Die Microsoft-Aktie (WKN: 870747) und die Activision-Blizzard-Aktie (WKN: A0Q4K4) sind zum Spielball der Regulatoren geworden. Nun hat die Citibank in ihrer Einschätzung dem im Raum stehenden Übernahme-Deal noch schlechtere Chancen zugebilligt. Ein klares Zeichen zum Verkaufen?
Microsoft gehört zu den größten Unternehmen der Welt und wurde einst mit Windows und den Office-Produkten zum Software-Gigant. Inzwischen steht das Unternehmen durch die X-Box und Minecraft auch fest im Gaming Sektor. Activision hingegen ist einer der größten Spieleentwickler weltweit und besonders bekannt für das Ego-Shooter-Spiel Call of Duty.
Citi senkt den Daumen
Auch wenn am vergangenen Freitag die britische Kartellaufsichtsbehörde den Deal zwischen Microsoft und Activision Blizzard als „nicht schädlich“ klassifizierte, so dürfte die Feier bei Aktionären beider Seiten nur von kurzer Dauer gewesen sein.
Grund dafür ist eine Studie der US-Investmentbank Citigroup, welche die Wahrscheinlichkeit für ein Stattfinden der Transaktion neu bewertet und eingeschätzt hat. Im Zuge dessen kamen die beteiligten Analysten zu dem Urteil, die Chance auf einen Deal von 70% auf 50% herunterzustufen.
Risiken steigen
In der Studie ist vor allem von steigenden Risiken zu lesen, denn die verschiedenen Regulierungsbehörden, welche sich bisher in den Fall eingeschaltet haben, könnten unter dem Strich alle zu einem unterschiedlichen Urteil kommen. Dementsprechend stark steigt das Risiko einer Ablehnung des Deals.
Was in einem solchen Falle primär mit der Aktie von Activision Blizzard, welche aktuell bei 84,38 US$ notiert, passieren würde, stellte die Studie ebenfalls in den Vordergrund:
Wenn der Deal von einer der Aufsichtsbehörden abgelehnt wird, wären wir nicht überrascht, wenn die Aktie zunächst mit 68 $ (unser geschätzter No-Deal-Wert ohne Barzahlung) gehandelt wird.
Finger weg
Dementsprechend sollten Anleger ihre Finger von der Aktie von Activision Blizzard lassen, da sie ein viel zu schlechtes Rendite-Risiko-Verhältnis aufweist. Wer trotzdem wirklich von dem Deal profitieren will, sollte sich lieber das Microsoft-Papier genauer anschauen – auch wegen des aktuellen Bewertungsniveaus.
Das Softwareunternehmen notiert nämlich zu einem KGV von 24 und einer Dividendenrendite von 1,1%, während das Jahresend-KGV der vergangenen drei Jahre mit 26 (2022), 33 (2021) und 35 (2020) jedes Mal wesentlich höher lag. Dementsprechend könnten sich Anleger die Aktie auf einem immer noch sehr hohen, aber trotzdem rabattierten Bewertungsniveau sichern.
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