Laut dem Nationalen Verbraucherpreisindex (INPC), der vom Nationalen Institut für Statistik und Geografie (INEGI) veröffentlicht wurde, überschritt Mexikos jährliche Inflationsrate im Februar die 4%-Marke aufgrund steigender Lebensmittelpreise und anhaltendem zugrundeliegendem Druck im Dienstleistungsbereich.

Das INEGI berichtete, dass der INPC gegenüber dem Vormonat um 0.50% zunahm und im Februar 2026 einen Stand von 144.307 erreichte.

Dies führte zu einer Jahresinflationsrate von 4.02%, leicht höher als die 3.77% im Februar 2025.

Der INPC ist Mexikos maßgeblicher Richtwert zur Beobachtung der Inflationsentwicklung und misst die durchschnittliche Veränderung der Preise von Waren und Dienstleistungen, die von Haushalten landesweit konsumiert werden.

Obwohl einige Energie- und Agrarprodukte Rückgänge verzeichneten, zeigen die jüngsten Daten, dass der Preisdruck in wichtigen Verbrauchskategorien weiterhin besteht, insbesondere bei Lebensmitteln und zubereiteten Speisen.

Kerninflation bleibt hoch

Eine genauere Betrachtung der Daten zeigt, dass die Kerninflation, die volatile Posten und Preise ausschließt, die nicht direkt von Marktkräften beeinflusst werden, weiter allmählich anstieg.

Der Kernpreisindex stieg im Februar im Monatsvergleich um 0.46% und weist damit auf anhaltende Inflation bei Gütern und Dienstleistungen hin, die mit der Inlandsnachfrage verbunden sind.

Stärkere Preisdynamik in arbeitsintensiven Sektoren wie Restaurants und Beherbergung spiegelte sich in einem Anstieg der Güterpreise um 0.39% und der Dienstleistungspreise um 0.52% innerhalb der Kernkomponente wider.

Der Kernindex stieg im Jahresvergleich um 4.50%, deutlich mehr als der jährliche Anstieg von 3.65% im selben Monat 2025.

Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass sich die inflationsbedingten Druckfaktoren in Mexiko zunehmend auf strukturelle Kategorien wie Dienstleistungen konzentrieren, statt nur auf volatile Lebensmittel- oder Energieprodukte.

Da die Kerninflation kurzfristige Schwankungen bei Posten wie frischen Lebensmitteln und Energie ausklammert, betrachten Ökonomen sie häufig als genauere Messgröße für mittelfristige Preistrends.

Volatilität bei Lebensmitteln treibt Nicht-Kernpreise

Unterdessen stieg die Nicht-Kern-Inflation, die volatilere Komponenten wie Agrarprodukte und staatlich regulierte Energiepreise umfasst, im Februar im Monatsvergleich um 0.64%.

Frische Lebensmittel verzeichneten in dieser Kategorie den größten Anstieg. Die Preise für Obst und Gemüse stiegen im Vergleich zum Vormonat um 4.94% und trugen damit wesentlich zum allgemeinen Anstieg der Verbraucherkosten bei.

Im Gegensatz dazu stiegen staatlich regulierte Tarife und Energiepreise nur um 0.02%, was darauf hindeutet, dass Kraftstoff- und Stromkosten in diesem Zeitraum relativ stabil blieben.

Auf Jahresbasis lag die Nicht-Kern-Inflation bei 2.44%, niedriger als die 4.08% im Februar 2025.

Das deutet darauf hin, dass sich trotz monatlicher Volatilität der Preisdruck in diesen volatilen Kategorien im vergangenen Jahr abgeschwächt hat.

Zu den Haupttreibern zählen Lebensmittel und Restaurants

Das INEGI identifizierte zudem mehrere Güter und Dienstleistungen, die im Februar den größten Einfluss auf die Inflation hatten.

Die größten Preistreiber waren Tomaten (jitomate) sowie Kartoffeln und andere Knollengewächse, die beide im Monatsverlauf deutliche Preissteigerungen verzeichneten.

Kleine Gaststätten und Imbissbetriebe, darunter loncherías, fondas, torterías und taquerías, verzeichneten ebenfalls Preissteigerungen, da die Betriebskosten in der Gastronomie zunahmen.

Diese Posten haben im Verbraucherwarenkorb des Landes ein hohes Gewicht, weil viele Haushalte sie täglich kaufen.

Gleichzeitig trugen bestimmte Produkte zur Dämpfung der Inflation bei.

Die Preise für verflüssigtes Petroleumgas (LP-Gas), das in mexikanischen Haushalten häufig zum Kochen und Heizen verwendet wird, sanken im Monatsverlauf.

Auch die Preise für Eier und Hähnchen fielen und kompensierten teilweise die Anstiege in anderen Lebensmittelkategorien.

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