
Der NVIDIA-Aktienkurs ist in diesem Jahr eingebrochen, und die Lage könnte sich in den kommenden Wochen verschärfen, nachdem er auf ein entscheidendes Unterstützungsniveau gefallen ist.
NVDA fiel am Montag auf ein Tief von $172, das einem Rückgang von 17,65% gegenüber seinem Höchststand 2025 entspricht.
Es gibt Anzeichen dafür, dass sich dieses Jahr technische Indikatoren und Fundamentaldaten widersprechen.
Technische Analyse des NVIDIA-Aktienkurses deutet auf starken Einbruch hin
Der Tages-Chart zeigt, dass der NVDA-Kurs vom Allzeithoch von $212 auf aktuell $175 gefallen ist.
Ein genauerer Blick zeigt, dass die Aktie die riskante Kopf-Schulter-Formation ausgebildet hat, ein gängiges bärisches Umkehrsignal in der technischen Analyse.
Sie schwankt nun in der Nähe der Nackenlinie dieser Formation.
Die Aktie ist bereits unter das 23,6% Fibonacci-Retracement-Level bei $182 gefallen.
Sie liegt außerdem unter den 50-Tage- und 100-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA).
Daher deutet die technische Analyse auf einen starken bärischen Durchbruch in den kommenden Tagen hin, potenziell bis zum 38,2% Fibonacci-Retracement-Level bei $164.
Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde auf weiteres Abwärtspotenzial bis zum 50% Retracement-Level bei $150 hinweisen.

NVDA-Aktienchart | Quelle: TradingView
NVIDIA verfügt über einige der besten Fundamentaldaten
Die bärische Kursprognose für NVIDIA erfolgt trotz der Tatsache, dass das Unternehmen zu den fundamentaldatenstärksten in den USA zählt.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Geschäft des Unternehmens weiterhin gut lief, mit einem Umsatzanstieg von 72% auf $67 Milliarden.
Es ist selten, dass ein vor 33 Jahren gegründetes Unternehmen ein derartiges Umsatzwachstum erzielt.
Wichtig ist, dass das Unternehmen noch Wachstumspotenzial hat. In einer jüngsten Ansprache erklärte Jensen Huang, dass das Unternehmen bis 2027 einen Umsatz von über $1 Billion erzielen werde, gestützt durch seine Vera Rubin- und Blackwell-Chips.
Ein weiterer Reuters-Bericht ergab, dass Amazon plane, eine Bestellung über 1 Million Chips für seine Rechenzentren aufzugeben.
Das ist bedeutsam, da Amazon bereits eigene Chips entwickelt.
Dementsprechend ist das Management der Ansicht, dass NVIDIAs Chips gegenüber intern entwickelten Halbleitern einen Vorteil haben.
Die führenden Technologieunternehmen in den USA, wie Meta Platforms, Google und Microsoft, planen in diesem Jahr Investitionen in Sachanlagen (Capital Expenditure) von mehr als $650 Milliarden.
Viele weitere Unternehmen wie CoreWeave, Nebius, IREN und Bitfarms geben Milliarden für Capex aus, wobei ein Großteil in NVIDIA-Chips fließt.
Unterdessen plant Präsident Donald Trump, China entweder im April oder im Mai zu besuchen.
Einer der Tagesordnungspunkte wird die Verbesserung der Handelsbeziehungen zwischen beiden Seiten sein, wobei NVIDIA möglicherweise erwähnt wird.
Eine US-Entscheidung, den Verkauf von NVIDIA-Chips nach China zuzulassen, wäre bedeutend, da die Nachfrage nach seinen GPUs hoch bleibt.
Vor allem ist NVIDIA zu einem der am stärksten unterbewerteten Unternehmen an der Wall Street geworden.
Daten von Seeking Alpha zeigen, dass das Unternehmen mit dem 20-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt wird, weniger als der Durchschnitt des S&P 500 Index von 23.
Sein Forward-PEG-Verhältnis liegt nun bei 0,50, ebenfalls unter dem Sektormedian von 1,24.
Das Unternehmen weist eine der besten Rule-of-40-Kennzahlen auf, bedingt durch eine Gewinnmarge von 53% und ein erwartetes Umsatzwachstum von über 60%.
Das ergibt einen Rule-of-40-Wert von 113%, was eine Kombination aus Wachstum und hohen Margen widerspiegelt.
Daher ist die wahrscheinlichste Kursprognose für NVIDIA auf Basis der technischen Analyse moderat bärisch.
Die Aktie dürfte sich später in diesem Jahr erholen, wenn sich die Fundamentaldaten verbessern.
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