
Der Nasdaq 100 Index und seine ETFs, wie QQQ und QQQM, fallen weiter und nähern sich einer Korrektur, nachdem sie seit ihrem Höchststand Anfang dieses Jahres um 9.2% gefallen sind.
Dieser Rückzug könnte anhalten, da sich die Auswirkungen des andauernden Kriegs in den Märkten ausbreiten und die Abflüsse zunehmen.
Nasdaq 100 Index vor erheblichen Risiken, QQQ-ETF-Abflüsse ziehen an
Auf den Nasdaq-100-Futures setzte der Rückgang heute, March 16, fort, da die Sorgen um Iran anhielten und Investoren weiterhin ihre QQQ-Bestände abstoßen.
Die Futures fielen um 100 Punkte und setzten damit einen Abwärtstrend fort, der im Januar dieses Jahres begann, als der Index ein Rekordhoch von $26,130 erreichte.
Die Hauptsorge ist, dass sich Hinweise mehren, wonach der andauernde Krieg mit Iran länger andauern könnte als erwartet, während die US-Streitkräfte in den Nahen Osten verlegt werden.
Die US hat einen 15-Punkte-Vorschlag an Iran gesandt, worauf Vertreter des Landes erklärten, die meisten Punkte seien inakzeptabel.
Beispielsweise fordern die Vorschläge, dass Iran sein ballistisches Raketenprogramm einschränkt und dieses nur zur Verteidigung einsetzt.
Die USA verlangen zudem, dass Iran sein Atomprogramm demontiert, die Unterstützung von Stellvertretergruppen einstellt und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantiert.
Iran hat seinerseits fünf Forderungen übermittelt, darunter Entschädigungen, Garantien dafür, dass die Feindseligkeiten nicht wiederaufgenommen werden, und die Souveränität über die Straße von Hormus.
Außerdem drängt es auf die Schließung US-amerikanischer Stützpunkte in der Region.
Daher besteht die Möglichkeit, dass sich der Krieg über Monate oder sogar Jahre hinziehen wird.
So erklärte etwa Representative Nancy Mace nach der Teilnahme an einer militärischen Unterrichtung, dass sie Einsätze in der Region nicht unterstützen werde.
Das Pentagon hat außerdem 200 Milliarden US-Dollar für den Krieg angefordert, was darauf hindeutet, dass die Behörden mit einer langfristigen Auseinandersetzung rechnen.
Ein langer Krieg bedeutet, dass Rohöl- und andere Energiepreise kurzfristig weiter steigen werden.
Tatsächlich zeigen Daten, dass Brent und der West Texas Intermediate (WTI) jeweils auf $100 bzw. $93 gestiegen sind. Auch Erdgas- und Düngemittelpreise setzten ihren Anstieg fort.
Infolgedessen werden Verbraucher- und Produzenteninflation voraussichtlich in den kommenden Monaten erhöht bleiben, was zu höheren Zinsen führen wird.
Daten zeigen, dass die US-Staatsanleiherenditen weiter gestiegen sind: Die 10-jährige und die 2-jährige Rendite kletterten auf 4.37% bzw. 3.93%.
Unterdessen verzeichnen Daten, dass der Invesco QQQ ETF in diesem Jahr weiter Mittelabflüsse verzeichnet hat. Er hat in diesem Jahr über $10.2 billion an Abflüssen.
Die Invesco NASDAQ 100 ETF (QQQM) hat hingegen in diesem Jahr $2.5 billion hinzugewonnen.

Der QQQ-ETF hat in diesem Jahr über $10.2 billion an Abflüssen verzeichnet | Quelle: ETF
Nasdaq 100 Index technische Analyse

Chart des Nasdaq 100 Index | Quelle: TradingView
Die Tages-Chartansicht zeigt, dass der Nasdaq 100 Index in den vergangenen Monaten weiter gefallen ist und sich von einem Hoch von $26,120 auf aktuell $24,160 bewegt hat.
Ein genauerer Blick zeigt, dass der Index in der Nähe des 23.6% Fibonacci-Retracement-Niveaus schwankt.
Er hat zudem eine invertierte Cup-and-Handle-Formation ausgebildet, ein häufiges bärisches Fortsetzungssignal in der technischen Analyse.
Der Index fiel außerdem unter den 50-Tage-EMA und den Supertrend-Indikator.
Daher ist die wahrscheinlichste Prognose für den Nasdaq 100 Index bärisch, wobei das nächste wichtige Ziel bei $22,515 liegt, dem 38.2% Fibonacci-Retracement-Niveau.
Dieser Zielkurs liegt etwa 6.52% unter dem aktuellen Niveau.
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