Kryptobörsen im Überblick: Worauf Anleger schauen sollten

2016 haben nur wenige Anleger Bitcoin und Co. gekannt. Ende 2017 haben Analysten und Anleger spekuliert, ob der Coin am Ende vielleicht sogar die 100.000 US-Dollar knacken kann. Kryptowährungen sind trotz heftiger Kursbewegungen nicht „tot zu kriegen“. Wer sich ein Stück vom Kuchen abschneiden will, muss allerdings ein paar Kleinigkeiten beachten. Ein wichtiger Punkt: Kryptowährungen wie der Bitcoin sind nicht über Devisenbörsen handelbar.

Das Depot bei einem Wertpapierbroker ist nutzlos. Gehandelt werden die Coins ausschließlich über spezielle Handelsplätze. Diese Kryptobörsen sind in den vergangenen Jahren zunehmend professioneller geworden. Und wickeln den gesamten Handel auf die Cryptocurrencies ab. Was ist bei deren Auswahl in Bezug auf Konditionen und Leistungen zu beachten? Und wie sehen bekannte Kryptobörsen heute aus?

Kryptobörsen auf dem Markt

Abbildung 1: Die verschiedenen Kryptobörsen auf dem Markt im Überblick mit ihren jeweiligen Leistungen und Konditionen. Bildquelle: Kryptopedia.org

1. Binance: Der größte Player auf dem Markt

Binance ist eine vergleichsweise junge Plattform. Gegründet im Jahr 2017, hat die Kryptobörse ihren Standort auf Malta. Hinsichtlich des Handelsvolumens gehört Binance zu den Top-Kryptoexchanges. Ihren Ursprung hat Binance eigentlich in China. Allerdings haben sich die Betreiber im Zuge der zunehmenden Regulierung für Festland-Chinesen zu einer Verlegung des Standorts entschieden.

Mittlerweile können Anleger über 100 Kryptowährungen über die Plattform handeln. Hinsichtlich der Handelskonditionen sind die Kommission und der Spread entscheidend. Letzterer variiert je nach Asset. Bei der Kommission ist das VIP Level der Trader entscheidend. Zwischen der niedrigsten und der höchsten VIP Stufe liegt der Fee Schedule zwischen 0,10 Prozent und 0,04 Prozent.

2. Coinbase: Platzhirsch mit hoher Firmenbewertung

Coinbase ist eine der etablierten Kryptobörsen. Bereits 2012 entstanden, hat die Plattform etwas Einzigartiges geschafft. Die Krypto Börse hat als erstes Unternehmen aus dem Bereich der Kryptowährungen den Sprung in die Liga der „Unicorns“ geschafft – also Unternehmen mit einer Firmenbewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Handelbar sind über die Plattform verschiedene Kryptocoins, zu denen nicht nur Ethereum oder Bitcoin, sondern auch XRP oder Litecoin gehören. Neben dem Trading auf die Kryptocoins kann auch auf Fiat-Geld (also Euro oder Dollar) gehandelt werden. Bei Coinbase fällt fürs Trading eine Kommission an. Deren Höhe variiert mit dem Volumen des Trades und kann sich auf bis zu 2,99 USD belaufen. Zusätzlich ist der Spread bei der Plattform einzuplanen.

3. Bitstamp: Niedrige Gebühren und große Zukunftspläne

Bitstamp ist seit 2011 als Handelsplatz auf Kryptowährungen aktiv. Der Sitz liegt in Luxemburg und London. Bekannt wurde die Kryptobörse unter anderem durch eine DDoS Attacke im Jahr 2014.

Die Kryptobörse ist in den letzten Jahren trotzdem gewachsen und plant unter anderem einen Ausbau der verfügbaren Währungen, in denen Trader Guthaben einzahlen können. Gehandelt werden auf der Plattform verschiedene Kryptowährungen. Hierzu zählen unter anderem Bitcoin, Ethereum oder Litecoin und Bitcoin Cash. Gebühren werden unter anderem für den Handel erhoben. Deren Höhe richtet sich hier nach dem monatlichen Handelsvolumen. Zusätzlich verursachen Auszahlungen auf das Bankkonto oder die Nutzung der Kreditkarte Gebühren.

Fazit: Bei Kryptobörsen auf Asset-Portfolio & Gebühren achten

Kryptobörsen sind nach wie vor die einzige Möglichkeit, um aktiv auf Bitcoin und Co. zu handeln. Damit muss jeder Trader vor der Registrierung eines Handelskontos sehr genau hinschauen. Und sich überlegen, auf welche Konditionen am Ende sehr viel Wert gelegt wird. Binance ist aktuell einer der Anbieter mit dem größten Handelsvolumen – und einem sehr breiten Portfolio an Assets. Entscheidend ist am Ende nicht allein die Auswahl an Kryptocoins. Wichtig wird auch, wie teuer das Trading ist. Die Höhe des Spreads zwischen Kauf- und Verkaufskursen spielt hierbei also eine entscheidende Rolle.

Aber auch die Funktionalität der Plattform sowie die Möglichkeit, mit Orderzusätzen zu traden, gehört auf den Prüfstand. Gerade letztgenannter Aspekt schiebt sich schnell in den Vordergrund – etwas, wenn es darum geht, das Depot vor ausufernden Verlusten zu schützen. In der Entscheidung für eine Plattform muss aber auch eine Rolle spielen, wie sicher die Kryptobörse ist. Einige Anbieter haben in der Vergangenheit gleich mehrfach heftige Angriffe erlebt. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass der Handel mit Kryptowährungen nach einer guten Vorbereitung jedoch sehr viel Freude und auch Rendite einbringen kann.

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