Wir setzen mit dem gründergeführten Unternehmen INIT (WKN: 575980) auf die fortschreitende Digitalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Der „Hidden Champion“ unterstützt weltweit über 1.400 Verkehrsunternehmen bei der Digitalisierung ihrer Betriebsprozesse. Das Spektrum reicht von Hard- und Softwarelösungen für die Betriebssteuerung und Personaleinsatzplanung bis hin zur Fahrgastinformation und dem Ticketing. Dank dieser integrierten und internationalen Aufstellung verzeichnet das Geschäft langfristig zweistellige Wachstumsraten – so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025. Die INIT-Aktie konnte sich seit 2001 fast verneunfachen, Dividenden noch nicht eingerechnet.
Fundmentalanalyse zur INIT-Aktie: Wie läuft das Geschäft?
Angetrieben von den Großaufträgen in Atlanta (Einführung eines cloudbasiertes Smart-Ticketing-Systems) und London (Modernisierung Flottenmanagement und Fahrgastinformation für Busse) wuchs der organische Umsatz in 2025 um starke 19 %. Die Übernahme des Datenmanagementspezialisten DILAX trieb das Gesamtumsatzwachstum auf 24 % an. Das EBIT (+33 %) und der Gewinn je INIT-Aktie (+26 %) legten jeweils noch deutlicher zu. Grund hierfür war das überproportionale Wachstum im margenstarken Nachliefergeschäft (Ersatzteile, zusätzliche Lizenzen und Verbrauchsmaterial) sowie die Tatsache, dass die Verwaltungs- und Vertriebskosten mit 16 % deutlich langsamer als der Umsatz stiegen.
Auch wenn das Umsatzwachstum (u.a. aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage in Deutschland) leicht unter der Prognose lag, sehen diese Zahlen für uns gut aus. Den Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr beurteilen wir ebenfalls positiv. Das Management rund um den 80-jährigen Gründer und CEO Dr.-Ing. Gottfried Greschner prognostiziert für 2026 einen Umsatzzuwachs von im Mittel 20 %. Das EBIT soll im Mittel um 19 % zulegen. Angesichts anhaltend guter Auftragseingänge und eines Auftragsbestands, der über dem Jahresumsatz von 2025 liegt, erscheint dieses Ziel realistisch.
Der längerfristige Ausblick für INIT
Auch über 2026 hinaus sollte INIT mit zweistelligen Raten wachsen. Denn das Unternehmen aus Karlsruhe entwickelt sich immer stärker zum kompletten Servicepartner, der Verkehrsbetriebe weltweit bei Trends wie „Digitalisierung, Elektromobilität, autonomes Fahren, Smart Ticketing und (…) Künstliche Intelligenz“ unterstützt. Wie es sich für ein Software-Unternehmen gehört, integriert Init unter dem eigenen Schlagwort „initAI“ KI in seine Produkte. Dies ermöglicht den Kunden unter anderem optimierte Routenplanungen, präzisere Prognosen zur Auslastung (freie Sitzplätze) sowie eine automatisierte Gefahrenerkennung.
Wir sehen INIT also voll auf Kurs, um unsere Investitionsthese zu erfüllen. Da die INIT-Aktie in den letzten Jahren weniger stark als die Gewinne gestiegen ist, ist das KGV gesunken und liegt nun „nur noch“ bei 23. Auch wenn wir aufgrund des teilweisen Projektgeschäfts das Risiko für vorübergehende Gewinnrückgänge sehen, sieht diese Bewertung gemessen am aktuellen Wachstum günstig aus.
Der Artikel Mobilität der Zukunft: Diese deutsche Aktie hat noch Potenzial ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.