
Die Aktie von Micron Technology hat im letzten Jahr eine beeindruckende Rallye hingelegt, mit einem Kursanstieg von mehr als 720 % innerhalb dieses Zeitraums, doch die Bank of America sieht noch weiteres Aufwärtspotenzial.
BofA Securities erhöhte ihr Kursziel für die Micron-Aktie (MU) auf $950 (zuvor $500) und bestätigte zugleich die Kaufempfehlung.
Das erhöhte Kursziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von fast 19 % gegenüber dem derzeitigen Kurs von $800 je Aktie.
Zum Handelsbeginn am Mittwoch notierten die Micron-Aktien um 4 % höher.
Die Micron-Aktien waren im vergangenen Jahr stark gestiegen, da Anleger vermehrt auf ein rasantes Wachstum der KI-bezogenen Halbleiterausgaben setzen.
BofA rechnet damit, dass die boomende Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz den Sektor weiterhin stützen wird.
KI-Nachfrage verändert den Speichermarkt
BofA erklärte, sie erwarte, dass die Nachfrage nach Speicherprodukten für KI-Computing in den kommenden Jahren weiter schneller wachsen werde als das Angebot.
BofA hob zudem seine Schätzung für den adressierbaren Gesamtmarkt für KI-Rechenzentrumsysteme im Jahr 2030 auf ungefähr $1,7 Billionen an (zuvor $1,4 Billionen).
Der Analyse zufolge dürfte 2026 ein weiteres Jahr beschleunigten KI-Umsatzwachstums bleiben, da Cloud-Anbieter und Unternehmenskunden ihre Infrastrukturinvestitionen weiter hochfahren.
Die Bank fügte hinzu, dass 2027 einen breiteren Wendepunkt für KI-Effizienz und Token-Ökonomie darstellen könnte, wenn Next‑Generation-Compute- und Speicherarchitekturen branchenweit weiter skaliert werden.
BofA erwartet, dass die Speicherpreise resilient bleiben, da das Angebotswachstum durch Capex‑Begrenzungen, Engpässe beim Advanced Packaging und den steigenden Energiebedarf eingeschränkt wird.
Die Bank stellte fest, dass die Angebotselastizität im Speichermarkt strukturell gesunken sei, was mittelfristig günstigere Bedingungen für Speicherhersteller gegenüber Ausrüstungsanbietern schaffe.
Ihr Bewertungsmodell ordnet dem AI- und High‑Bandwidth‑Speichergeschäft von Micron etwa $240 je Aktie zu, basierend auf einem 27‑fachen KGV für das Kalenderjahr 2027, während die traditionellen DRAM‑ und NAND‑Geschäfte auf rund $710 je Aktie auf Basis historischer Branchenzyklus‑Kennzahlen bewertet werden.
Micron stellt fortschrittliche KI‑Speichermodule vor
Separat kündigte Micron am Dienstag an, dass das Unternehmen begonnen hat, 256GB DDR5‑Module an Schlüsselpartner im Ökosystem zur Musterung zu liefern.
Die neuen Module basieren auf der fortschrittlichen 1‑gamma‑Technologie und unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 9.200 MT/s, womit sie mehr als 40 % schneller sind als derzeit in Serie produzierte Speicherprodukte.
Micron erklärte, die Module nutzten fortschrittliches 3D‑Stacking und Through‑Silicon‑Via‑Technologien, um Leistung, Kapazität und Energieeffizienz für KI‑Workloads zu verbessern.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass ein 256GB‑Modul den Betriebsenergieverbrauch im Vergleich zur Verwendung von zwei 128GB‑Modulen um mehr als 40 % senken könne, was den Energieeinsatz in KI‑Rechenzentren verringere.
„Kapazität, Bandbreite und Energie sind die entscheidenden Treiber der KI‑Effizienz. Mit unserem 256GB DDR5 RDIMM ermöglicht Micron Servern, deutlich höhere Leistung zu liefern“, sagte Raj Narasimhan, Senior Vice President und General Manager der Cloud Memory Business Unit bei Micron.
Branchenanalysten stehen dem Speicherchip‑Sektor ebenfalls zunehmend positiv gegenüber.
Das Marktforschungsunternehmen IDC erklärte kürzlich, dass Hyperscale‑Cloud‑Anbieter eine fortschrittlichere und teurere Klasse von Speicherprodukten für KI‑Workloads kaufen und bereit sind, Premiumpreise zu zahlen, um die Versorgung zu sichern.
IDC erwartet, dass die NAND‑Flash‑Umsätze 2026 $174 Milliarden erreichen werden, was einem Wachstum von nahezu 139 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Preise für Enterprise‑SSDs weiter steigen, da Hyperscaler Liefervereinbarungen abschließen.
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