
Als Reaktion auf die Rede von Präsident Xi Jinping im Anschluss an das Dritte Plenum der KPCh stürzten die Kupfer-Futures auf 4,3 Dollar pro Pfund und markierten damit einen Dreimonatstiefststand.
Xis Rede, in der es an expliziten Hinweisen auf Konjunkturmaßnahmen zur Stärkung des Binnenkonsums mangelte, löste in Chinas Industriesektor, einem zentralen Verbraucher dieses unedlen Metalls, Unbehagen aus.

Trotz eines Rückgangs des Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe des chinesischen NBS über mehrere Monate in Folge setzten die Kupferpreise ihren Abwärtstrend den ganzen Juni über fort.
Dieser Konjunkturabschwung hat chinesische Hütten und Hersteller dazu veranlasst, ihre Exporte anzukurbeln, was sich in einem erstaunlichen Anstieg der Kupferexporte um 187 % gegenüber dem Vorjahr zeigt.
Handelsbarrieren sind enorm, Lagerbestände steigen
Zu den Problemen der Branche kommen mögliche Handelsbeschränkungen seitens der USA und Europas hinzu, die einen Schatten auf die Dynamik des weltweiten Kupferhandels werfen.
Darüber hinaus haben wachsende Kupferbestände in chinesischen Lagern dazu geführt, dass die Yangshan-Prämie nahe Null blieb, was die aktuellen Herausforderungen des Sektors unterstreicht.
Marktbeobachter beobachten die Entwicklungen in Chinas Industriepolitik und den globalen Handelsbeziehungen aufmerksam und erwarten tiefgreifende Auswirkungen auf die Kupferpreise und den breiteren Markt für unedle Metalle.
Unsicherheit herrscht über Chinas bevorstehende Konjunkturprogramme und ihre möglichen Auswirkungen auf die Kupfernachfrage. Da nach Xis Rede keine konkreten Maßnahmen angekündigt wurden, wächst die Sorge vor einer anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation in Schlüsselsektoren wie der verarbeitenden Industrie, die für den Kupferverbrauch von entscheidender Bedeutung ist.
Allerdings stieg die Produktion von raffiniertem Kupfer in China im Juni gegenüber dem Vormonat um rund 4 % auf 1,13 Millionen Tonnen, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht, nachdem ein Anstieg der Preise für Nebenprodukt Schwefelsäure die Verluste bei der Raffination abmilderte. Das Fehlen klarer Signale, die den Inlandsverbrauch fördern, verstärkt jedoch die Befürchtungen vor einer Verlangsamung, die die Aussichten auf den Kupfermarkt erheblich trüben könnte.
Angesichts dieser Unsicherheiten nehmen die Anleger eine vorsichtige Haltung ein, da sie sich der Auswirkungen auf die Marktstabilität und die Anlagestrategien bewusst sind.
Die Wirtschaftspolitik Chinas hat erheblichen Einfluss auf die globalen Rohstoffmärkte und unterstreicht die Vernetzung und die möglichen Dominoeffekte über internationale Grenzen hinweg.
Während die Beteiligten auf klarere wirtschaftliche Richtlinien aus China warten, bleibt die Entwicklung der Kupferpreise ungewiss und hängt von den strategischen Wirtschaftsmanövern des Landes in den kommenden Monaten ab.
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