
Die offenen Stellen in den USA blieben im Mai auf einem höher als erwarteten Niveau stabil und verstärken damit die Anzeichen, dass der Arbeitsmarkt trotz anhaltender Unsicherheit hinsichtlich des Wirtschaftswachstums und der Einstellungen widerstandsfähig bleibt.
Die Zahl der verfügbaren Stellen lag im Mai bei 7,6 Millionen, unverändert zum Vormonat, aber über den Erwartungen der Ökonomen von 7,3 Millionen, wie die jüngste Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS) des US Bureau of Labor Statistics am Dienstag ergab.
Der Wert folgt auf einen starken Anstieg um 731.000 Stellen im April, der die offenen Stellen auf den höchsten Stand seit Mai 2024 trieb.
Die jüngsten Zahlen deuten darauf hin, dass die Arbeitsnachfrage gesund geblieben ist, wobei verfügbare Stellen weiterhin die Zahl der Arbeitslosen übersteigen.
Zahl offener Stellen im Großhandel steigt
Der Bericht zeigte bei wichtigen Indikatoren des Arbeitsmarkts kaum Veränderungen.
Die offenen Stellen stiegen im Großhandel um 71.000 und gehörten damit zu den wenigen Sektoren mit einem signifikanten Zuwachs im Monat.
Die Einstellungen blieben im Mai unverändert bei 5,2 Millionen, während die Einstellungsrate bei 3,3 % stabil blieb.
Die Neueinstellungen stiegen im Bereich der US-Bundesverwaltung moderat, dort schufen Arbeitgeber 11.000 Stellen.
Auch die Gesamtzahl der Abgänge blieb stabil bei 5,1 Millionen, die Abgangsquote unverändert bei 3,2 %.
Das Bureau of Labor Statistics teilte mit, dass die Abgänge branchenübergreifend größtenteils unverändert waren.
Innerhalb der Abgänge blieben die freiwilligen Kündigungen bei 3,1 Millionen stabil, womit die Quote der freiwilligen Kündigungen bei 1,9 % lag.
Da freiwillige Kündigungen typischerweise widerspiegeln, dass Arbeitnehmer freiwillig Stellen verlassen, gilt diese Kennzahl oft als Maß für das Vertrauen der Beschäftigten, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.
Die freiwilligen Kündigungen stiegen im Bereich der Bundesverwaltung leicht und nahmen im Monat um 4.000 zu.
Entlassungen und betriebsbedingte Kündigungen zeigten ebenfalls kaum Bewegung; sie blieben bei 1,7 Millionen, die Quote unverändert bei 1,1 %.
Eine bemerkenswerte Ausnahme war der Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung, in dem Entlassungen um 42.000 zurückgingen.
Antragsdaten untermauern Stärke des Arbeitsmarkts
Der JOLTS-Bericht ergänzt eine Reihe jüngster Indikatoren, die darauf hindeuten, dass sich der US-Arbeitsmarkt nach Anzeichen einer Abschwächung im vergangenen Jahr wieder stabilisiert hat.
Die Daten zu den Arbeitslosenanträgen der vergangenen Woche deuteten ebenfalls auf anhaltende Widerstandskraft hin.
Die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenleistungen sanken laut Arbeitsministerium in der Woche zum 20. Juni um 12.000 auf saisonbereinigte 215.000.
Von Reuters befragte Ökonomen hatten insgesamt 225.000 Anträge erwartet.
Obwohl die wöchentlichen Anträge in diesem Jahr nahe dem oberen Ende ihres Bereichs von 190.000 bis 230.000 geblieben sind, sagen Ökonomen, es habe keine nennenswerte Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen gegeben.
Die Daten deuten außerdem darauf hin, dass Arbeitgeber großflächige Entlassungen weitgehend vermieden haben, trotz steigender Kosten im Zusammenhang mit dem US-geführten Konflikt mit dem Iran.
Gleichzeitig bleiben Unternehmen beim Einstellen vorsichtig, was darauf hindeutet, dass sie weiterhin ihre Personalbedürfnisse gegen eine unsichere wirtschaftliche Aussicht abwägen und dabei weitgehend an bestehenden Beschäftigten festhalten.
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