From Coca-Cola to Flutter Ent.: likely stock winners of FIFA World Cup 2026

Die FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 beginnt am Donnerstag in Mexiko mit einer Eröffnungszeremonie, gefolgt vom ersten Turnierspiel zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika, und markiert damit den Beginn der größten WM in der Geschichte.

Das Turnier, das sich bis zum 19. Juli über die USA, Kanada und Mexiko erstreckt, dürfte Millionen von Besuchern anziehen und einen Ausgabenanstieg in den Bereichen Reisen, Gastgewerbe, Verkehr, Wetten und Konsumgüter auslösen.

Obwohl das globale Wirtschaftswachstum uneinheitlich bleibt und die Verbraucherausgaben in mehreren Märkten Zeichen von Belastung zeigen, glauben Analysten, dass das einmonatige Sportereignis verschiedenen Unternehmen aus Tourismus und Unterhaltung einen spürbaren Schub geben könnte.

Der sozioökonomischen Wirkungsanalyse der FIFA in Zusammenarbeit mit der Welthandelsorganisation zufolge dürfte das Turnier weltweit ungefähr 41 Milliarden US-Dollar zum BIP beitragen.

Reise- und Gastgewerbeunternehmen dürften profitieren

Einer der klarsten Profiteure könnte die Reise- und Beherbergungsbranche sein.

B. Riley schätzt, dass die Weltmeisterschaft rund 13,1 Millionen Besucher anziehen wird, einschließlich Ticketinhabern und Zuschauern ohne Ticket.

Die Brokerfirma prognostiziert, dass während des Events etwa 21,3 Mio. Zimmernächte über Online‑Reiseplattformen gebucht werden.

Analysten erwarten, dass große Hotelbetreiber wie Marriott International, Hilton Worldwide und Hyatt Hotels von höheren Auslastungsraten profitieren, ebenso wie Reiseplattformen wie Airbnb, Booking Holdings und Expedia Group.

Marriott hat angegeben, dass die durch die WM bedingte Nachfrage voraussichtlich bis ins dritte Quartal anhalten wird, während Airbnb erwartet, dass Gastgeber in New York‑New Jersey, Boston und Los Angeles während des Turniers zu den höchsten Einnahmen kommen werden.

Die Deutsche Bank geht davon aus, dass Hotel‑REITs mit Exponierung gegenüber den Gastgeberstädten deutliche Gewinne verzeichnen könnten.

Die Bank berücksichtigte in ihren Prognosen einen Anstieg des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) um 50 bis 75 Basispunkte und nannte DiamondRock Hospitality, Host Hotels & Resorts, Park Hotels & Resorts sowie Ryman Hospitality Properties als bevorzugte Namen.

DiamondRock weist mit 34 % die höchste Exponierung gegenüber Umsätzen in WM‑Gastgeberstädten auf, gefolgt von Sunstone Hotel Investors mit 23 %, Host Hotels und Park Hotels mit jeweils 21 % sowie Ryman Hospitality mit 14 %.

Über Hotels hinaus hob die Deutsche Bank auch Fahrdienstanbieter wie Uber Technologies und Lyft als wahrscheinliche Nutznießer des erhöhten Besucheraufkommens hervor.

Wettanbieter rechnen mit Anstieg der Einsatzaktivität

Auch Sportwettenunternehmen dürften von der verstärkten Turniersbeteiligung der Fans profitieren.

Macquarie‑Analyst Chad Beynon schätzt, dass die weltweiten Wetteinsätze für die WM mehr als 50 Milliarden US‑Dollar erreichen könnten, gegenüber mehr als 35 Milliarden US‑Dollar beim Turnier 2022.

Die Brokerfirma erwartet, dass das Ereignis im Jahr 2027 etwa 2 % bis 5 % Wachstum beim EBITDA der Betreiber beitragen könnte, insbesondere für Unternehmen mit starken Fußball‑Publika und internationalen Aktivitäten.

Macquarie identifizierte Flutter Entertainment, Eigentümer von FanDuel, als eines der am besten positionierten Unternehmen.

Das globale Netzwerk des Unternehmens bietet nicht nur Zugang zu den nordamerikanischen Märkten, die das Turnier ausrichten, sondern auch zu fußballzentrierten Ländern wie Brasilien.

Die Deutsche Bank schätzt, dass das US‑Sportwetten‑Handle im Zusammenhang mit der WM in ihrem Basisszenario 3,3 Milliarden US‑Dollar erreichen könnte.

FanDuel dürfte davon etwa 1,3 Milliarden US‑Dollar ausmachen, gefolgt von DraftKings mit 1,1 Milliarden US‑Dollar, mit kleineren Anteilen von BetMGM, Caesars und TheScoreBet.

Coca‑Cola, Einzelhändler und Restaurants für Turniernachfrage positioniert

Die WM könnte auch eine Plattform für globale Konsummarken bieten.

Morgan Stanley nannte The Coca‑Cola Company am 8. Juni seine Top‑Getränkeauswahl und bezeichnete das Turnier als kurzfristigen Katalysator.

Die Brokerfirma behielt eine Overweight‑Einstufung bei und setzte ein Kursziel von 89 US‑Dollar, was von den jüngsten Kursniveaus aus gesehen rund 6 % Aufwärtspotenzial impliziert.

Coca‑Cola ist seit 1978 FIFA‑Sponsor und wird während des Events erneut umfangreiche globale Sichtbarkeit genießen.

Einige Analysten warnen jedoch davor, die finanziellen Auswirkungen zu überzeichnen.

Laut AInvest ist der Wert der WM für Coca‑Cola eher mit Marken‑Sichtbarkeit als mit substanziellen Gewinnsteigerungen verbunden.

„Die Sponsoringkosten sind bereits angefallen. Der zusätzliche Absatzschub durch ein sechswöchiges Turnier, selbst eines in Nordamerika, ist ein marginaler Beitrag zu einem Umsatzbasis von 48 Milliarden US‑Dollar. Es ist ein Katalysator für die Stimmung, nicht für die Fundamentaldaten“, so das Urteil.

AInvest fügte hinzu, dass die diesjährigen Kursgewinne von Coca‑Cola überwiegend durch Preissetzungsmacht und Umsetzung getrieben wurden und weniger durch WM‑Erwartungen.

Citi erklärte, dass traditionelle Supermarktketten wie Albertsons und Kroger sowie große Händler wie Walmart und Target von höheren Haushaltsausgaben im Zusammenhang mit der WM profitieren könnten.

Die Brokerfirma erwartet zudem, dass erhöhter Tourismus und gemeinschaftliche Public‑Viewing‑Events die Nachfrage in Restaurants stützen werden.

Das könnte Fast‑Food‑ und Casual‑Dining‑Ketten wie McDonald’s, Domino’s Pizza, Wingstop und Chipotle begünstigen, während Lebensmittellogistiker wie Performance Food Group, US Foods und Sysco während des Turniers ebenfalls höhere Volumina sehen könnten.

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