
Der Kupferpreis steht weiterhin unter Verkaufsdruck, da ein US‑Iran-Friedensabkommen weiter aussteht. Die jüngsten Angriffe in der Golfregion haben den Optimismus gedämpft, der den Wirtschaftsindikator vor zwei Wochen auf ein neues Allzeithoch trieb. Trotz einer soliden langfristigen Perspektive belasten Inflationssorgen und ein stärkerer US‑Dollar das rote Metall.
Fresh attacks weigh on Dr. Copper
Kupfer und andere Industriemetalle bewegen sich in den letzten Wochen innerhalb einer Spanne, während Anleger die US‑Iran-Friedensgespräche abwägen. Kupfer, das wegen seiner umfangreichen elektrischen und industriellen Anwendungen als wirtschaftlicher Gradmesser gilt, notiert seit zwei Wochen unter der Widerstandszone bei $6.50. Es fehlte die nötige Aufwärtsdynamik, um diese Zone zu durchbrechen, da Investoren wegen der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten eine abwartende Haltung einnehmen.
Gleichzeitig stehen Platin- und Silberpreise unter Verkaufsdruck; beide Industriemetalle fielen am Donnerstag auf ein Vierwochentief.
Zum einen hat ein Rückgang der Rohölpreise die Inflationssorgen etwas gemildert, da Anleger Fortschritte in den US‑Iran-Friedensverhandlungen erwarten. Allerdings haben die jüngsten Angriffe den Optimismus geschwächt.
Am Donnerstag startete Iran einen Raketenangriff auf einen US‑Militärstützpunkt in Kuwait. Der Angriff, der von kuwaitischen Streitkräften abgefangen wurde, war eine Vergeltungsmaßnahme für den jüngsten US‑Schlag, den Trump als „rein defensiv“ bezeichnete. Die Islamische Republik Iran wirft Washington vor, ständig das Waffenstillstandsabkommen zu verletzen.
Die neuen Konflikte haben den US‑Dollar gestärkt und das Kupfer für Käufer mit Fremdwährungen verteuert. Der Greenback stieg zuvor auf ein siebenwöchiges Hoch, bevor er leicht nachgab. Ebenso erholten sich die Benchmark-10‑Jahres-Treasury-Renditen vom in der vorherigen Sitzung verzeichneten Zweiwochentief und notierten auf einem Einwochenhoch. Trotz der soliden langfristigen Nachfraperspektive dürften die geopolitischen Unsicherheiten die Kupferpreise kurzfristig weiter beeinflussen.
Comex copper price technical analysis

Kupferpreis-Chart | Quelle: TradingView
Am Donnerstag setzte der Kupferpreis die Verluste aus der vorherigen Sitzung fort und kehrte damit die in einer Woche erzielten Gewinne um. Anfang der Woche war das rote Metall auf $6.49 – sein höchstes Niveau seit über einer Woche – zurückgegangen. Der Verkaufsdruck kehrte diese Gewinne jedoch in ein Intraday‑Tief von $6.25 um, das mit dem Unterstützungsniveau entlang des 25‑Tage‑EMA zusammenfällt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat es sich leicht erholt und notiert bei $6.33.
Ein Blick auf das Tageschart weist auf hohe kurzfristige Volatilität hin. Einerseits notiert es weiterhin über dem kurzfristigen 25‑Tage‑EMA und dem mittelfristigen 50‑Tage‑EMA. Außerdem bleibt es innerhalb des Aufwärtskanals, der seine Preisbewegungen seit fast einem Jahr prägt.
Bei einer stabilen langfristigen Nachfraperspektive ist mit einer zuverlässigen Unterstützung zu rechnen. Allerdings könnten die laufenden Unsicherheiten über ein US‑Iran‑Friedensabkommen die Kursgewinne begrenzen. Der RSI von 55 deutet zudem auf eine ranged‑gebundene Handelsspanne hin.
Auf Basis dieser technischen Indikatoren bleibt die Unterstützung entlang des 25‑Tage‑EMA bei $6.23 weiter relevant. Bei erwarteter Konsolidierung dürfte der Kupferpreis auf Widerstand bei $6.50 stoßen. Ein Ausbruch über diese Spanne hinaus könnte die Gewinne entlang der Aufwärtstrendlinie dämpfen und den nächsten Widerstand bei $6.55 platzieren.
Diese vorsichtig bullische These gilt, solange das rote Metall innerhalb des Aufwärtskanals handelt. Das bedeutet, dass der 50‑Tage‑EMA trotz der erhöhten Volatilität weiterhin stabile Unterstützung bieten sollte. Ein Rückgang unter $6.15 würde diese These widerlegen.
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