Der Goldpreis setzte seine starke Rallye in diesem Jahr fort und erreichte seinen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen. Sie stieg auf ein Hoch von 4.530 US-Dollar, was einem Anstieg von über 70 % gegenüber dem Januar-Niveau entspricht. Dieser Anstieg machte es zu einem der leistungsstärksten Vermögenswerte in der Finanzdienstleistungsbranche.

Warum der Goldpreis 2025 stark gestiegen ist

Es gibt einige Gründe, warum die Goldpreise in den letzten Monaten stark gestiegen sind. Erstens erfolgte der Aufschwung, als Investoren es nach Donald Trumps Wahl als sicheren Hafen annahmen.

Trump kündigte hohe Zölle gegen alle Länder an, einschließlich ihrer wichtigsten Handelspartner wie Mexiko, China, Indien und der Europäischen Union.

Zweitens stieg der Goldpreis, da die Nachfrage einiger großer Unternehmen beschleunigte. Ein gutes Beispiel: Tether hat dieses Jahr Gold im Wert von über 14 Milliarden Dollar gekauft. Diese Goldbestände werden genutzt, um die USDT-Stablecoin und Tether Gold zu sichern.

Am wichtigsten ist, dass führende Zentralbanken wie die in China und Indien weiterhin Gold anhäuften, um vom US-Dollar zu diversifizieren, der in den letzten Jahren an Wert durch die Inflation verloren hat.

Drittens sprang Gold zu, als die Anleger auf den schwächeren US-Dollar reagierten. Daten zeigen, dass der US-Dollar-Index (DXY) von dem bisherigen Jahreshoch von 110 $ auf 96 $ gefallen ist. Gold hat eine umgekehrte Beziehung zum US-Dollar.

Außerdem setzte das Metall seine Rallye fort, als die Federal Reserve im Laufe des Jahres begann, die Zinsen zu senken . Sie führte drei Senkungen durch und beendete ihre quantitative Straffungspolitik (QT). Die Bank deutete außerdem an, dass sie im kommenden Jahr weiter kürzen wird.

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Unterdessen ist die US-Staatsverschuldung in den letzten Monaten weiter gestiegen und liegt nun bei 38,5 Billionen US-Dollar. Dieser Trend bedeutet, dass die Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird und möglicherweise auf 40 Billionen Dollar steigt.

Auch die globale M2-Geldmenge ist weiter gestiegen, was Gold zu einer realistischen Alternative macht. Historisch gesehen wird Gold als sicherer Hafen und als Alternative zum US-Dollar angesehen.

Darüber hinaus stieg der Goldpreis in die Höhe, da Anleger es weiterhin am Spotmarkt und in seinen ETFs akkumulierten. Daten, die von ETF.com zusammengestellt wurden, zeigen, dass der SPDR Gold ETF in diesem Jahr über 23 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen anzog.

Wird die XAU-Rallye 2026 weitergehen?

Mit Blick auf die Zukunft könnte der Goldpreis weiter steigen, da Anleger die Angst vor dem Verpassen (FOMO) annehmen. FOMO ist eine Situation, in der Investoren Vermögenswerte kaufen, um eine längere Rallye im Laufe der Zeit zu vermeiden.

Das Metall wird auch von den bevorstehenden Änderungen bei der Federal Reserve profitieren. Donald Trump wird Jerome Powell durch einen Fed-Beamten ersetzen, der eher bereit ist, die Zinssätze auf 1 % zu senken.

Die einzige Hoffnung ist, dass Fed-Vertreter begonnen haben, zu widersprechen, was bedeutet, dass viele sich gegen verstärkte Zinssenkungen wehren könnten. So unterstützten beispielsweise zwei Beamte, die Zinsen in der letzten Sitzung unverändert zu lassen, während Stephen Miran für eine Senkung um 50 Basispunkte stimmte.

Es besteht jedoch das Risiko, dass Gold 2026 zurückgeht, wenn Anleger beginnen, Gewinne zu machen.

Technische Analyse des Goldpreises

gold price
XAU-Chart | Quelle: TradingView

Das Tagesdiagramm zeigt, dass Gold in diesem Jahr eine starke Rallye erlebt hat und nun sein Allzeithoch erreicht. Kürzlich überschritt sie das wichtige Widerstandsniveau bei 4.375 $, das bisherige Allzeithoch.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass Gold deutlich höher bleibt als die 100- und 50-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMA). Das bedeutet, dass Gold eine Mittelwertreversion durchlaufen kann, eine Situation, in der sein Preis wieder zum historischen Durchschnitt zurückkehrt.

Außerdem hat sich der Relative Strength Index auf das extrem überkaufte Niveau von 82 bewegt. Daher besteht das Risiko, dass das Metall zurückzieht, möglicherweise auf 4.000 $, und dann den Aufwärtstrend fortsetzt.

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