Elon Musk says his companies are 'suffering' due to White House involvement

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC setzt ein 150 Millionen Dollar schweres Verfahren gegen Elon Musk wegen angeblichen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Twitter (jetzt X) im Jahr 2022 fort.

Die Behörde behauptet, Musk habe seinen wachsenden Anteil an dem Social-Media-Unternehmen nicht fristgerecht offengelegt, wodurch er letztendlich Aktien zu unterbewerteten Preisen kaufen konnte, bevor der Markt reagieren konnte.

Die Verzögerung soll ihm mindestens 150 Millionen Dollar erspart haben.

Dieser Fall reiht sich ein in eine Serie von regulatorischen Auseinandersetzungen zwischen Musk und der SEC und fällt in eine Zeit anhaltender Überprüfung seines Marktverhaltens.

SEC beanstandet fehlende 5%-Offenlegung

Laut der am Montag veröffentlichten Gerichtsakte treibt die SEC ihren Fall voran, der ursprünglich im Januar 2025 unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler eingereicht wurde.

Die Beschwerde dreht sich um Musks verspätete Einreichung einer vorgeschriebenen Offenlegung, nachdem sein Anteil an Twitter 5 % überschritten hatte.

Nach US-amerikanischem Wertpapierrecht löst eine solche Schwelle eine Frist zur Benachrichtigung der Anleger aus – in der Regel innerhalb von 10 Tagen.

Musks Anteil überschritt Anfang März 2022 die 5%-Marke, was eine Offenlegung bis zum 24. März erforderlich machte.

Die SEC behauptet jedoch, dass Musk das erforderliche Formular 13D erst am 4. April 2022 eingereicht hat.

Die Einreichung löste einen Kursanstieg der Twitter-Aktie um 27 % aus.

Die Behörde erklärt, diese verspätete Offenlegung habe es Musk ermöglicht, Aktien zu Preisen unter dem tatsächlichen Marktwert zu kaufen, bevor die Öffentlichkeit von seinem Interesse erfuhr.

Als die Offenlegung öffentlich wurde, hatte Musk bereits Millionen von Aktien angehäuft.

Die SEC schätzt, dass die verzögerte Offenlegung Musk mindestens 150 Millionen Dollar erspart hat, einen Betrag, den sie nun auf dem Rechtsweg zurückzufordern versucht.

Die Twitter-Aktie stieg nach der Einreichung um 27 %.

Die Klage der SEC verdeutlicht die Auswirkungen von Musks verspäteter Meldung auf den Aktienkurs von Twitter.

Als Musk am 4. April 2022 schließlich den Schedule 13D einreichte, stieg der Aktienkurs von Twitter um 27 %.

Die Kommission argumentiert, dass die Verzögerung Musk einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Anlegern verschaffte, die sich des im Hintergrund aufgebauten wachsenden Anteils nicht bewusst waren.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Musk wegen angeblicher Verstöße gegen Marktregeln in die Kritik geraten ist.

Die SEC hat seine Aktivitäten in den sozialen Medien und seine öffentlichen Äußerungen bereits zuvor untersucht, insbesondere seinen Tweet von 2018 über die geplante Privatisierung von Tesla zu 420 Dollar pro Aktie, der zu einer separaten Einigung mit der Aufsichtsbehörde führte.

In diesem jüngsten Fall konzentriert sich die Kommission nicht nur auf die versäumte Offenlegungsfrist, sondern auch auf die finanziellen Auswirkungen dieser Verzögerung.

Die Aufsichtsbehörde ist der Ansicht, dass die unterbewerteten Käufe die Markttransparenz direkt untergraben und Anlegern geschadet haben, die Musks Position erst zu spät kannten.

Musk versäumte 2023 eine Anhörung vor der SEC.

Die jüngste Klage der SEC baut auf einem langwierigen Rechtsstreit zwischen Musk und der Aufsichtsbehörde auf.

Im Jahr 2023 reichte die Kommission eine weitere Klage gegen Musk ein, nachdem dieser nicht zu einer Anhörung bezüglich der Twitter-Übernahme erschienen war.

Er hatte zuvor zugestimmt, sich mit SEC-Ermittlern zu treffen, sagte aber zwei Tage vor dem geplanten Interview ab.

Laut der damaligen Erklärung der SEC erhob Musk „fadenscheinige Einwände“, um seine Abwesenheit zu rechtfertigen.

Die Kommission argumentierte, die Weigerung auszusagen verstoße gegen seine vorherige Vereinbarung und behindere ihre Ermittlungen.

Dieser Fall konzentrierte sich speziell auf Musks mangelnde Kooperationsbereitschaft und nicht auf die finanziellen Details der Übernahme.

Die beiden Verfahren sind jedoch eng miteinander verknüpft, und die SEC hat ihre Absicht signalisiert, Musk weiterhin für den gesamten Übernahmeprozess zur Rechenschaft zu ziehen.

Rechtsstreit um 150 Millionen Dollar Gewinn

Musks Anwaltsteam, angeführt von Anwalt Alex Spiro, hat die Vorwürfe der SEC zurückgewiesen und die jüngste Klage als „Farce“ bezeichnet.

Sie haben behauptet, Musk habe bei der Twitter-Übernahme nichts falsch gemacht, und stellen weiterhin die Zuständigkeit der Kommission und deren Auslegung der Offenlegungsvorschriften in Frage.

Trotzdem zeigen die SEC-Unterlagen eine klare Absicht, den Fall weiterzuverfolgen, wobei die Behörde nun Strafen und möglicherweise die Rückzahlung der 150 Millionen Dollar fordert, die Musk angeblich gespart hat.

Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht bekannt gegeben, und der Fall befindet sich weiterhin im Vorverfahren.

Diese Klage ist Teil eines umfassenderen Musters regulatorischer Überprüfung der Handlungen Musks an den öffentlichen Märkten.

Ob die SEC erfolgreich Gelder zurückfordern oder Sanktionen verhängen wird, bleibt abzuwarten, aber das Verfahren markiert ein weiteres Kapitel in Musks angespanntem Verhältnis zu den Bundesaufsichtsbehörden.

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