloomberg-Bericht sagten mit der Angelegenheit vertraute Quellen, dass sich die Entlassungspläne des Unternehmens je nach Geschäftsanforderungen ändern könnten.

Steigende Verluste und behördliche Überprüfung

Ola Electric, unterstützt von der SoftBank Group, kämpft mit mehreren Herausforderungen.

Das Unternehmen meldete für das Dezemberquartal einen Verlustanstieg von 50 %, was seine finanzielle Lage weiter verschärfte.

Darüber hinaus ist es in den letzten Monaten aufgrund verschiedener Probleme in den Fokus der indischen Marktaufsichtsbehörde und der Verbraucherschutzbehörden geraten.

Die Aktien des Unternehmens sind seit dem mit Spannung erwarteten Börsengang im August um mehr als 60 % von ihrem Höchststand gefallen.

Einst unangefochtener Marktführer im indischen Elektroscooter-Markt, hat Ola stetig an Boden gegenüber der Konkurrenz verloren.

Im Dezember überholte Bajaj Auto Ola Electric als Marktführer und verdrängte es laut staatlichen Fahrzeugzulassungsdaten auf den dritten Platz hinter TVS Motor Co. und einem weiteren Konkurrenten.

Branchenanalysten nennen zunehmende Kundenbeschwerden, Bedenken hinsichtlich der Produktqualität und servicebezogene Probleme als Schlüsselfaktoren, die zum sinkenden Marktanteil von Ola beitragen.

Berichte deuten darauf hin, dass das Unternehmen monatlich bis zu 80.000 Kundenbeschwerden bearbeitet hat.

Umsatzrückgang und Anlegerbedenken

Am Freitag meldete Ola Electric den Verkauf von über 25.000 Einheiten im Februar und sicherte sich damit einen Marktanteil von 28 %.

Dies liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem monatlichen Verkaufsziel von 50.000 Einheiten, das CEO Bhavish Aggarwal zuvor als notwendig für das Erreichen der Gewinnschwelle des Unternehmens bezeichnet hatte.

Anfang Februar warnte das Unternehmen die Anleger, dass seine Fahrzeugzulassungen beeinträchtigt würden, da es Lieferantenverträge neu verhandelte, um Kosten zu senken und die Effizienz zu verbessern.

Ola Electric hatte zuvor eine ehrgeizige Expansionsstrategie verfolgt und im Dezember in einem einzigen Verkaufsstellen-Eröffnungsschub 3.200 Filialen eröffnet, um seine Präsenz zu stärken und die wachsende Frustration der Kunden über Serviceverzögerungen zu beheben.

Trotz dieser aggressiven Expansionsbemühungen sah sich Ola jedoch weiterhin mit operativen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert.

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