mike wilson says us stocks may tumble in early april

Anleger sollten sich möglicherweise anschnallen, da das zweite Quartal näher rückt.

Mike Wilson, Chefstratege für US-Aktien bei Morgan Stanley, sagt, ein kurzfristiger Rückschlag bei US-Aktien sei wahrscheinlich, bevor sich der Markt wieder stabilisiert.

Obwohl die längerfristigen Aussichten konstruktiv bleiben, könnten die kommenden Wochen selbst die Nerven erfahrener Händler auf die Probe stellen, sagte er diese Woche in einem Interview mit CNBC.

Wilson glaubt, dass der S&P 500 Anfang April einen deutlichen Einbruch erleben wird, was eine Phase erhöhter Volatilität markieren könnte, die Titel geringerer Qualität im gesamten Markt aussortieren könnte.

Warum Wilson erwartet, dass US-Aktien Anfang April unter Druck geraten

Wilsons vorsichtige Einschätzung beruht vor allem auf einem „perfekten Sturm“ aus geopolitischen Spannungen und makroökonomischer Unsicherheit.

In „Squawk Box“ sagte er, der Leitindex S&P 500 könnte Anfang April bis auf 6,300 handeln – das entspräche einem Rückgang von etwa 5% gegenüber den jüngsten Niveaus.

Der Markt schwankt bereits, seit der US-Iran-Konflikt am 28. Februar ausbrach und Schockwellen durch die Energiemärkte sandte, die die Ölpreise steigen ließen.

Über das unmittelbare Kriegsgeschehen hinaus verweist Wilson auf interne Risse im Finanzsystem.

„Es besteht weiterhin Risiko in Bezug auf Zinsen and Öl. Es gibt Fed-Unsicherheit… all das könnte kurzfristig einige der weniger hochwertigen Marktsegmente belasten“, fügte er hinzu.

Zudem hat die wachsende Besorgnis über Private-Credit-Märkte die Anlegerstimmung gedämpft und ein liquiditätssensitives Umfeld geschaffen, in dem jedes restriktive Signal der US-Zentralbank einen scharfen Ausverkauf auslösen könnte.

Aber der Bullenmarkt ist noch nicht vorbei

Trotz seiner düsteren Prognose für die nächsten Wochen ist der Morgan-Stanley-Experte kein Dauer-Bär.

Der aktuelle Rücksetzer sei seiner Überzeugung nach tatsächlich „zeitlich und preislich ausgereift“ – er fügte hinzu, dass ein Großteil der Übertreibungen bereits aus dem System entfernt worden sei.

Zur Untermauerung wies Wilson darauf hin, dass 50% der Unternehmen im Russell 3000 bereits in einem technischen Bärenmarkt sind und mindestens 20% von ihren 52-Wochen-Hochs verloren haben.

Wesentlich sei, dass die Rezessionsrisiken gering bleiben – eine Unterscheidung, die er für Investoren als entscheidend bezeichnete.

Warum? Weil, wenn keine Rezession in Sicht ist, der aktuelle Rückgang lediglich eine „Korrektur im Kontext eines breiteren Bullenmarkts“ und nicht der Beginn eines mehrjährigen Zusammenbruchs sei.

Indem der April-Rückschlag als gesunder Reset gerahmt werde, legt Morgan Stanley nahe, dass der Markt im Wesentlichen eine Basis für die nächste Aufwärtsbewegung aufbaut – wodurch Bewertungen mit der Realität eines stabilen, wenn auch volatilen, Wirtschaftswachstums Schritt halten können.

Den Sturm meistern: Was man in dieser Volatilität kaufen sollte

Für jene, die während dieser Turbulenzen Kapital einsetzen wollen, enthüllte Mike Wilson seine „Fresh Money Buy List“.

Die Strategie besteht darin, sich von spekulativen Wetten abzuwenden und hin zu Titeln mit soliden Bilanzen und klaren Katalysatoren zu gehen.

Wilson nannte speziell Walmart, Delta Air Lines und Northrop Grumman als Top-Auswahl – alle mit einem „Overweight“-Rating.

  • Walmart hat seine Stärke bewiesen, indem es in diesem Jahr um 14% gestiegen ist und als defensive Kraft fungiert – selbst nach vorsichtigen Gewinnprognosen.
  • Delta Air Lines bietet eine Erholungswette, obwohl sie diesen Monat aufgrund von Kerosinpreisen und Problemen mit der DHS-Finanzierung 10% verloren hat.
  • Northrop Grumman verzeichnet wegen des US-Iran-Kriegs eine beispiellose Nachfrage, wodurch das Unternehmen als natürlicher Absicherer gegen geopolitische Risiken dient, die derzeit den S&P 500 belasten.

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