Offene Immobilienfonds sind beliebt bei deutschen Anlegern und dafür sollte es eigentlich keine Gründe geben. Denn sie sind schlicht nur eins: Geldvernichter!

Dabei klingt die Idee so simpel: Offene Immobilienfonds sollen aus der starren Anlageklasse Immobilien ein handelbares und jederzeit schnell zu Geld machendes (also fungibles) Investment machen. Und dabei auch noch vergleichbare Renditen abwerfen wie der Immobilienmarkt selbst. Das ist eine Fata Morgana! Ein Trugbild oder einfach ein Beschiss, wenn man es deutlich formulieren will. Und das will ich.

Offene Immobilienfonds sind nur solange “offen”, also ihre Anteile leicht handelbar, wie nur eine kleine Anzahl von Anlegern ihr Geld zurückverlangen. Ansonsten kollabiert das System, denn das Geld steckt ja in Immobilien fest und diese können eben nicht von jetzt auf gleich zu Geld gemacht werden, auch in besten Börsen- und Wirtschaftsphasen nicht. In Krisenzeiten schon gar nicht. Wollen zu viele Anleger zur gleichen zeit ihr Geld zurück, ist dieses Geld schnell aufgebraucht. Offene Immobilienfonds haben nur wenig Liquidität und können sich auch nur max. 10% an kurzfristigem Geld zusätzlich leihen. Dann müssen sie Immobilien verkaufen, um Liquidität zu besorgen. Und das dauert. Nicht in der Theorie, sondern in der Realität. Das haben wir schon erlebt, ist erst ein paar Jahre her. Und weil Privatanleger bei Offenen Immobilienfonds zumeist vollkommen unter die Räder kommen und dies nicht einmal erkennen (können), sind diese Produkte in vielen Ländern, wie den USA, für Privatanleger nicht zugelassen. Aber das “stupid german money” darf da rein, natürlich. Die Finanzbranche verdient sich daran nämlich eine goldene Nase…

Ich habe in den letzten Jahren mehrfach vor dieser Anlageklasse gewarnt und heute hat Gerd Kommer seinen umfangreichen Artikel “Offene Immobilienfonds – Illusion und Wirklichkeit” veröffentlicht, der detailliert die unhaltbaren Versprechen und die unterirdischen Renditen aufzeigt. Eine Pflichtlektüre für alle Interessierten – und Investierten!

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