Kupfer: Streiks und eine hoch Nachfrage treiben den Preis

Für viele Analysten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Kupferpreise erneut das im Februar 2011 ausgebildete Allzeithoch erreichen wird. Seit Wochen steigen die Notierungen und die höheren Preise werden vor allem aus zwei Richtungen befeuert. Die Erste ist langfristiger und primär fundamentaler Art: Es wird mit einem Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität gerechnet.

Kupfer, oftmals auch Dr. Copper genannt, wird in allen Teilen der Industrie stark nachgefragt. Ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität zeigt sich deshalb bei seiner Preisbildung meist recht früh. Hinzu kommt, dass augenblicklich die Themen Energiewende und Elektromobilität die Schlagzeilen dominieren. Beide bedingen einen deutlichen Mehrverbrauch an Kupfer.

An diesem Punkt stellt sich früher oder später die Frage, wo dieses viele Kupfer herkommen soll. Die Antwort ist wieder preistreibend, denn die Minenproduktion ist derzeit nicht in der Lage, mit der steigenden Nachfrage mitzuhalten. Viele Analysten gehen deshalb davon aus, dass der Kupfermarkt auf eine Angebotsknappheit zulaufen wird.

Die Lieferketten stocken auch ohne Covid19

Die zweite Richtung, aus der der Kupferpreis derzeit stark befeuert wird, ist politischer Natur und damit tendenziell eher ein kurzlebiges Ereignis. In Chile streiken die Hafenarbeiter. Sie protestieren dagegen, dass Chiles Präsident ein Gesetz blockiert, welches ihnen ermöglichen würde, ein drittes Mal vorzeitig Geld aus den von ihnen besparten Pensionsfonds abzuziehen.

Dieser Streik kommt zur Unzeit, denn er vergrößert den Druck auf die ohnehin schon im Steigen begriffenen Preise. Würden die Hafenarbeiter anderswo streiken, wäre das für den Kupfermarkt wahrscheinlich überhaupt kein Thema, doch da ein Viertel der globalen Kupferproduktion von chilenischen Häfen aus verschifft wird, ist der Streik dort gerade alles andere als unbedeutend.

Der Streik wird früher oder später beendet werden und damit wieder etwas Druck vom Kessel nehmen. Doch die fundamentale Angebot-Nachfrage-Problematik wird bleiben. Sie macht das Kupfer wie auch die Aktien der Kupferproduzenten derzeit zu sehr attraktiven Investments.

[Finanztrends]

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