
Der Nikkei-225-Index erholte sich am Dienstag, da die globalen Aktienmärkte nach den jüngsten Äußerungen von Donald Trump zulegten. Er stieg auf ¥54,145, ein Plus von 5 % gegenüber seinem Tiefpunkt am Montag.
Die Erholung fiel mit dem Rückgang des japanischen Yenund der Anleiherenditen zusammen. Die zehnjährige Rendite sank von 2.219 % am Montag auf 2.18 %.
Rohöl- und Erdgaspreise fallen
Der Rückgang des Nikkei-225-Index erfolgte, als wichtige Rohstoffpreise fielen. Brent, der globale Referenzwert, notierte bei $92, deutlich gesunken gegenüber dem bisherigen Jahreshoch von fast $120.
Auch West Texas Intermediate (WTI) fiel auf $88 von einem Wochenhoch von $120. Erdgas ist zudem um 11 % gegenüber dem Höchststand dieses Monats gefallen.
Die Kursbewegungen traten ein, nachdem Donald Trump am Montag versucht hatte, die Märkte zu beruhigen. In einer Stellungnahme sagte er, seine Kriegsziele lägen im Zeitplan und würden bald enden.
Diese Aussage wurde am selben Tag veröffentlicht, an dem die Washington Post berichtete, dass einige ranghohe israelische Beamte besorgt über den Kriegsverlauf seien.
Ein Ende dieses Krieges würde Japan zugutekommen, einem Land, das ausschließlich auf Energieimporte aus dem Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien und Katar, angewiesen ist.
Es würde auch die Inflation im Land dämpfen und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass die Bank of Japan (BoJ) eine stark restriktive Haltung einnimmt, wie Analysten erwartet hatten.
Dennoch besteht das Risiko, dass die Energiepreise vorerst auf einem höheren Niveau verharren, da Iran signalisiert hat, dass es nicht daran interessiert ist, den Krieg zu den Bedingungen der USA und Israels zu beenden.
Beamte argumentieren, ein solches Ende würde die beiden Staaten dazu anreizen, erneut anzugreifen. Außerdem geht Iran davon aus, dass den beiden Ländern die Ausrüstung zur Verteidigung ausgeht.
Daher dürften Rohöl- und Erdgaspreise in den kommenden Wochen voraussichtlich erhöht bleiben, was sich auf japanische Aktien auswirken wird.
Größte Kursbewegungen in Japan heute
Die meisten japanischen Aktien entwickeln sich heute positiv. Lasertec aus der Halbleiterbranche stach hervor und legte um mehr als 14 % zu, getragen von anhaltender Nachfrage.
Die Aktienkurse von Furukawa Electric und Sumitomo Electric sprangen um mehr als 9 % nach oben. Toyota Tsusho, Komatsu, Japan Steel Works, Fujikura, Nintendo und Mitsubishi Materials gehörten zu den größten Gewinnern mit Zuwächsen von über 5 %.
Weitere Top-Gewinner im Index waren Unternehmen wie Disco Corporation, Kanadevia, Marubeni und Yokohama Rubber.
Auf der anderen Seite gehörten ROHM, SHIFT, Nitori Holdings und Recruit Holding zu den größten Verlierern im Nikkei-225-Index.
Nikkei-225-Index bildet Harami-Kerzenformation

Der Tages-Chart zeigt, dass der Nikkei-Index sich von einem Hoch von ¥59,333 im Februar auf ein Tief von ¥51,388 zurückzog. Ein genauerer Blick zeigt, dass sich eine Harami-Kerzenformation ausgebildet hat.
Eine Harami-Kerzenformation ist dadurch gekennzeichnet, dass auf eine große bärische Kerze eine kleine Kerze folgt. Der Name stammt vom japanischen Wort für „schwanger“. Sie führt häufig zu einer Erholung.
Der Nikkei-225-Index notiert weiterhin oberhalb des 100-Tage-Durchschnitts. Daher dürfte der Index voraussichtlich weiter steigen, da die Bullen das entscheidende Widerstandsniveau bei ¥58,000 ins Visier nehmen. Ein Ausbruch darüber würde auf weitere Gewinne hindeuten, möglicherweise bis zum bisherigen Jahreshoch von ¥59,333.
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