
Der Kupferpreis ist wieder in den Aufwärtstrendkanal zurückgekehrt, der seine Bewegungen monatelang vor dem US‑Iran‑Krieg geprägt hat. Die Ende letzter Woche verzeichneten Zugewinne signalisieren eine Überzuversicht der Finanzmärkte in Bezug auf das Waffenstillstandsabkommen. Die am Wochenende behinderten, „unvernünftigen“ US‑Forderungen dürften diese Blase jedoch zum Platzen bringen.
Kupferpreis kehrt angesichts gescheiterter Friedensgespräche in den Aufwärtstrendkanal zurück
Der Kupferpreis ist zum ersten Mal seit dem Einbruch vor drei Wochen wieder in den monatelangen Aufwärtstrendkanal zurückgekehrt. Dieses technische Signal prägt seine Bewegungen seit Ende Juli 2025, als Sorgen über Trumps Zölle das Rote Metall belasteten. Seither hat sich der langfristig bullishe Ausblick gefestigt und den Preis wieder über die wichtige Unterstützung bei $5.50 pro Pfund gehoben.
Der US‑Iran‑Krieg und die anschließenden Unsicherheiten haben jedoch einige dieser Gewinne wieder zunichtegemacht. Ende März fiel Dr Copper auf das niedrigste Niveau seit Anfang Dezember 2025. Als Barometer der globalen Konjunktur spiegelte der Rückgang verstärkte Inflationssorgen wider.
Solange die Schlagzeilen die Finanzmärkte weiter beeinflussen, zieht der Kupferpreis auf dem Rücken des US‑Iran‑Waffenstillstandsabkommens an, das allerdings fragil ist. Anleger bleiben dennoch vorsichtig hinsichtlich der Dauerhaftigkeit des Waffenstillstands. Zusätzlich werden Aktienmärkte, Ölpreise, der US‑Dollar und die allgemeine Marktstimmung den Kupferpreis in der kommenden Woche beeinflussen.
Am Freitag veröffentlichte Daten zeigten, dass die US‑Verbraucherpreise im März als Reaktion auf den Energieschock gestiegen sind. Laut Bureau of Labor Statistics stieg die Jahresinflationsrate im März auf 3.3% nach einem saisonbereinigten Anstieg des CPI um 0.9%. Diese Jahresrate ist die höchste seit April 2024 und stellt gegenüber dem Februar einen Anstieg um 2.4% dar.
Die Kerninflation, die Energie und Nahrungsmittel ausschließt, stieg jedoch nur um 0.2% MoM. Der Wert lag 0.1% unter den Expertenprognosen und deutete darauf hin, dass die zugrundeliegende Inflation eingedämmt ist.
Während der Markt die Inflationsdaten verarbeitet, werden Schlagzeilen über den Konflikt im Nahen Osten den Kupferpreis kurzfristig weiter beeinflussen. Ende letzter Woche wirkten die Finanzmärkte angesichts einer „begrenzten“ Inflation und des Waffenstillstands überzuversichtlich. In der neuen Woche könnten die neuen US‑Forderungen diese Blase zum Platzen bringen.
Technische Analyse: Comex-Kupferpreis

CU-Preischart | Quelle: TradingView
Der Kupferpreis befindet sich wieder innerhalb des Aufwärtstrendkanals, der seine Bewegungen seit Juli 2025 prägt. Am Freitag erreichte er ein Intraday‑Hoch von $5.93, bevor er leicht auf $5.88 nachgab. In der Folge verzeichnete das Rote Metall seine dritte Woche in Folge mit Gewinnen.
Ein Blick auf das Tageschart zeigt ihn über den 25‑ und 50‑Tage‑EMAs notierend. Er steht jedoch weiterhin unter Verkaufsdruck aufgrund der konfliktbedingten Unsicherheiten. Das bearishe Death‑Cross bleibt bestehen, nachdem der mittelfristige 50‑Tage‑MA vor drei Wochen den kurzfristigen 25‑Tage‑EMA nach oben gekreuzt hatte.
Kurzfristig lohnt sich ein Blick auf die Spanne zwischen der Unterstützung bei $5.74 und dem Widerstand bei $5.90. Anleger werden besonders auf die Stabilität des US‑Iran‑Waffenstillstands achten. Verstärkte Sorgen über den globalen Energieschock könnten den Kupferpreis wieder unter den Aufwärtstrendkanal drücken. Ein Ausbruch unter die aktuelle Handelsspanne könnte die untere Unterstützung bei $5.67 aktivieren.
Solange das Rote Metall über $5.64 stabil bleibt, gilt diese vorsichtige bullishe These weiterhin. Auf der Oberseite würden weitere Gewinne die Bullen auf ein 6‑Wochen‑Hoch bei $6.00 zielen lassen. Das wäre das höchste Niveau seit dem US‑Iran‑Krieg Anfang März.
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