
Micron Technology (MU) stand am 26. Mai im Mittelpunkt, als eine von UBS getriebene Rallye der Aktie die Marktkapitalisierung in den begehrten Billionen-Dollar-Club brachte.
Die beispiellose Nachfrage nach Microns Speichermodulen, da Hyperscaler weiterhin KI‑Infrastruktur aufbauen, hat MU in diesem Jahr bereits um bemerkenswerte 185 % zugelegt.
UBS-Analysten unter der Leitung von Timothy Arcuri glauben jedoch, dass die Micron-Aktie noch nicht am Ende ihres Aufwärtspotenzials ist.
Er bekräftigte ein „Buy“-Rating und setzte das Kursziel für das in Boise ansässige Unternehmen heute Morgen auf 1.625 $ – mehr als verdreifacht – was von hier aus ein weiteres Aufwärtspotenzial von etwa 80 % signalisiert.
Warum UBS bei der Micron-Aktie bullisch ist
Laut dem UBS-Analysten durchläuft Micron einen strukturellen Wandel, der die Art und Weise verändert, wie das Unternehmen Umsatz erzielt, Preise festlegt und seine Erlösbasis absichert.
Jahrzehntelang operierten Speicherlieferanten unter kurzzyklischen, volumenbasierten Abnahmeverträgen, die sie den historischen Auf‑ und Abschwüngen der Branche gnadenlos aussetzten.
Timothy Arcuri argumentiert jedoch, dass dieses Zeitalter nun beendet ist.
Diese Altverträge werden durch „erweiterte“ langfristige Vereinbarungen ersetzt, die mehrjährige Laufzeiten, strikte Festvolumen‑Verpflichtungen und – am wichtigsten – einen „teilweise festen Preisrahmen“ vorsehen.
Durch die Absicherung von Preis und Volumen schützt sich Micron vor Volatilität und bewegt sich laut ihm hin zu einem planbareren Ertragsprofil.
Wenn Anleger diese strukturelle Entschärfung der Risiken erfassen, erwartet UBS, dass MU-Aktien im Zeitverlauf mit einem deutlich höheren Multiple bewertet werden.
Optionsdaten deuten auf Aufwärtspotenzial bei MU hin
UBS empfiehlt, bei Micron-Aktien zu bleiben, da die genannten langfristigen Vereinbarungen (LTAs) „verbesserte Einblicke in nun fest zugesagte Kundennachfrage“ und einen höheren zyklusübergreifenden ROIC bieten.
Laut Timothy Arcuri könnte die anhaltend robuste Nachfrage nach High‑Bandwidth Memory (HBM) dazu führen, dass der kumulative Free Cashflow von MU zwischen 2027 und 2029 satte 400 Milliarden US-Dollar erreicht.
Er erwartet zudem, dass das jährliche Ergebnis je Aktie (EPS) des Unternehmens in den nächsten Jahren 100 US-Dollar übersteigen wird.
Wichtig ist, dass der Derivatemarkt offenbar mit UBS bei Micron Technology übereinstimmt.
Der obere Preis bei Optionskontrakten mit Verfall am August 21st liegt bei etwa 1.187 $ – was darauf hindeutet, dass die Aktie in den nächsten drei Monaten um bis zu 33 % zulegen könnte.
Außerdem zahlt MU derzeit eine geringe Dividende.
Wie Anleger Micron auf dem aktuellen Kursniveau spielen können
In der Summe stellt UBS Micron als einen der „klarsten strukturellen Gewinner“ beim globalen Ausbau der KI‑Infrastruktur dar.
Der Wechsel zu langfristigen, teilweise festpreisigen Vereinbarungen – kombiniert mit der rapiden HBM‑Nachfrage – verschafft dem Unternehmen eine Gewinnsichtbarkeit, die der Speicherbranche historisch gefehlt hat.
Sogar aus technischer Sicht ist die MU‑Aktie ebenso attraktiv.
Zum Zeitpunkt der Niederschrift notiert sie „entscheidend“ oberhalb ihrer gleitenden Durchschnitte (MAs), mit einem RSI um die Mitte der 70er, was auf starken Kaufdruck hinweist.
Insgesamt deutet der Übergang von Micron Technology zu einem stabileren, vertragsgetriebenen Modell für Anleger darauf hin, dass die Billionen‑Dollar‑Bewertung von Micron Technology eher ein Zwischenstopp als ein Gipfel sein könnte.
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