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McDonald’s, die ikonische Fast-Food-Kette, hat sich einer wachsenden Liste von US-Unternehmen angeschlossen, die ihre Initiativen zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zurückfahren.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung gab das Unternehmen bedeutende Änderungen seines Ansatzes bekannt, darunter die Abschaffung von Zielvorgaben für die Repräsentation, die gemeinhin als Quoten bezeichnet werden.

McDonald’s hat außerdem sein Versprechen zurückgezogen, eine vielfältige Gruppe von Lieferanten einzustellen, und sich stattdessen für „eine umfassendere Diskussion mit Lieferanten über Inklusion im Zusammenhang mit der Geschäftsleistung“ entschieden.

Darüber hinaus gab das Unternehmen bekannt, dass es externe Umfragen aussetzen und sein Diversity-Team in „Global Inclusion Team“ umbenennen werde.

Diese Anpassungen wurden per E-Mail an die Mitarbeiter, Franchise-Inhaber, Betreiber und Lieferanten von McDonald’s mitgeteilt und spiegeln einen breiteren Trend wider, dass Unternehmen in den USA ihre auf Vielfalt ausgerichteten Richtlinien angesichts rechtlicher und öffentlicher Druckes neu bewerten.

Zunehmende Gegenreaktion gegen DEI-Programme

Dieser Schritt erfolgt angesichts einer zunehmenden Gegenreaktion gegen DEI-Programme, die oft als „woke“-Politik kritisiert werden, und ähnlicher Rückgänge bei großen Unternehmen.

Der Einzelhandelsgigant Walmart (WMT) hat seine DEI-Initiativen im November nach Kritik von Aktionären und Öffentlichkeit zurückgeschraubt.

Andere Unternehmen wie Lowe’s (LOW), Tractor Supply (TSCO) und John Deere (DE) kündigten im Sommer ähnliche Rückzüge an.

Sogar Lifestyle-Marken wie Harley-Davidson (HOG), Brown-Forman (BF-A) und Polaris (PII) haben ihre Diversitätsstrategien angepasst.

Der konservative Aktivist Robby Starbuck hat sich lautstark dafür eingesetzt, Unternehmen unter Druck zu setzen, ihre DEI-Richtlinien zu überdenken.

Berichten zufolge hat Starbuck McDonald’s kontaktiert, um sich über die Praktiken des Unternehmens zu informieren, aber keine direkten Gespräche mit dem Unternehmen geführt.

Rechtsentwicklungen im Bereich DEI

Viele Unternehmensrückgänge wurden jedoch auch durch rechtliche Entwicklungen beeinflusst.

Letzten Monat hob ein Bundesberufungsgericht die Regeln der Nasdaq aus dem Jahr 2021 auf, die darauf abzielten, die Vielfalt der Vorstände zu fördern. Es entschied, dass die Börsenaufsichtsbehörde SEC bei der Genehmigung der Vorschriften ihre Befugnisse überschritten habe.

In ähnlicher Weise verwies McDonald’s auf die Entscheidung des US-Obersten Gerichtshofs von 2023 in der Rechtssache Students for Fair Admissions gegen den Präsidenten und die Fellows des Harvard College als einen Schlüsselfaktor bei der Neubewertung seines DEI-Ansatzes.

Das Urteil, das die rassismusbewussten Zulassungsprogramme an der Harvard University und der University of North Carolina für ungültig erklärte, erklärte solche Richtlinien für einen Verstoß gegen die Gleichheitsklausel des 14. Zusatzartikels.

Nach dieser wegweisenden Entscheidung erklärte McDonald’s, dass die veränderte Rechtslage eine Überprüfung seiner Richtlinien erforderlich gemacht habe.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen, die ähnlichen Bewertungen unterzogen wurden, entschied sich das Unternehmen, seine Strategie an die sich verändernde regulatorische und kulturelle Landschaft anzupassen.

Die Rücknahme von DEI-Initiativen hat branchenübergreifend Debatten ausgelöst. Befürworter argumentieren, dass solche Maßnahmen Fairness gewährleisten und sich auf Leistung konzentrieren, während Kritiker warnen, dass sie den Fortschritt bei der Schaffung gerechter Arbeitsplätze untergraben.

Die Entscheidung von McDonald’s, seine Bemühungen um Vielfalt neu auszurichten, spiegelt eine bedeutende Veränderung in der Art und Weise wider, wie Unternehmen die Inklusivität angehen und die Komplexität der öffentlichen Wahrnehmung, der Interessen der Aktionäre und der gesetzlichen Anforderungen bewältigen.

Diese neu strukturierte Strategie signalisiert die Reaktion von McDonald’s auf eine laufende landesweite Neubewertung der Programme zur Unternehmensvielfalt und markiert einen weiteren entscheidenden Moment in der breiteren Diskussion über Gerechtigkeit und Inklusion am Arbeitsplatz.

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