Mit Helus Pharma hat der No Brainer Club erneut gezeigt, wie konsequentes Risikomanagement und diszipliniertes Handeln bei Biotech-Investments langfristig den Unterschied machen können.

Bereits im Herbst 2025 erfolgte der initiale Einstieg des Anlegerclubs – damals noch unter dem Namen Cybin – zu Kursen um 6,50 US-Dollar. Kurz zuvor hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 175 Millionen US-Dollar zu 6,51 US-Dollar je Aktie abgeschlossen und sich damit die Finanzierung seiner wichtigsten klinischen Programme gesichert. Im Fokus standen die Phase-2-Studie von HLP004 (damals CYB004) bei generalisierter Angststörung sowie das bereits laufende Phase-3-Programm von HLP003 (damals CYB003) bei schwerer Depression.

Gewinne vor dem ersten großen Katalysator realisiert

Im Vorfeld der Phase-2-Daten von HLP004 stieg die Aktie auf über 8 US-Dollar. Diesen Anstieg nutzten wir konsequent und trennten uns von dem Großteil unserer Position. Lediglich gut ein Fünftel des ursprünglichen Investments blieb als spekulative Restposition für den bevorstehenden Daten-Readout im Depot.

Eine Entscheidung, die sich unmittelbar auszahlte.

Denn die im März veröffentlichten Phase-2-Ergebnisse fielen gemischt aus. Zwar zeigte der 20-mg-Arm mit einer Verbesserung des HAM-A-Scores um 10,4 Punkte eine klinisch relevante Wirkung, aufgrund der sehr kleinen Studiengröße mit lediglich 36 Patienten gelang jedoch keine überzeugende Abgrenzung gegenüber dem 2-mg-Kontrollarm. Entsprechend blieb offen, wie groß der tatsächliche Beitrag von HLP004 war. Die Börse reagierte enttäuscht und schickte die Aktie deutlich nach unten.

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Antizyklischer Nachkauf in der Schwäche

Während viele Investoren nach dem Kurssturz das Handtuch warfen, nutzten wir die Schwäche gezielt aus.

Zwischen 4 und 5 US-Dollar bauten wir unsere Position wieder deutlich aus. Ausschlaggebend war dabei nicht HLP004, sondern das aus unserer Sicht wesentlich wichtigere Phase-3-Programm HLP003. Gleichzeitig hatte sich das regulatorische Umfeld für psychedelische Wirkstoffe in den USA deutlich verbessert. Der regulatorische Anspruch blieb zwar unverändert hoch, dennoch wurde immer klarer, dass Psychedelika inzwischen als ernstzunehmende neue Therapieklasse aktiv unterstützt werden.

Verdopplung genutzt – Risiko erneut reduziert

Mittlerweile notiert Helus Pharma wieder bei über 11 US-Dollar. Gegenüber unserer Nachkaufzone hat sich die Aktie damit mehr als verdoppelt.

Diesen Kursanstieg haben wir erneut konsequent genutzt und die Position bis auf eine kleine Lottoposition für den anstehenden Phase-3-Readout nahezu vollständig verkauft.

Damit wurde der ursprünglich eingesetzte Kapitalbetrag inzwischen mehrfach abgesichert. Für den entscheidenden klinischen Meilenstein bleibt lediglich ein kleiner Teil der aufgelaufenen Gewinne investiert.

Genau so möchten wir binäre Biotech-Situationen spielen: Gewinne konsequent sichern, sobald der Markt die Gelegenheit dazu bietet, und anschließend nur noch einen kleinen Teil des Profits auf den potenziell großen Kurstreiber setzen.

Der große Katalysator steht noch bevor

Der wichtigste Kurstreiber liegt weiterhin vor dem Unternehmen.

Die Rekrutierung der Phase-3-Studie APPROACH mit HLP003 als Zusatztherapie bei schwerer Depression wurde inzwischen vollständig abgeschlossen. Topline-Daten werden weiterhin für Q4 2026 erwartet.

HLP003 verfügt bereits über den Breakthrough-Therapy-Status der FDA und muss nun erstmals seine überzeugenden Phase-2-Ergebnisse in einer großen, kontrollierten Phase-3-Studie bestätigen. Ein positives Ergebnis würde das klinische Risiko erheblich reduzieren und gemeinsam mit der zweiten Phase-3-Studie EMBRACE den Weg in Richtung einer möglichen Zulassung ebnen.

Sollten die Daten überzeugen, halten wir Kurse von über 20 US-Dollar weiterhin für realistisch.

Unabhängig davon, wie der Phase-3-Readout am Ende ausfällt, ist Helus Pharma bereits heute eine weitere NBC-Erfolgsstory. Die Aktie ist zuletzt von 3,76 US$ im Juni bis auf 11,48 US$ am gestrigen Donnerstag  gelaufen – eine Rallye von +205%.

Durch konsequente Teilgewinnmitnahmen vor binären Ereignissen, antizyklische Nachkäufe in Phasen übertriebener Schwäche und erneute Verkäufe nach der Verdopplung konnte der ursprüngliche Kapitaleinsatz mehrfach aus dem Markt genommen werden.

Der verbleibende Restbestand besteht ausschließlich aus Gewinnen und gibt uns die Chance, ohne nennenswertes Kapitalrisiko an einem möglichen großen Phase-3-Erfolg teilzunehmen.

Genau diese Kombination aus Analyse, Geduld und konsequentem Risikomanagement zeichnet den Investmentansatz des No Brainer Club aus.

Tipp: Mitglieder des auf Biotech-Aktien spezialisierten No Brainer Club kommen derzeit aus dem Feiern nicht mehr raus. Du möchtest das Mastermind hinter den NBC-Empfehlungen kennenlernen? Dann sichere Dir jetzt den kostenlosen Newsletter von Biotech-Profi Maximilian Ruth.

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