micron memory stocks sell off cyclical bottom or deeper correction

Micron Technology (MU) und seine Speicher-Peers tragen am Dienstag die Hauptlast eines heftigen Marktausverkaufs, wie es diesen Monat bereits der Fall war.

Micron fiel um 8 %, während SanDisk in der Sitzung um 15 % abstürzte. Die US-ADR-Aktien von SK Hynix gaben ebenfalls um 8 % nach.

MU hat diesen Monat über 40 % verloren und steuert auf seine schlechteste Monatsperformance seit Jahren zu, während der Konkurrent SanDisk in den vergangenen Wochen mehr als 50 % eingebüßt hat.

SK Hynix, das kürzlich in den USA gelistet wurde, ist ebenfalls um über 30 % eingebrochen, was verdeutlicht, dass Speicherchip-Hersteller einer doppelten Bedrohung ausgesetzt sind: zunehmende Sorgen über AI-Infrastrukturverschuldung und Wettbewerbserschütterungen durch Chinas inländische Hardware-Durchbrüche.

Anleger wägen nun ab, ob dieser brutale Einbruch ein konjunkturelles Tief markiert oder ob eine deutlich tiefere Korrektur bevorsteht.

AI-Verschuldungsmüdigkeit trifft Micron und Speicheraktien

Ein Haupttreiber des Speicher-Abverkaufs ist die wachsende Skepsis gegenüber den enormen Kapitalaufwendungen, die für Rechenzentren für künstliche Intelligenz (AI) erforderlich sind.

High-Bandwidth Memory (HBM) war ein zentraler Wachstumstreiber für Micron, doch an der Wall Street wächst die Unruhe über aggressive Bilanzhebel.

Die Zweifel verstärkten sich nach Berichten über eine zirkuläre Finanzierungsstruktur in Höhe von 250 Mrd. USD, bei der Nvidia als Mitunterzeichner für von OpenAI aufgenommene Schulden fungiert, um SoftBank‑entwickelte Infrastruktur zu leasen.

Da die Kapitalausgaben den freien Cashflow im gesamten Technologiesektor aufzehren, warnen Marktstrategen vor einer sich zuspitzenden Kreditnachfrage.

Adam Crisafulli schrieb im Vital Knowledge‑Newsletter, dass „die Kapitalmärkte eine verringerte Nachfrage nach AI‑Papieren zeigen“, während UBS‑Händler hervorhoben, dass das jüngste Tech‑Schuldenangebot „in den Sekundärmärkten erste Ermüdungserscheinungen zu zeigen beginnt.“

Chinesischer Wettbewerb belastet Speicherchip‑Hersteller

Abgesehen von Bilanzängsten absorbieren Speicheraktien auch Schocks aus asiatischen Lieferketten.

Der Ausverkauf beschleunigte sich, nachdem der chinesische Speicherhersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) ein starkes Handelsdebüt in Shanghai hingelegt hatte, zusammen mit Berichten, dass inländische Hersteller in China begonnen haben, Deep‑Ultraviolet‑(DUV)‑Lithographiesysteme zu produzieren.

Die Aussicht auf kostengünstige chinesische DRAM‑Kapazitäten, die in globale Märkte gelangen, verunsichert Anleger, die zuvor auf eine länger anhaltende Angebotsknappheit gesetzt hatten.

Technische Analysten sehen noch Spielraum für weitere Verluste, bevor Bewertungsböden etabliert werden. BTIG‑Analyst Jonathan Krinsky warnte, dass starker Verkaufsdruck trotz öffentlicher Stützungsabkommen darauf hindeutet, „dass wir in dieser AI‑Korrektur noch einen Weg vor uns haben“ und prognostizierte einen breiteren Test wichtiger langfristiger gleitender Durchschnitte.

Sollten Anleger den Dip bei Speicheraktien kaufen?

Trotz des starken Rückgangs sprechen historische Marktmuster für Vorsicht, bevor man das Ende des breiteren AI‑Superzyklus ausruft.

Während der Technologieexpansion Ende der 1990er Jahre erlitt der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) mehrfach schwere Einbrüche von über 50 %, bevor er schließlich sein Hoch erreichte.

Der Portfoliomanager Dan Niles bezeichnete diese starken Kontraktionen als eine „Delle“ in einem langfristigen strukturellen Aufwärtstrend und betonte, dass „die Dellen wie das Ende der Welt aussehen, bis sie es nicht mehr tun.“

Während Micron und Speicheraktien in naher Zukunft weiterhin Turbulenzen ausgesetzt sein könnten, während die Wall Street Kreditrisiken und den chinesischen Wettbewerb bewertet, bleibt die fundamentale Nachfrage nach fortschrittlicher Silizium‑Architektur eng mit langfristigem Rechenbedarf verknüpft.

Für geduldige Investoren wird es entscheidend sein, vorübergehende Marktmüdigkeit von struktureller Nachfrage zu unterscheiden, um das Timing einer möglichen Erholung zu bestimmen.

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