
Der seit über sechs Wochen andauernde US‑Iran‑Krieg hat sowohl Edelmetalle als auch Industriemetalle stark beeinflusst. Die Fundamentaldaten am Kupfermarkt bleiben beispielsweise weiterhin positiv. Allerdings haben kriegsbedingte Sorgen um die Gesundheit der Weltwirtschaft die Volatilität erhöht.
Während Schlagzeilen den Markt weiterhin beeinflussen, stützen Hinweise auf eine zweite Runde von Friedensgesprächen Dr. Copper. Außerdem wirkt der Energieschock, den die EIA als die größte Öl‑Unterbrechung der Geschichte bezeichnete, als Anreiz für eine verstärkte Elektrifizierung.
Zum Zeitpunkt der Erstellung lagen die Comex‑Kupfer‑Futures bei $6,08 je Pfund. Damit zogen sie sich von dem zweieinhalb Monate hohen Intraday‑Stand bei $6,14 zurück. In London stieg der Kupferpreis auf den höchsten Stand seit dem 27. Februar; einen Tag bevor US‑ und israelische Streitkräfte Iran angriffen.
Geopolitische Konflikte dürften den Kupferpreis zu neuen Höchstständen treiben
Der Kupferpreis hat sich nun eine Woche lang kontinuierlich erholt und die Verluste ausgeglichen, die seit Beginn des US‑Iran‑Kriegs vor über sechs Wochen entstanden waren. Neben den bullischen Nachfrage‑/Angebotsdynamiken hat die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und Iran die Marktstimmung verbessert.
Als der Konflikt Ende Februar ausbrach, wurde Dr. Copper durch verstärkte Sorgen um die Weltwirtschaft belastet. Inzwischen hat das vor einer Woche angekündigte zweiwöchige Waffenstillstandsabkommen das rote Metall wieder oberhalb des Aufwärtskanals gebracht, der seine Kursbewegungen seit Mitte 2025 prägte. Die Risikobereitschaft wurde zusätzlich durch Nachrichten gestärkt, wonach Washington und Teheran eine zweite Runde von Friedensgesprächen erwägen.
Darüber hinaus wird der kriegsbedingte Energieschock nun ein wichtiger Anreiz für den Kupfermarkt sein. Mehr denn je wird die Welt bestrebt sein, ihre Abhängigkeit von Rohöl durch Elektrifizierung zu verringern. Infolgedessen wurden die Markttrends, die den Kupferpreis Ende Januar auf ein Allzeithoch getrieben hatten, nochmals verstärkt.
Bemerkenswert ist, dass die Zuversicht hinsichtlich der US‑Iran‑Friedensgespräche auch andere Edel- und Industriemetalle gestützt hat. Bereits am Mittwoch stiegen Gold‑ und Silberpreise auf Niveaus, die zuletzt vor vier Wochen verzeichnet wurden.
Technische Analyse des Comex‑Kupferpreises

Der Kupferpreis stieg am Mittwoch auf ein zweieinhalb Monate hohes Niveau, bevor er zurückfiel. Das Metall verzeichnete etwa eine Woche lang stetige Gewinne und knackte am Montag erstmals seit Beginn des US‑Iran‑Kriegs am 2. März die Marke von $6 pro Pfund. Allerdings fehlte ihm bislang die nötige Dynamik, um die monatelange Widerstandszone bei $6,15 zu durchbrechen.
Blickt man auf das Tageschart, deutet vieles darauf hin, dass der Comex‑Kupferpreis weiterhin am Widerstand bei $6,15 scheitern könnte, da die Märkte den laufenden US‑Iran‑Konflikt und dessen Einfluss auf die globale Wirtschaftslage verfolgen. Das in den vergangenen drei Wochen bestehende bearish Todeskreuz scheint sich jedoch umzukehren. Zudem bringen die jüngsten Gewinne das Asset zurück in den Aufwärtskanal, der seine Bewegungen seit fast einem Jahr prägt.
Auf Basis dieser technischen Indikatoren ist kurzfristig die Spanne zwischen $6,15 und $5,96 besonders zu beobachten. Unterhalb dieser Spanne dürfte $5,85 voraussichtlich Halt bieten, da das Metall innerhalb des monatelangen Aufwärtskanals bleibt. Auf der Oberseite würde ein weiterer Anstieg das nächste Ziel bei $6,20 ansteuern, wobei die Bullen das zu Jahresbeginn erreichte Allzeithoch bei $6,58 ins Visier nehmen.
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