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Saudi-Arabien hat sich die Rechte gesichert, im Jahr 2025 die ersten Olympischen eSports-Spiele auszurichten. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer 12-jährigen Vereinbarung zwischen Saudi-Arabien und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das arabische Land arbeitet daran, sein internationales Image zu verbessern, das aufgrund der Menschenrechtsverletzungen des Landes immer wieder Schaden nimmt. Darüber hinaus versucht es, seine Jugend zu beschäftigen und ihnen eine Plattform zu bieten, die ihnen mehr Kontakt zur Außenwelt ermöglicht.

Die 12-jährige Vereinbarung bedeutet, dass beide Parteien daran interessiert sind, diese Veranstaltung regelmäßig abzuhalten. Angesichts der finanziellen Stärke Saudi-Arabiens ist es keine Überraschung, dass es zwischen den beiden Parteien kaum Probleme bei der Ausarbeitung der Vereinbarung gab.

Die eSports-Weltmeisterschaft

Saudi-Arabien ist derzeit Gastgeber des eSports World Cup. Dieses Event zieht Gamer aus aller Welt an, die um einen Preispool von 60 Millionen Dollar kämpfen.

Wenn Ihnen dieser Preis lächerlich vorkommt, haben wir hier einen für Sie. Das arabische Land investiert 38 Milliarden Dollar, um zum Gaming-Zentrum der Welt zu werden! Dieses Preisgeld verblasst im Vergleich, da es nur 0,16 % der Gesamtausgaben ausmacht.

Jahrelang haben die Saudis den Reichtum ihrer Ölreserven genossen. Nun nutzen sie diesen Reichtum, um ihre Abhängigkeit vom Öl zu verringern.

Es besteht kein Zweifel, dass Saudi-Arabien mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, das schaffen kann. Im Golf und im Fußball ist ihnen das bereits gelungen. Es gibt keinen Grund, warum ihnen das im Gaming nicht gelingen sollte.

Außer natürlich aus politischen Gründen. Saudi-Arabien hat eine schlechte Menschenrechtsbilanz, und das wird dem Land auf Schritt und Tritt zum Verhängnis werden.

Was bedeutet dies für Gaming-Aktien?

Jedes Unternehmen möchte ein Stück der 38 Milliarden Dollar abbekommen, die das arabische Land in die Spielebranche investiert. Viele große Namen werden damit Geld verdienen. Auch außerhalb der Spieleaktien gibt es Unternehmen wie Adidas, KitKat und viele Medienunternehmen, die reicher als je zuvor aus dieser Aktion hervorgehen werden.

Doch die große Frage bleibt: Zu welchem Preis?

Viele Spieler haben sich geweigert, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen (was Saudi-Arabien allerdings nicht interessiert). Viele in der eSports-Community sind gegen die Veranstaltung.

Wo ziehen die Spieler die Grenze? Nehmen sie stillschweigend an dem Turnier teil, obwohl sie wissen, dass das Land LGBT-Rechte nicht respektiert? Während Saudi-Arabien seine Geschichte auf der Grundlage von Sportereignissen neu schreiben kann, dürfen Gaming- und Medienunternehmen damit wirklich ungestraft Geld verdienen?

Das sagt der Boss der eSports-Weltmeisterschaft:

Jeder kann am Wettbewerb teilnehmen und niemand wird diskriminiert. Das ist ein Versprechen, das wir geben können.

In jedem Land der Welt gibt es unterschiedliche lokale Gewohnheiten und kulturelle Normen, an die man sich halten muss. Wir sagen also allen: Seid nicht zu explizit. Handle lokal und respektiere die lokale Kultur. Und ich denke, das ist fair. So etwas passiert überall auf der Welt.“

Einer aktuellen Umfrage zufolge identifiziert sich jeder fünfte Gamer als LGBT. Steve Arhancet, CEO von Team Liquid und offen schwul, drückte dies perfekt aus, als er sagte:

Wie können wir also in einer Weltregion, in der es so viele Konflikte gibt und in der es zu ziemlich eklatanten Menschenrechtsverletzungen kommt, weiterhin unseren Werten folgen?

Es bleibt abzuwarten, wie diese Unternehmen mit diesem Ereignis Geld verdienen können, ohne gegen ihre eigenen Prinzipien und die ihrer Kunden zu verstoßen.

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