Die Aktie von Realty Income (WKN: 899744) gehört auch 2026 zu den beliebtesten Dividendenwerten für Anleger, die regelmäßige Erträge suchen.

Trotz des höheren Zinsniveaus steigert der Immobilienkonzern seine operativen Erträge kontinuierlich und hebt seine Dividende seit mittlerweile über drei Jahrzehnten Jahr für Jahr an.

Für Einkommensinvestoren stellt sich deshalb vor allem eine Frage: Wie groß muss die Position sein, um damit monatlich 500 Euro vor Steuern zu erzielen?

Realty Income im Zinsumfeld 2026

Das Umfeld für Immobilienaktien bleibt schwierig. Die US-Notenbank belässt den Leitzins aktuell in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 %, während die Renditen am Anleihemarkt hoch bleiben. Für Real Estate Investment Trusts (REITs) führt das zu spürbar teureren Finanzierungen und macht verzinste Wertpapiere zu einer starken Konkurrenz.

Auch Realty Income spürt diesen Gegenwind. Doch die Struktur des Geschäfts bietet einen entscheidenden Vorteil: Das Unternehmen kauft vor allem einzelne Gewerbeimmobilien und vermietet sie langfristig im sogenannten Triple-Net-Lease-Modell. Das bedeutet, dass die Mieter den Großteil der laufenden Betriebskosten selbst tragen.

Die monatliche Ausschüttung prägt das Selbstverständnis des Konzerns. Im August hat Realty Income die 674. monatliche Dividende in ununterbrochener Folge angekündigt. Seit dem Börsengang im Jahr 1994 stieg die Dividende bereits 135-mal.

Fundamentale Stärke hinter dem Cashflow

Die Qualität des Immobilienportfolios zeigt sich besonders an den Mietverträgen. Ende Juni umfasste das Portfolio von Realty Income insgesamt 15.588 Immobilien, die an 1.798 Kunden aus 92 Branchen vermietet waren. Die gewichtete Restlaufzeit der Verträge lag bei 8,6 Jahren, während die Belegungsquote starke 98,8 % erreichte. Bei Neuvermietungen erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal sogar eine Mietrückgewinnungsquote von 102,7 %.

Auch auf der Ertragsseite überzeugt die Entwicklung. Im zweiten Quartal stieg das bereinigte operative Ergebnis (AFFO) je Aktie um 3,8 % auf 1,09 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Realty Income inzwischen mit 4,44 bis 4,45 US-Dollar AFFO je Aktie. Parallel dazu plant der Konzern, rund 10 Mrd. US-Dollar zu investieren.

Die Bilanz untermauert diese solide Basis. Ende Juni verfügte Realty Income über 3,47 Mrd. US-Dollar an verfügbarer Liquidität auf Pro-rata-Basis. Zudem stufte Fitch den Konzern im August mit einem A-Rating und stabilem Ausblick ein.

Bewertungsmetriken und operative Risiken

Beim aktuellen Aktienkurs wird das erwartete AFFO für das Gesamtjahr mit dem 13,9-Fachen bewertet (Stand: 04.09.2026, maßgeblich für alle Angaben). Für einen REIT dieser Qualität ist das nicht überzogen. Es setzt allerdings voraus, dass das operative Ergebnis weiter moderat wächst.

Genau hier liegt der entscheidende Hebel: die Finanzierungskosten. Realty Income refinanziert einen Teil seiner Investitionen zu den jeweils aktuellen Marktzinsen. Im April platzierte das Unternehmen beispielsweise US-Anleihen mit einer effektiven Rendite von rund 5,05 %. Im Juli folgten Euro-Anleihen mit einer effektiven Rendite von rund 3,72 %.

Sollten die Finanzierungskosten hoch bleiben, dürfte das Dividendenwachstum im niedrigen einstelligen Bereich verharren. Sinkende Zinsen würden die Refinanzierung erleichtern und die Spanne zwischen Immobilienrenditen und Kapitalkosten wieder ausweiten.

Realty Income: Realer Fahrplan zum monatlichen Einkommen

Realty Income zahlt aktuell eine annualisierte Dividende von 3,252 Dollar je Aktie. Um monatlich 500 Euro zu erreichen, werden bei einem EUR/USD-Kurs von rund 1,162 US-Dollar zunächst etwa 6.972 Dollar Dividende pro Jahr benötigt. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:

6.972 Dollar Jahresdividende ÷ 3,252 Dollar je Aktie = rund 2.144 Aktien

Beim aktuellen Kurs von etwa 61,5 US-Dollar entspricht das einer Investition von rund 132.370 US-Dollar beziehungsweise rund 113.900 Euro.

Diese Kalkulation gilt vor Steuern und unterstellt, dass Dividende und Wechselkurs stabil bleiben. Für deutsche Anleger kommen in der Praxis Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und die Anrechnung der US-Quellensteuer hinzu.

Wer dieses Ziel nicht sofort finanzieren kann, findet einen bequemen Weg der Realisierung in einem monatlichen Sparplan. Die Position lässt sich über Jahre hinweg aufbauen, während die Dividenden anfangs direkt reinvestiert werden. So muss das Kapital nicht komplett am ersten Tag bereitstehen.

Der Artikel Monatlich 500 € passives Einkommen: Wie viele Anteile der Realty Income-Aktie brauchst du 2026! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.