Die K+S-Aktie ist mit einem Kursverlust von fast -3% am Dienstagvormittag einer der schwächsten Werte im MDAX. Das deutsche Bergbauunternehmen setzt damit seinen jüngsten Abwärtstrend fort und fällt fast auf sein bisheriges Jahrestief. Was steckt hinter dem Verkaufsdruck und sollten Anleger gegen den Trend investieren?
Frisches Kapital benötigt
Auslöser für den heutigen Kursrückgang der K+S-Aktie ist eine am Morgen verkündete Kapitalmaßnahme, die bei den Anlegern Sorgen vor einer Gewinnverwässerung schürt. Das Bergbauunternehmen hat heute Morgen überraschend die Ausgabe einer nicht nachrangigen und unbesicherten Wandelanleihe im Gesamtnennwert von 300 Millionen € mit Laufzeit bis 2031 angekündigt.
Die Anleihe wird ausschließlich institutionellen Investoren angeboten und mit 0,375 bis 0,875% verzinst. Sie kann später unter bestimmten Bedingungen in bis zu 17,91 Millionen neue oder bestehende Stammaktien von K+S gewandelt werden.
K+S benötigt das frische Kapital, um strategische Akquisitionen zu stemmen. Konkret soll das Geld unter anderem in den erst vor wenigen Tagen angekündigten Kauf des Salzgeschäfts des polnischen Chemiekonzerns Qemetica fließen.
Du interessierst Dich für Rohstoffe? Dann halte Dich mit unserem kostenlosen Goldherz Report Newsletter auf dem Laufenden!
Ein schleichender Abwärtstrend
Die K+S-Aktie befindet sich seit Ende April in einem schleichenden Abwärtstrend. Der Support bei 14,40 € hat nicht gehalten. Nun droht ein weiterer Rückfall auf 12,90 € Sollte auch diese Unterstützung nicht halten, ist mit Kursen von 12,00 € zu rechnen.
Die Bewertung ist zu hoch
Anleger am Aktienmarkt reagieren auf Wandelanleihen im ersten Moment fast immer verschnupft, da durch die Ausgabe neuer Aktien der Gewinn pro bestehender Aktie verwässert wird. Obwohl das Ziel der Anleihe — die Finanzierung einer strategisch sinnvollen Akquisition — vernünftig ist und die Finanzierung zweifellos sehr günstig, wird die K+S-Aktie heute abverkauft.
Das mag auch mit der Bewertung des Kali- und Salzförderers zu tun haben. Ein Forward-KGV von fast 14 für einen Konzern, der kaum noch wächst, ist zugegebenermaßen ein sportlicher Wert.
Auch unter den Bankanalysten haben die Bären das Sagen. Die Mehrheit von ihnen stuft die K+S-Aktie derzeit mit „Halten“ oder sogar „Verkaufen“ ein. Die Sorge vor anhaltend volatilen Weltmarktpreisen für Kali blockiert bei vielen Experten höhere Kursziele.
Abschließend: Spannendere Rohstoffinvestments als K+S findest Du in unserem Rohstoff Anleger Club. Wirf mal einen Blick rein!
Ich schließe mich der Meinung der meisten Analysten an. Trotz des Kursrückgangs der K+S-Aktie in den letzten Wochen sehe ich derzeit keine gute Einstiegsgelegenheit. Das Upside des MDAX-Titels ist einfach zu gering.
K+S in Kürze
- K+S (WKN: KSAG88) mit Sitz in Kassel ist ein deutsches Bergbauunternehmen mit Schwerpunkt in der Kali- und Salzförderung. Der Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten für landwirtschaftliche und industrielle Verwendungszwecke.
- K+S ist mit rund 15.000 Mitarbeitern vorwiegend in Europa, Nord- und Südamerika tätig.
- Das MDAX-Unternehmen wird an der Börse mit rund 2,4 Milliarden € bewertet.
The post K+S-Aktie: Was drückt auf den Kurs? first appeared on sharedeals.de.